LOKALMIX

Corona-Ticker: Die neuesten Entwicklungen am Dienstag

lo; 16.03.2021, 11:50 Uhr
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Corona-Ticker: Die neuesten Entwicklungen am Dienstag

lo; 16.03.2021, 11:50 Uhr
Oberberg - OA hält die Leser über die Neuigkeiten auf dem Laufenden - Zwei weitere Todesopfer - 1.900 AstraZeneca-Termine müssen diese Woche storniert werden (AKTUALISIERT).

OA-Umfrage: Fast drei Viertel aller Teilnehmer wollen sich impfen lassen (Dienstag, 13:30 Uhr)

 

Im Rahmen einer OA-Umfrage zum Thema „Impfen: Ja oder Nein?“ (zum Artikel) ergab sich ein eindeutiges Bild: Fast drei Viertel (73,7 Prozent) der 3.250 Teilnehmer erklärte, sich auf jeden Fall zu lassen beziehungsweise bereits geimpft worden zu sein. 14,6 Prozent lehnen eine Impfung ab, während 11,7 Prozent noch unentschlossen sind.  Hinweis: Die Umfrage, die am heutigen Dienstag endete, war am vergangenen Freitag gestartet worden, bevor feststand, dass die Impfungen mit AstraZeneca gestoppt werden müssen. Diese Entscheidung wurde am Montag gefällt. Grundsätzlich lässt sich jedoch konstatieren, dass sich die Stimmung gedreht hat. Bei einer Umfrage unserer Zeitung im vergangenen November hatten 44 Prozent der Teilnehmenden eine Impfung abgelehnt.  

 

 

Zahl der Todesopfer steigt auf 170 (Dienstag, 13:20 Uhr)

 

Laut Kreisverwaltung sind zwei weitere Menschen aus dem Oberbergischen verstorben, die zuvor nachweislich positiv auf Corona getestet worden waren. Es handelt sich um einen 79-Jährigen aus Nümbrecht und sowie einen Waldbröler (78). Die Zahl der Todesopfer in der Region im Zusammenhang mit dem Virus erhöht sich damit auf 170.

 

Seit gestern wurden im Oberbergischen 43 neue Corona-Fälle gemeldet. Derzeit sind im Kreisgebiet 371 Personen (minus 25) positiv getestet. Die meisten Infektionen gibt es weiterhin in Gummersbach (87) und Engelskirchen (54). 44 Menschen werden stationär in oberbergischen Krankenhäusern behandelt, vier von ihnen müssen beatmet werden. Die Zahl der in angeordneter Quarantäne befindlichen Personen liegt heute bei 1.039 - das sind sieben weniger als am Montag. Die 7-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zu gestern von 104,8 auf 118,4.

 

Unter www.obk.de/corona-av gibt es die Auflistung der aktuell gültigen Allgemeinverfügungen zur Quarantäneanordnung für Kontaktpersonen in oberbergischen Einrichtungen.

 

Die Lage im Kurzüberblick (Stand: Dienstag, 16. März/0 Uhr)

(in Klammern: Veränderung zum Stand von Montag, 15. März/0 Uhr)

 

7-Tage-Inzidenz: 118,4 (+13,6)

Laborbestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie: 9.188 (+43)

Aktuell positiv getestet: 371 (-25)

Bereits genesen und aus Quarantäne entlassen: 8.647 (+66)

Verstorben: 170 (+2)

In angeordneter Quarantäne*: 1.039 (-7)

 

*umfasst aktuell positiv getestete Personen sowie Kontaktpersonen in angeordneter Quarantäne

 

Laborbestätigte Fälle in den Kommunen (in Klammern: gestrige Zahl)

Bergneustadt: 32 (47)

Engelskirchen: 54 (59)

Gummersbach: 87 (100)

Hückeswagen: 18 (17)

Lindlar: 9 (8)

Marienheide: 14 (16)

Morsbach: 18 (17)

Nümbrecht: 27 (32)

Radevormwald: 11 (12)

Reichshof: 16 (19)

Waldbröl: 24 (29)

Wiehl: 31 (28)

Wipperfürth: 12 (12)

 

Durch das Gesundheitsamt erfasst und informiert, aber in der Statistik noch keiner Kommune zugeordnet: 18

 

Verlauf des Infektionsgeschehens: www.obk.de/coronazahlen

 

Weitere Informationen: www.obk.de/coronavirus

 

 

Hoffen auf schnelle Klarheit (Dienstag, 11:50 Uhr)

 

Dr. Johannes Schlechtingen, Medizinischer Leiter des Impfzentrums in Gummersbach, hofft nach der gestrigen Entscheidung, die Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca zunächst auszusetzen, auf schnelle Klarheit. Das Bundesgesundheitsministerium war einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts gefolgt. Hintergrund waren Meldungen über Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. Die Daten werden nun von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA weiter analysiert. Dr. Schlechtingen hofft, dass es wieder grünes Licht gibt für den Impfstoff.

