LOKALMIX

Corona-Ticker: Die neuesten Entwicklungen am Mittwoch

Red; 01.04.2020, 15:00 Uhr
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Corona-Ticker: Die neuesten Entwicklungen am Mittwoch

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Red; 01.04.2020, 15:00 Uhr
Oberberg - OA hält die Leser über die Neuigkeiten auf dem Laufenden - Gummersbach: Verfügung gegen Hamsterkäufe erlassen - Zahl der bestätigten Infizierten steigt auf 280 - Maikirmes in Ründeroth abgesagt (AKTUALISIERT).

Maikirmes in Ründeroth fällt aus (Mittwoch, 15:35 Uhr)

 

Die eigentlich vom 1. bis 4. Mai stattfindende Maikirmes in Ründeroth fällt aufgrund der Corona-Pandemie aus. Nach intensiver Beratung und Abstimmung hat sich die Gemeinde Engelskirchen gemeinsam mit dem Veranstalter dazu entschieden, das traditionelle Fest in diesem Jahr abzusagen.

 

 

Die Kreisverwaltung zur Lage in den betroffenen Seniorenheimen in Hückeswagen und Wipperfürth (Mittwoch, 15:25 Uhr)

 

14 Bewohner des Hauses am Park des Evangelischen Altenzentrums Johannesstift in Hückeswagen sind positiv auf COVID-19 getestet worden. Einige wenige werden aufgrund von Krankheitssymptomen ärztlich behandelt, teilte der Oberbergische Kreis mit. Eine Person sei stationär im Krankenhaus aufgenommen worden. Gestern vermeldete die Kreisverwaltung, dass sich in dem Seniorenheim 13 Bewohner und sieben Mitarbeiter angesteckt hatten.

 

Die Tests der Bewohner des Franziskus-Heimes in Wipperfürth seien nach Angaben des Kreises negativ ausgefallen. Eine Mitarbeiterin der Einrichtung hatte sich mit dem Virus infiziert. „Die Betroffenen stehen allerdings weiter unter Beobachtung des Kreisgesundheitsamtes und werden derzeit telefonisch informiert“, hieß es. 

 

 

Schulschließungen: „bunt statt blau“ in Oberberg verlängert (Mittwoch, 15:25 Uhr)

 

Die DAK-Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ reagiert auf die Ausbreitung des Coronavirus. Aufgrund der Schulschließungen endet der Plakatwettbewerb in Oberberg nicht wie geplant am 31. März, der Einsendeschluss wird bis nach den Sommerferien verlängert. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit unter www.dak.de/buntstattblau.

 

 

Jetzt 280 bestätigte Corona-Fälle im Kreis (Mittwoch, 15:00 Uhr)

 

Wie die Kreisverwaltung am Nachmittag mitteilte, gibt es nun 280 bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Oberbergischen (Stand gestern, 12 Uhr: 267). Von diesen Personen sind inzwischen 64 gesund aus der angeordneten Quarantäne entlassen worden. Der Großteil der Betroffenen befindet sich in häuslicher Quarantäne. 21 Menschen befinden sich aktuell in stationärer Behandlung, davon müssen fünf beatmet werden.

 

Die Lage in Oberberg im Überblick (Stand: Mittwoch, 1, April/12 Uhr)

 

Fälle insgesamt: 280

Neue Fälle: 13

Aktuell positiv getestete Fälle in angeordneter Quarantäne: 214

Kontaktpersonen ersten Grades in angeordneter Quarantäne: 81

Personen in vorsorglicher häuslicher Isolation: 138

 

Bestätigte Fälle nach Kommunen (seit Beginn der Pandemie)

Bergneustadt: 12

Engelskirchen: 23

Gummersbach: 14

Hückeswagen: 37

Lindlar: 30

Marienheide: 9

Morsbach: 4

Nümbrecht: 27

Radevormwald: 25

Reichshof: 20

Waldbröl: 4

Wiehl: 24

Wipperfürth: 43

Adressermittlung läuft: 8

 

Weitere Informationen unter www.obk.de/coronavirus

 

 

NGG: Arbeitszeitgesetz beachten (Mittwoch, 14:05 Uhr)

 

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätte (NGG) warnt mit Blick auf die vielen Zusatzschichten, die derzeit von den Arbeitnehmern in der Lebensmittelindustrie geleistet werden, vor Eingriffen in das Arbeitszeitgesetz.  In Oberberg sind rund 1.200 Menschen in diesem Sektor beschäftigt. „Corona darf nicht dafür herhalten, die Höchstgrenzen bei der Arbeitszeit auszuhebeln. In Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen haben wir in der Lebensmittelindustrie längst die nötige Flexibilität, um Hochphasen zu stemmen. Sonst wären die Supermarktregale ja längst leer“, betont Manja Wiesner von der NGG-Region Köln. Gesetzliche Standards seien wichtig. Sonst leide am Ende die Gesundheit der Beschäftigten: „Wer eine Zwölf-Stunden-Schicht in der Backwarenindustrie hinter sich hat, bei dem steigt die Unfallgefahr“, sagt Wiesner. Das derzeit gültige Arbeitszeitgesetz setze ein klares Limit: nicht mehr als zehn Stunden am Tag und nicht mehr als 60 Stunden pro Woche. Auch der richtige Arbeitsschutz sei ernst zu nehmen.

