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VfL Gummersbach plant Rückkauf des Wiedenhofs

pn; 25.09.2026, 18:00 Uhr
Fotos: VfL Gummersbach (mit KI bearbeitet) ---- So könnte der Wiedenhof nach einem Umbau künftig aussehen. Der Verein will das Vereinsheim wieder von den Stadtwerken Gummersbach zurückkaufen.
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VfL Gummersbach plant Rückkauf des Wiedenhofs

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pn; 25.09.2026, 18:00 Uhr
Gummersbach – Im Rahmen der Jahreshauptversammlung stellte der Verein entsprechende Pläne vor - Mitgliederzahlen wachsen - Ehrungen für Stefan Winhauer und Florian Meyer.

Von Peter Notbohm

 

Kehrt der VfL Gummersbach zu seinen Wurzeln zurück? Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Steinmüller Hotel stellte der stellvertretende Vorsitzende Andreas Maiwurm Pläne über einen möglichen Rückkauf des ehemaligen Gummersbacher Vereinsheims Wiedenhof vor. Das Gebäude war im Zuge der abgewendeten Insolvenz des Vereins von den Stadtwerken Gummersbach gekauft worden. Anschließend war der e.V. nur noch Mieter in der Immobilie.

 

Nun liegt ein Angebot der Stadtwerke vor, bei dem die aktuellen Mieteinnahmen die Kosten für Zins und Tilgung decken würden, erklärt Maiwurm im Gespräch mit Oberberg-Aktuell. Eine genaue Summe, die für den Rückkauf notwendig ist, will der Verein nicht nennen. Nur so viel: es handle sich um einen niedrigen sechsstelligen Betrag. Hinzukommen sollen noch Umbaukosten. Denn der VfL Gummersbach hat große Pläne mit dem Gebäude.

 

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Maiwurm zeigte auf der Jahreshauptversammlung einige KI-animierte Bilder mit einer möglichen neuen Optik. Geplant ist außerdem ein zusätzliches Stockwerk. Mit dem Ausbau könnten künftig die Fußballspiele im Stadion Lochwiese aus den geplanten Gesellschafträumen verfolgt werden. Die Räume könnten vom Verein auch für Tagungen, Sitzungen und Feste genutzt werden. In einem der unteren Geschosse könnte ein vereinseigenes Fitnessstudio entstehen, in dem die Mitglieder auch außerhalb etwaiger Trainingszeiten in den einzelnen Abteilungen Kraft- und Ausdauertraining betreiben und Yogakurse besuchen könnten.

 

„Damit könnten wir unseren Mitgliedern auch andere (Sport)angebote machen. Die Attraktivität wird deutlich gesteigert, wenn wir nicht nur zu festen Uhrzeiten Trainingseinheiten anbieten, sondern unsere Mitglieder auch zu anderen Zeiten Kraftsport betreiben können“, spricht Maiwald von vielfältigen Weiterentwicklungsmöglichkeiten und einer erhöhten Attraktivität der Mitgliedschaft im VfL Gummersbach. Bei den anwesenden Mitgliedern kamen die Pläne zum Nutzungskonzept und der soliden Finanzierung laut Maiwald nach lebhafter Diskussion mit dem Vorstand gut an.

 

Wie hoch die Umbaukosten sind, ist allerdings noch unklar, da die Bauplanung erst nach dem Kauf angestoßen werden soll. Der Verein plant zur Finanzierung auch mehrere Fördertöpfe anzuzapfen. Neben dem Sportstättenförderprogramm will man auch Fördermittel aus Programmen zur energetischen Sanierung und zur Barrierefreiheit anzapfen. Der Verein ruft aber auch alle Vereinsmitglieder und alle Gummersbacher Bürger auf, das ehrgeizige Projekt zu unterstützen.

 

Auch sonst hatte der Vorstand vor allem positive Nachrichten im Rahmen der Jahreshauptversammlung zu berichten. Seit 2021 ist die Zahl der Mitglieder von über 800 auf gut 1.300 angewachsen. Grund hierfür sind nicht zuletzt die neuen Abteilungen Fußball und Basketball. Besonders bei den Fußballern gab es ein außerordentliches Wachstum: Seit der 1.FC Gummersbach wieder mit dem VfL Gummersbach verschmolzen ist, hat sich die Mitgliederzahl mit knapp 200 nahezu verdoppelt.

 

Größte Abteilung im Verein bleibt mit knapp 500 Mitgliedern aber die Abteilung Handball. Martin Kiesler berichtete in Abwesenheit des im Urlaub befindlichen Benni Jacobs über das Abteilungsjahr. Der neue Vorstand um Jacobs und Florian Börsch setzt laut Maiwurm den mit Stefan Winhauer begonnen Weg des Aufbaus von parallelen männlichen und weiblichen Mannschaften in allen Altersklassen mit hoher Energie fort.

 

Lediglich die immer knapper werdenden Hallenzeiten im Stadtgebiet würden die positive Entwicklung der Abteilung behindern. So muss zu manchen Heimspielen auf den Epelberg nach Derschlag ausgewichen werden. Highlight des Jahres in der Abteilung Handball war der von Florian Börsch kreierte Film über das Jahr der weiblichen U17, der im Gummersbacher Kino Seven vor über 200 Zuschauern aufgeführt wurde (OA berichtete).

 

Für Applaus sorgte auch der Kassenbericht von Thomas Heil. Demnach haben alle Konten des Vereins und der Abteilungen einen positiven Saldo. Der e.V. ist seit nunmehr drei Jahren schuldenfrei. Die Durchführung der Gala „100 Jahre Handball“ im August 2025 in der SCHWALBE arena (OA berichtete) wurde vom Verein mit Spenden und Sponsoren durchgeführt. Besonders stolz ist man über das umfangreiche, historische Bildmaterial, das in Form von Filmen über die erfolgreichen 60er, 70er und 80er Jahre geschaffen wurde, das zudem auf der Homepage des Vereins für Jedermann frei einsehbar ist.

 

[Florian Meyer (li.) und Stefan Winhauer (r.) wurden vom 1. Vorsitzenden Dieter Brüning mit der silbernen Ehrennadel des Vereins geehrt.]

 

Geehrt wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung Stefan Winhauer für seine herausragende Aufbauarbeit in der Abteilung Handball zwischen 2019 und 2026. Er erhielt unter großem Applaus der Mitglieder die silberne Ehrennadel des Vereins vom 1. Vorsitzenden Dieter Brüning verliehen; genauso wie Florian Meyer für seine zehnjährige Vorstandsarbeit in der Abteilung Tischtennis. „Der Verein ist zurzeit sowohl finanziell als auch von seiner Mitgliederentwicklung sehr gut aufgestellt und steht mit dem bevorstehenden Projekt „Vereinsheim Wiedenhof“ von einer spannenden Zukunft“, sagt Maiwurm.

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