SPORTMIX

EM-Aus: Duda schimpft über späte Dopingprobe

pn; 18.10.2026, 02:54 Uhr
Archivfotos: Peter Notbohm ---- Benedikt Duda verpasste bei der EM eine zweite Medaille. Im Einzel schied er im Viertelfinale gegen Léo de Nodrest aus.
SPORTMIX

EM-Aus: Duda schimpft über späte Dopingprobe

  • 0
pn; 18.10.2026, 02:54 Uhr
Bergneustadt – Nach seiner Goldmedaille im Mixed kam der Bergneustädter erst spät nachts ins Bett – Im Einzel unterliegt er im Viertelfinale Überraschungsmann Léo de Nodrest.

Von Peter Notbohm

 

Seine Hoffnungen auf eine zweite Medaille bei der Tischtennis-EM in Ljubljana (Slowenien) musste Benedikt Duda am Samstag begraben. Nachdem der Vize-Europameister von 2024 am Freitag sensationell Gold mit Nina Mittelham im Mixed geholt hatte (OA berichtete), unterlag er im Viertelfinale des Einzelwettbewerbs dem Franzosen Léo de Nodrest mit 3:4 (5:11, 3:11, 11:4, 11:3, 6:11, 11:4, 7:11).

 

Der ehemalige Schwalbe-Teamkollege Dudas, mit dem er vergangene Saison noch um die Deutsche Meisterschaft kämpfte, ist die große Sensation bei der diesjährigen EM. Für die Nummer 80 der Welt, die im Sommer zum CTT Bruille in seine Heimat gewechselt war, ist es seine erste Europameisterschaft. Der 26-Jährige musste durch die Qualifikation und warf im Turnierverlauf auch schon den slowenischen Weltklassespieler Darko Jorgic aus dem Wettbewerb.

 

WERBUNG

„Das war für mich eine Riesenchance auf eine Medaille. Léo hat sehr stark gespielt und verdient gewonnen. Ich war nicht so gut wie in den Tagen zuvor“, gratulierte Duda dem Franzosen anschließend. Bei ihm schwang allerdings auch ein gewisser Frust mit: „Dass ich nach dem Mixed-Finale und der Dopingkontrolle erst um drei Uhr nachts im Bett war, geht natürlich nicht. Das hat mich heute ein paar Prozent gekostet. Ein bitteres Ergebnis.“

 

Vor allem mit dem aggressiven Spiel seines Gegners hatte Duda immer wieder Probleme. De Nodrest legte zum 2:0 vor, ehe Duda besser ins Spiel fand und zum 2:2 ausglich. Am Ende musste der siebte Satz entscheiden. Hier hatte der Franzose die besseren Nerven und gewann mit 11:7. „Er hat sehr gut aufgeschlagen und ist aggressiv nachgegangen. Dafür hatte ich keine richtige Lösung“, analysierte Duda.

 

[Léo de Nodrest (r.) steht sensationell im Halbfinale der Europameisterschaft.]

 

Dass das Erreichen des Halbfinales auch für de Nodrest eine echte Sensation ist, erzählte der Franzose der Sportzeitung 'L'Équipe'. Seinen Rückflug hatte er eigentlich schon für das Achtelfinale gebucht. Auch genügend Trikots hatte der 26-Jährige nicht dabei. Die muss er derzeit von Hand selbst waschen. „Mein Hotelzimmer ist ein einziger Wäscheständer“, so de Nodrest, der im Halbfinale auf seinen Landsmann Felix Lebrun trifft. Das andere Semifinale bestreiten der Schwede Anton Källberg und Dudas Doppelpartner, der deutsche Nationalspieler Dang Qiu.

KOMMENTARE

0 von 800 Zeichen
Jeder Nutzer dieser Kommentar-Funktion darf seine Meinung frei äußern, solange er niemanden beleidigt oder beschimpft. Sachlichkeit ist das Gebot. Wenn Sie auf Meinungen treffen, die Ihren Ansichten nicht entsprechen, sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Die Einstellung folgender Inhalte ist nicht zulässig: Inhalte, die vorsätzlich unsachlich oder unwahr sind, Urheberrechte oder sonstige Rechte Dritter verletzen oder verletzen könnten, pornographische, sittenwidrige oder sonstige anstößige Elemente sowie Beschimpfungen, Beleidigungen, die illegale und ethisch-moralisch problematische Inhalte enthalten, Jugendliche gefährden, beeinträchtigen oder nachhaltig schädigen könnten, strafbarer oder verleumderischer Art sind, verfassungsfeindlich oder extremistisch sind oder von verbotenen Gruppierungen stammen.
Links zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.