LOKALMIX

„Wir müssen etwas tun, damit die Gesellschaft in Vielfalt leben kann“

lw; 16.03.2026, 13:14 Uhr
Foto: Lars Weber --- Das Caritas-Team freut sich auf die Gespräche und rege Teilnahme an den Veranstaltungen (v.li.): Ingrid Forsting, Koordinatorin des Teams Sozialraum, Gabriele Goldschmidt, Leiterin Abteilung Integration und Beschäftigung, Angelina Hoppe des Teams Sozialraum und Jamel Othmani von der Caritas-Integrationsagentur.
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„Wir müssen etwas tun, damit die Gesellschaft in Vielfalt leben kann“

lw; 16.03.2026, 13:14 Uhr
Oberberg - Die Internationalen Wochen gegen Rassismus starteten auch im Kreis – Bei der Caritas wurde der Film „Shoah“ gezeigt und auch im Gummersbacher Forum gab es eine Aktion – Weitere Veranstaltungen bis zum 26. März.

Von Lars Weber

 

Signale setzen, Raum geben für Diskussionen und sensibilisieren für wichtige Themen – diese Ziele werden ab heute bis zum 26. März mit insgesamt 17 Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus auch im Oberbergischen Kreis verfolgt. In diesem Jahr steht das Programm unter dem Motto „100 Prozent Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“. Vor sechs Jahren hat die Caritas die jährliche stattfindende Internationalen Woche auch nach Oberberg geholt. Auch in diesem Jahr hat der Verband das oberbergische Programm koordiniert. Zahlreiche lokale Initiativen, Vereine und Bildungseinrichtungen beteiligen sich und haben ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen, Workshops und Begegnungsformaten organisiert, die sich mit den Themen Rassismus, Vielfalt und demokratischem Zusammenleben beschäftigen.

 

Bei der Auftaktveranstaltung ist heute der Film „Shoah“ von Claude Lanzmann bei der Caritas in der Gummersbacher Talstraße gezeigt worden. Die Dokumentation von 1985 lässt Zeitzeugen zum Holocaust zu Wort kommen und zeigt die Orte, an denen tausende Juden im Zweiten Weltkrieg deportiert und ermordet wurden. Das rund neunstündige Werk zeigt dabei kein Leichnam, auch nicht als Archivmaterial.

 

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Ingrid Forsting, Koordinatorin des Teams Sozialraum bei der Caritas, zeigte sich sehr gerührt. „'Shoah' zeigt die Grausamkeit und deren Dimensionen, das Thema spielt noch immer eine Rolle.“ Die Sensibilisierung sei wichtiger denn je. „Der Hass in unserer Gesellschaft nimmt aktuell nicht ab, sondern zu.“

 

Der Film wahrt die Menschenwürde der Opfer. Das Thema im Zentrum der Wochen gegen Rassismus war auch im Fokus bei der zweiten Aktion zum Auftakt im Gummersbacher Forum. Dort hatte das Team Sozialraum der Caritas um Angelina Hoppe (von 12 bis 15:30 Uhr) ihren Stand mit Glücksrad aufgebaut. Interessierte konnten Fragen zum Grundgesetz beantworten und Preise gewinnen.

 

Als „Selbstläufer“ während der kommenden Wochen bezeichnen Forsting und Jamel Othmani von der Caritas-Integrationsagentur die Aktion „Oberberg bewegt sich“, bei der durch gemeinsame sportliche Aktivitäten wie Wandern, Radfahren oder Laufen Zeichen für Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung gesetzt werden. Dabei tragen die Teilnehmer bestenfalls das Logo der Aktion und teilen Fotos in den sozialen Netzwerken (#oberbergbewegtsich). „Das Logo mit dem Füßchenherz erkennen inzwischen viele!“

 

Viele Veranstaltungen beschäftigten sich mit der Frage, wie das Zusammenleben im Kreis funktionieren kann. Die Resonanz bei den Kooperationspartnern sei groß gewesen, so Othmani. Forsting hat den Eindruck, dass viele Menschen wach werden. „Wir müssen etwas tun, damit die Gesellschaft in Vielfalt leben kann.“

 

Bis zum 26. März folgen nun weitere Veranstaltungen, von Workshops über Filmnachmittage über Diskussionen bis zu musikalischen Angeboten. Hier gibt es den Flyer mit allen Terminen, hier gibt es weitere Informationen.

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