 

 

Stadt Gummersbach erlässt Verfügung zur Vermeidung von Hamsterkäufen (Mittwoch, 13:30 Uhr)

 

Wegen des nach wie vor starken Aufkommens von Hamsterkäufen vor allem in Lebensmittel- und Drogeriemärkten erlässt die Stadt Gummersbach eine Allgemeinverfügung, die den Verkauf von Waren nur noch in haushaltsüblichem Umfang zulässt. Sie tritt am morgigen Donnerstag, 2. April, um 0 Uhr in Kraft und gilt bis einschließlich 19. April. "Die Hamsterkäufe führen oft dazu, dass Lebensmittel beziehungsweise Gegenstände des täglichen Bedarfs häufig bereits kurz nach Öffnung der Läden ausverkauft sind", sagt Bürgermeister Frank Helmenstein. „Ich möchte möglichst sicherstellen, dass die Bürgerinnen und Bürger in den entsprechenden Geschäften alle Produkte finden, die sie für ihren Grundbedarf benötigen. Diese Maßnahme ist ein Beitrag zur Sicherstellung der Gesundheitssicherheit der Bevölkerung."

 

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Wipperfürth: Zentrale Hilfshotline geschaltet (Mittwoch, 12:55 Uhr)

 

Die Stadtverwaltung Wipperfürth hatte kürzlich damit begonnen, Hilfsangebote und Hilferufe aus der Bevölkerung zu bündeln und weiterzuvermitteln. Im Kontakt mit Pfarrer Peter Hennecke von der Ökumenischen Initiative konnte nun eine eigene Hotline eingerichtet werden, an die sich Hilfesuchende, aber auch Menschen mit Hilfsangeboten wenden können. Die Hotline ist ab heute unter 8889900 montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 18 Uhr erreichbar. 

 

 

Caritas: Gabenzaun für Hilfsbedürftige (Mittwoch, 10:40 Uhr)

 

Der Caritasverband für den Oberbergischen Kreis bietet für von Armut betroffene Menschen einen Gabenzaun vor dem Caritas-Kaufhaus in der Gummersbacher Wilhelmsstraße an. Ähnliche Projekte sind schon aus anderen Kommunen bekannt. „Unsere Arbeit richtet sich nach den Prinzipien, die öffentliche Gesundheit zu schützen und mit den Schwächsten solidarisch zu sein“, teilt Sprecher Willbert Paffrath mit.

 

Mittels der Aktion sollen hilfsbedürftige Menschen mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt werden. Die von den Mitarbeitern gepackten Tüten können ab heute abgeholt werden. „Wir versorgen die Menschen dadurch nicht nur mit den nötigen Grundnahrungsmitteln, sondern stehen mit unserem Beratungrepertoire als Ansprechpartner zu Verfügung. So gelingt es uns in dieser schwierigen Zeit, mit den Ratsuchenden niederschwellig in Kontakt zu bleiben“, erklärt Paffrath.

 

Nach dem Start des Angebotes soll die Unterstützungsleistung ausgebaut und auch Tüten zu den Menschen nach Hause gebracht werden. „Gleichzeitig möchten wir gesellschaftliche Solidarität in den Fokus rücken. Der Gabenzaun soll keine Einbahnstraße sein, sondern bietet auch vor allem die Möglichkeit, dass jeder Spendentüten dort aufhängt“, so Paffrath weiter. Ansprechpartnerin für die Aktion ist Saskia Herzhof unter Tel.: 02261/60 09-21.

 

[Foto: Caritasverband für den Oberbergischen Kreis --- Mitarbeiter der Caritas vor dem Gabenzaun in der Gummersbacher Wilhelmstraße.]

 

Klinikum Oberberg: Sprechstunden für Tumorpatienten bleiben bestehen (Mittwoch, 10:20 Uhr)

 

Die aktuelle Corona-Pandemie ist vor allem auch für Krebserkrankte eine große Herausforderung. Viele Patienten sind verunsichert, ob Sie mit einem Besuch im Krankenhaus noch warten sollen. Therapien bei Tumorerkrankungen dulden aber häufig keinen Aufschub. Das Klinikum Oberberg ist zertifiziertes Tumorzentrum und für seine an Krebs erkrankten Patienten auch in Corona-Zeiten wie erreichbar. Bei den Sprechstunden wird auf einen entsprechenden Schutz geachtet, es kann zu längeren Wartezeiten kommen. 

