LOKALMIX

Elf Maßnahmen rund um die Wiehltalbrücke

ks; 03.03.2026, 11:15 Uhr
Foto: Katharina Schmitz --- Die Landstraßen in der Wiehler Ortschaft Weiershagen sollen saniert werden.
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Elf Maßnahmen rund um die Wiehltalbrücke

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ks; 03.03.2026, 11:15 Uhr
Oberberg – Der Landesbetrieb Straßen.NRW möchte 2026 und 2027 in Gummersbach, Engelskirchen und Wiehl Straßen und Kreisverkehre sanieren – Strecken gelten im Falle einer Sperrung der Autobahnbrücke als mögliche Umleitungsrouten.

Vergangene Woche Montag hat auf Einladung der Stadt Wiehl zum ersten Mal eine Informationsveranstaltung zur maroden Wiehltalbrücke stattgefunden (OA berichtete). Neben vier Experten der Autobahn GmbH waren mit Matthias Bergmann und Stefan Böhm auch zwei Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau NRW vor Ort. Falls der „Worst Case“ eintritt, also eine Vollsperrung oder Teilsperrung der Brücke, möchte die Autobahn GmbH vorbereitet sein. Dazu entwickelt sie ein Strategiepapier mit Handlungsempfehlungen; unter anderem werden darin mögliche Umleitungsrouten erfasst. „In der Hoffnung, dass wir gut vorbereitet sind, es aber nicht brauchen“, sagte Anja Estel, Leiterin des Kompetenzzentrums Verkehrszentrale Leverkusen, vergangene Woche beim Infoabend. „Von diesem Szenario sind wir hier sehr weit entfernt. Die Vollsperrung ist aktuell kein Thema. Wenn, dann geht es um eine weitere Entlastung vom Schwerlastverkehr.“

 

Bei der Informationsveranstaltung im Stadtteilhaus Drabenderhöhe haben Matthias Bergmann und Stefan Böhm über die geplanten Sanierungsmaßnahmen des Landesbetriebes im Bereich der Wiehltalbrücke gesprochen. Insgesamt sind elf Maßnahmen auf den potentiellen Umleitungsstrecken geplant – so etwa auf dem Autobahnzubringer an der Anschlussstelle Gummersbach, in Dieringhausen, in und um Weiershagen oder auch in Ründeroth. Wie ein Sprecher der Straßen.NRW Regionalniederlassung Rhein-Berg auf Nachfrage von OA mitteilte, befinde sich der Landesbetrieb in ständiger Abstimmung mit der Autobahn GmbH. „Wir sanieren diese Straßen, da, trotz vorsichtiger Entwarnung der Autobahn GmbH, immer eine latente Gefahr besteht, dass Schwerverkehr von der Autobahn abgeleitet werden muss. Für den Fall sollten die Strecken der Bedarfsumleitungen in einem Zustand sein, in dem sie den Verkehr schadlos aufnehmen können“, erklärte er.

 

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Übersicht der geplanten Maßnahmen

 

Bei den Maßnahmen geht es überwiegend um die Sanierung der Fahrbahndecken; in Teilbereichen auch um die Erhöhung der Tragfähigkeit der Straßen. Geplant sind die Baustellen für 2026 und 2027. Fünf der insgesamt elf Maßnahmen möchte der Landesbetrieb in diesem Jahr angehen, vier davon auch abschließen. Aktuell ist geplant, mit der Sanierung der L336 und der L302 zwischen Bielstein, Weiershagen und der Anschlussstelle Bielstein mit Beginn der Osterferien zu starten (Nr. 1). Die Strecken sollen voraussichtlich bis Mitte Mai in mehreren Abschnitten unter Vollsperrung saniert werden. Danach möchte sich der Landesbetrieb um die Sanierung von drei Kreisverkehren an der L336 und der L350 in Wiehl kümmern (Nr. 4). Konkret geht es um die Kreisel am REWE, der Homburger Straße und am Ohlerhammer in Oberwiehl. Mit den Baustellen soll es laut aktueller Planung Mitte Juli losgehen.

 

Wie bereits berichtet, ist die Strecke der RB25 zwischen Gummersbach-Dieringhausen und Köln-Hansaring vom 27. März, 21 Uhr, bis 7. August, 24 Uhr, gesperrt. Dann soll unter anderem eine Natursteinbrücke über einen Fußweg in Wiehlmünden (Engelskirchen) durch eine Betonbrücke ersetzt und mit den Bauarbeiten für den neuen Haltepunkt „Overath-Vilkerath“ begonnen werden. Sobald die Deutsche Bahn die Strecke der RB25 wieder freigibt – und kein Schienenersatzverkehr mehr über die L136 (ehemals B55) fährt –, möchte der Landesbetrieb die L136 zwischen Brunohl und Dieringhausen sanieren (Nr. 3). Losgehen könnte es damit laut Stefan Böhm schon am 8. August. Die Arbeiten sollen in zwei Bauabschnitten unter Vollsperrung erfolgen.

 

[Abbildung: Landesbetrieb Straßenbau NRW --- Eine Übersicht zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen auf den Umleitungsstrecken. Für eine Vergrößerung bitte anklicken.]

 

Im Herbst dieses Jahres stehen noch zwei weitere Maßnahmen an. Dann möchte der Landesbetrieb die L338 zwischen Drabenderhöhe und Niederstaffelbach samt des Kreisverkehrs in Drabenderhöhe (Nr. 7) sowie die L136 in Ründeroth zwischen der Kirche und dem Bahnübergang sanieren (Nr. 8). In diesem Jahr soll unter einer Vollsperrung der Bereich um die Kirche erneuert werden; die weiteren Abschnitte sind für 2027 vorgesehen.

 

2027 möchte der Landesbetrieb außerdem die B256 an der Anschlussstelle Gummersbach sowie die L305 und die L336 zwischen der Anschlussstelle und Alperbrück sanieren (Nr. 2). Weitere Baustellen wird es auf der L336 in Kehlinghausen (Nr. 5), der L336 zwischen Kümmelecke und Weiershagen (Nr. 6), auf der L136 zwischen Hard und Ründeroth (Nr. 9) sowie auf der L302 bei Kaltenbach geben (Nr. 10). Die umfangreichste Maßnahme ist im Bereich von Dieringhausen und Hunstig auf der L321 vorgesehen (Nr. 11). Hier soll in mehreren Abschnitten die Fahrbahn saniert werden. Eine Vollsperrung sei dafür erforderlich, Abstimmungen würden noch ausstehen. Derzeit geht der Landesbetrieb von einer Bauzeit von sieben Monaten aus.

 

Wie der Sprecher der Regionalniederlassung Rhein-Berg betonte, befinden sich die genannten Maßnahmen in einer frühen Planungsphase. Einen fixen Zeitplan gebe es noch nicht. Wann genau die Straßen und Kreisverkehre saniert werden sollen, stehe also noch nicht final fest. Darüber hinaus seien für einige der Maßnahmen noch weitere Abstimmungen mit den betroffenen Städten und Gemeinden notwendig. Weitere Informationen zu den Baustellen sollen folgen.

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