LOKALMIX
Freibäder: Fast überall Personalsorgen
Oberberg – Die Freibadsaison läuft und ist laut Betreibern meist gut gestartet – Mancherorts musste man aber mangels Mitarbeitern bereits schließen.
Von Leif Schmittgen
Die Freibadsaison ist auch im Oberbergischen Kreis voll im Gange und Oberberg-Aktuell hat nachgehört, wie es läuft. Sorgen machen sich die meisten privaten Betreiber wegen des knappen Personals und haben Zukunftssorgen. Die Saison wird aber an allen Standorten über die Bühne gebracht.
Naturfreibad Bruch
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Im Gummersbacher Naturfreibad Bruch ist man mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden, wie Stadtwerkeleiter Harald Kawczyk berichtet. Die meisten Besucher - rund 1.500 - hat man am vergangenen Wochenende von Freitag bis Sonntag gezählt, nachdem man das Bad zu Ferienbeginn geöffnet hatte. „Etwas schleppend läuft noch unser Angebot des freien Eintritts bei Anreise mit dem Fahrrad“, berichtet Kawczyk und wirbt für die kostenlose Lademöglichkeit für E-Bikes und Smartphones. Weil die Parkplätze in dem engen Bereich um das Bad rar sind, hatte man sich seitens der Stadtwerke bereits im vergangenen Jahr entschieden, das Angebot dauerhaft zu etablieren. Personell hat man die Saison bisher stemmen können. Die Mitarbeiter des Gumbala verrichten ihren Dienst saisonbedingt auch im Naturfreibad. „In dem Hallenbad steht vom 17. Juli bis 4. August die turnusmäßige Revision der Geräte an, weshalb sich der Stadtwerkechef keine Personalsorgen bis zum Saisonende in Bruch macht. Das Gumbala bleibt während der Überprüfung für Badegäste geschlossen. Spätestens Mitte August ist das auch die Freibadsaison in Bruch wieder beendet.
gumbala.de/bader/naturfreibad-bruch
Freibad Bielstein
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Ähnlich strukturiert wie in der Kreisstadt ist man personell im Freibad Bielstein: Mitarbeiter der Wiehler Wasser Welt übernehmen hier bis zu zehn Stunden tägliche Arbeit und das stets gut gelaunt, wie Fachbereichsleiter Andreas Zurek berichtet. „Alle Gäste werden mit einem Lächeln begrüßt, das ist nicht selbstverständlich“, lobt der Chef seine Crew, die derzeit von 9:30 bis ca. 18:30 Uhr täglich auf den Beinen ist. Und der Aufwand scheint sich zu lohnen, mit bis zu 1.300 Besuchern an den heißen Tagen befindet man sich bislang auf dem Vorjahresniveau und schaut optimistisch auf die restlichen Open-Air-Wochen. Bislang gab es keine krankheitsbedingten Ausfälle. Wenn das so bleibt, wird man ohne spontane Schließungen die Saison überstehen und spätestens Anfang September zufrieden zurückschauen können.
Freibad Bergneustadt
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Verwundert ist Stephan Büser, Vorsitzender des Fördervereins im Freibad Bergneustadt, über die aus seiner Sicht bislang relativ mauen Besucherzahlen. Am vergangenen Wochenende wurden rund 1.100 Gäste gezählt. „Die haben wird normalerweise an einem Sonntag“, so Büser. Ob es an der Urlaubszeit liegt oder die Schwimmbegeisterten wegen des Komplettausfalls in der vergangenen Saison (OA-Reportage) zurückhalten, mag der Vorsitzende nicht orakeln. Dass der Chlorgasanstieg zu Saisonbeginn (OA berichtete) Grund für die Zurückhaltung ist, schließt er aus. „Nach rund drei Stunden war das Problem beseitigt“, meint Büser. Für den Rest der Saison zeigt er sich optimistisch. „Wie verfügen über eine lange Rutsche und Sprungtürme. Die gibt es nicht überall“, hofft der Chef vor allem auf Familien im Freibad. Aktuell wirbt der Förderverein auf seiner Homepage um Schwimmmeister, die den laufenden Betrieb sicherstellen. Bislang habe man nicht schließen müssen, in den übrigen Wochen könnte das aber der Fall sein, sollte sich die Situation nicht verbessern. „Jeder erhält Geld für die Tätigkeit“, buhlt der Vereinschef um Personal.
Panoramabad Engelskirchen
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Beim Panoramabad in Engelskirchen schaut Fördervereinsvorsitzender Matthias Haas auf „super Wochen“ zurück. Genaue Zahlen hat er nicht parat, aber die Besucher sorgten besonders an den heißen Tagen für proppenvolle Liegewiesen in dem von 2019 bis 21 rundum sanierten Bad. Besonders die frühzeitig beworbenen Familien-Saisonkarten hätten reißenden Absatz gefunden. Auch wenn aktuell die Erkrankung eines Schwimmmeisters dafür sorgt, dass das Bad erst mittags öffnet, sieht Haas dem Rest der Saison optimistisch entgegen. Das Personal, bestehend aus ganzjährig beschäftigten Angestellten und saisonalen Rettungsschwimmern, wird den Betrieb bis voraussichtlich Anfang September stemmen. Aktuell sei man nicht auf der Suche nach Verstärkung, in der nächsten Saison könne sich das aber ändern, so Haas. Ehrenamtlich wird im Panoramabad die Kasse vom Förderverein besetzt, auch wenn das Team erst kürzlich verstärkt wurde, sucht man vonseiten des Fördervereins weiterhin Freiwillige, die Dienste übernehmen. Wer unterstützen möchte, kann über die Homepage Kontakt aufnehmen.
Freibad Walelfeld
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Eigentümer des Freibades in Engelskirchen-Wallefeld ist der örtliche Verschönerungsverein, der die Anlage in Eigenregie und gänzlich ohne kommunale Unterstützung betreibt. Die Vorsitzende Sabine Rothkegel berichtet von einem guten Start in die Saison, auch wenn man wegen Mitarbeitermangels jüngst für vier aufeinanderfolgende Tage schließen musste. Das proppenvolle Bad am vergangenen Sonntag mache solche Ausfälle wett. Und auch der kürzlich in Kooperation mit weiteren örtlichen Vereinen stattgefundene Waffelverkauf habe viele Gäste in das Bad gelockt. „Bei uns kommen die Menschen zögerlicher als andernorts ins Freibad“, berichtet Rothkegel von einer leichten Startverschiebung der Saison. Der Grund: Das Wasser wird nicht beheizt und braucht deswegen länger, um auf Badetemperatur zu gelangen. In die noch ausstehenden Sommerwochen schaut die Vorsitzende optimistisch. Personell sollte man bis Anfang September gut aufgestellt sein, um den sicheren Betrieb zu gewährleisten. In der Zukunft kann man aber durchaus weitere Manpower gebrauchen: „Wir finanzieren den Rettungsschwimmerschein für Ehrenamtler“, gibt die Vereinschefin Ansporn für interessierte Helfer, sich beim Verein zu melden.
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