 

Die Darmsprechstunde findet immer mittwochs von 12 bis 14 Uhr statt (Anmeldung über das Sekretariat der Allgemeinchirurgie, Tel.: 02261/17-15 81) Die Tumornachsorge-Sprechstunde im Kopf-Hals-Tumorzentrum findet immer dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr statt.   Bei Verdacht auf Neuerkrankungen und akuten Problemen ist jederzeit eine individuelle Terminvereinbarung möglich (Tel.: 02261/17-18 37). Für das Brustzentrum sowie die Sprechstunde für gynäkologische Tumore gilt eine individuelle Terminvergabe unter Tel.: 02261/17-1559.

 

 

Einkaufservice der KJG Engelskirchen (Mittwoch, 9:20 Uhr)

 

Auch die Katholische Junge Gemeinde Engelskirchen bietet einen kostenlosen Einkaufservice an. Interessenten können unter Tel.: 01573/64 86 992 per Anruf, SMS oder Whatsapp Kontakt zu den freiwilligen Helfern, die montags bis samstags jeweils von 9 bis 19 Uhr erreichbar sind, aufnehmen.

 

 

„JensLäufe“ ruft zu Spenden auf (Mittwoch, 9:15 Uhr)

 

Jens Klein, Initiator der „JensLäufe“, will die Beschäftigten im Hospiz in Wiehl als Dankeschön für ihre Arbeit auch in Corona-Zeiten Blumensträuße überreichen und ruft dafür zu einer Spendenaktion auf. Bis zum 3. April können sich Interessierte unter jens.hilft@web.de melden und ihre Zusage für eine Spende geben. Weitere Informationen hier.

 

 

TH Gummersbach startet Seminar zur Datenanalyse der Corona-Pandemie (Mittwoch, 9:10 Uhr)

 

Das interdisziplinäre "Institut für Data Science, Engineering and Analytics“ (IDE+A) am Campus Gummersbach der TH Köln plant, sich an einem Wettbewerb der amerikanischen Online-Community Kaggle zu beteiligen. Die Fragestellung, bestätigte Fälle der Corona-Pandemie nach Regionen vorherzusagen. Es geht zum einen darum, genaue Prognosen zu erstellen, aber auch, Faktoren zu identifizieren, die die Übertragungsrate von COVID-19 beeinflussen. Grundlage sind unter anderem die im Internet veröffentlichten Daten des amerikanischen Johns Hopkins University Center für Systemwissenschaft und -technik.

 

Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein, Leiter des IDE+A, möchte zunächst mit einer kleinen Gruppe von 25 Studierenden starten, die sich mit dieser Aufgabe als Wahlpflichtfach ihres Informatikstudiums beschäftigen. Gemeinsam mit seiner Kollegin Prof. Dr. Dietlind Zühlke wird er zunächst passende Verfahren aus dem Bereich "Data Science" (Statistik und Mathematik) zur Simulation und Analyse auswählen. Auf der Basis dieser Erkenntnisse plant er, gemeinsam mit den Studierenden die Aktivitäten auszuweiten. So sollen die Ergebnisse zukünftig auch lokale Behörden wie das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises bei der Datenauswertung und Prognose von Corona-Fällen unterstützen.

 

Auf die Ankündigung hin haben sich schon deutlich mehr als 25 Informatik-Studierende für das Wahlpflichtfach gemeldet. “Das Thema stößt auf großes Interesse,“ freut sich Prof. Bartz-Beielstein. „Ich hoffe, dass wir einen kleinen Beitrag zu Bekämpfung von Covid 19 leisten können.“ Weitere Informationen gibt es hier und auf der Kaggle-Seite.

 

Hier geht's zum Ticker von Dienstag, 31. März

 

Alle Angaben ohne Gewähr.

KOMMENTARE

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Ich bin dafür, dass der Staat möglichst wenig regelt, sofern es nicht gewichtige Gründe dafür gibt. Denn: wenn etwas "rund" läuft, muss es der Staat nicht zwangsläufig noch runder machen. Allerdings ist die "Verfügung zur Vermeidung von Hamsterkäufen" mittlerweile wirklich fällig geworden. Die eigene Recherche auf www.gummersbach.de zerstreute meine Sorge, dass es sich nur um einen April-Scherz handelt.

A., 01.04.2020, 15:03 Uhr
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