 

„Es ist gut, dass wir ein System haben, in dem alle Nebenwirkungen erfasst werden, die Daten transparent sind und auch wenn nötig reagiert wird“, sagte Dr. Schlechtingen auf Nachfrage. Gestern habe die Politik eine Entscheidung getroffen. Generell gilt es auch die Frage zu klären, ob je nach Häufigkeit der Nebenwirkung der Nutzen der Impfung nicht größer sei.

 

Große Anpassungen an den Betrieb im Impfzentrum soll es zunächst nicht geben. „Die Dienstpläne bleiben erstmal bestehen.“ Allerdings werde man vor Ort flexibel den Einsatz des Personals besprechen. Impflinge, die AstraZeneca verabreicht bekommen haben, sollten vier bis 16 Tage nach der Impfung etwaige Symptome im Auge behalten. Menschen, die bereits geimpft wurden und wo noch die zweite Dosis fehlt, sollten sich noch keine Gedanken machen. Diese erfolge ohnehin erst etwa neun Wochen nach der ersten Spritze. Selbst jene Personen, die als erstes mit dem Impfstoff von AstraZeneca behandelt wurden, hätten noch rund einen Monat Zeit, bevor die nächste Dosis folgen sollte. 

 

 

1.900 AstraZeneca-Termine werden bis Sonntag storniert (Dienstag, 9:25 Uhr)

 

Nach dem vorläufigen Impfstopp für das Vakzin AstraZeneca hat der Oberbergische Kreis bereits gestern 412 Termine im Gummersbacher Impfzentrum storniert. Bis einschließlich Sonntag werden es 1.901 sein, wie eine Sprecherin auf Nachfrage von OA erklärte. Die Impfungen der Menschen über 80 Jahre mit dem Präparat von BionTech laufen wie geplant weiter.

 

Vom Impfstoff Moderna hat der Kreis 780 Dosen zugeteilt bekommen, die laut NRW-Erlass von mobilen Teams in Einrichtungen der Eingliederungshilfe (teilstationäre Einrichtungen, Tagespflegen, Wohngemeinschaften mit älteren oder pflegebedürftigen Menschen oder Menschen mit Behinderungen, Demenz-WGs und Beatmungs-WGs) verabreicht werden. „Weitere Lieferungen von Moderna sind aktuell nicht zu erwarten“, so die Kreissprecherin.

 

 

Kräftiger Anstieg des Inzidenzwertes (Dienstag, 8:40 Uhr)

 

Die 7-Tage-Inzidenz (Zahl der laborbestätigten Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) in Oberberg stieg laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) heute um 13,6 auf 118,4 und ist damit wieder fast genauso hoch wie am Dienstag vor einer Woche (119,1). Die durchschnittliche Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen beträgt heute 82,9 – das ist im Vergleich zu Montag ein Plus von 1,7.

 

Im NRW-Ranking der Regionen mit den höchsten Inzidenzen belegt der Oberbergische Kreis den sechsten Platz (gestern: elfter Platz), mittlerweile wird die 100er-Marke in insgesamt 15 Städten und Landkreisen überschritten. Lediglich in sieben Gebietskörperschaften in Nordrhein-Westfalen ist die 7-Tage-Inzidenz niedriger als 50.

 

Laborbestätigte Fälle in Oberberg in den vergangenen sieben Tagen (nach Altersgruppen/Stand: 15. März/Quelle: LZG)

0 bis 9 Jahre: 39

10 bis 19 Jahre: 35

20 bis 29 Jahre: 44

30 bis 39 Jahre: 47

40 bis 49 Jahre: 48

50 bis 59 Jahre: 58

60 bis 69 Jahre: 29

70 bis 79 Jahre: 6

80 bis 89 Jahre: 13

90 Jahre und älter: 2

 

 

Hier geht's zum Ticker von Montag, 15. März

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