Oberberg - OA hält die Leser über die Neuigkeiten auf dem Laufenden - Impfungen mit AstraZeneca gestoppt (AKTUALISIERT).
Impfung mit AstraZeneca ausgesetzt (Montag, 16:20 Uhr/AKTUALISIERT: 16:50 Uhr)
Auch im Oberbergischen werden die Impfungen mit AstraZeneca mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Das Bundesgesundheitsministerium war heute einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts gefolgt, die Verabreichung vorsorglich zu stoppen. Hintergrund sind neue Meldungen über Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. Die Daten werden nun von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA weiter analysiert und bewertet.
Bereits vereinbarte Termine für das oberbergische Impfzentrum, bei denen AstraZeneca verwendet werden sollte, entfallen vorerst - auch am heutigen Montag wird das Vakzin nicht mehr verimpft. Die Impflinge müssen die Termine nicht stornieren. Impfungen mit Biontech werden wie vereinbart weiter durchgeführt, teilte der Kreis mit.
Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass sich Menschen, die AstraZeneca erhalten haben und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen (zum Beispiel mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen), unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben sollen.
Schulpsychologischer Dienst weitet Beratungsangebot aus (Montag, 15:10 Uhr)
Seit Februar gibt es ein telefonisches Beratungsangebot des Schulpsychologischen Diensts für Familien, das nun wegen der Corona-Situation bis zum Ende des Schuljahres ausgeweitet wird. Eltern sowie Schüler aller Schulformen und Stufen können sich montags, dienstags, mittwochs und freitags zwischen 9 und 12 Uhr sowie zusätzlich dienstags und mittwochs von 13 bis 16 Uhr unter Tel.: 02261/88-40 60 von Schulpsychologen beraten lassen. Die Gespräche erfolgen auf Wunsch auch anonym, Kosten entstehen nicht.
Britische Mutante bei 47 Prozent der positiv Getesteten nachgewiesen (Montag, 11:15 Uhr)
Seit gestern wurden im Oberbergischen drei neue Corona-Fälle gemeldet. Derzeit sind im Kreisgebiet 396 Personen (minus 42) positiv getestet. Die meisten Infektionen gibt es in Gummersbach (100) und Engelskirchen (59). 46 Personen werden stationär in oberbergischen Krankenhäusern behandelt, sechs von ihnen müssen beatmet werden. Die Zahl der in angeordneter Quarantäne befindlichen Personen liegt heute bei 1.046 - das sind 41 weniger als am Sonntag. Die 7-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zu gestern von 116,2 auf 104,8.
Der Anteil der Virus-Mutanten wächst: Bei rund 47 Prozent (vergangenen Freitag: 45 Prozent) der aktuell positiv Getesteten wurden sie nachgewiesen (187 von 396). Stand heute (15. März) tragen 184 Oberberger die britische Mutante B.1.1.7 in sich, drei die südafrikanische Variante B.1.351.
Unter www.obk.de/corona-av gibt es die Auflistung der aktuell gültigen Allgemeinverfügungen zur Quarantäneanordnung für Kontaktpersonen in oberbergischen Einrichtungen.
Die Lage im Kurzüberblick (Stand: Montag, 15. März/0 Uhr)
(in Klammern: Veränderung zum Stand von Sonntag, 14. März/0 Uhr)
7-Tage-Inzidenz: 104,8 (-11,4)
Laborbestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie: 9.145 (+3)
Aktuell positiv getestet: 396 (-42)
Bereits genesen und aus Quarantäne entlassen: 8.581 (+45)
Verstorben: 168 (=)
In angeordneter Quarantäne*: 1.046 (-41)
*umfasst aktuell positiv getestete Personen sowie Kontaktpersonen in angeordneter Quarantäne
Laborbestätigte Fälle in den Kommunen (in Klammern: gestrige Zahl)
Bergneustadt: 47 (54)
Engelskirchen: 59 (61)
Gummersbach: 100 (101)
Hückeswagen: 17 (18)
Lindlar: 8 (12)
Marienheide: 16 (15)
Morsbach: 17 (14)
Nümbrecht: 32 (29)
Radevormwald: 12 (11)
Reichshof: 19 (19)
Waldbröl: 29 (30)
Wiehl: 28 (16)
Wipperfürth: 12 (20)
Durch das Gesundheitsamt erfasst und informiert, aber in der Statistik noch keiner Kommune zugeordnet: 0
Verlauf des Infektionsgeschehens: www.obk.de/coronazahlen
Weitere Informationen: www.obk.de/coronavirus
NRW-Inzidenzwert steigt unaufhörlich (Montag, 8:40 Uhr)
Die 7-Tage-Inzidenz (Zahl der laborbestätigten Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) in Oberberg sank laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) heute um 11,4 auf 104,8. Vor genau einer Woche war der Wert mit 119,8 deutlich höher. Nach Angaben des LZG wurden seit gestern drei neue Corona-Fälle im Kreis registriert. Die durchschnittliche Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen steigt seit Tagen an beträgt heute 81,2 – das ist im Vergleich zum vergangenen Montag ein Plus von 15,4.
Im NRW-Ranking der Regionen mit den höchsten Inzidenzen belegt der Oberbergische Kreis den elften Platz, mittlerweile wird die 100er-Marke in insgesamt 14 Städten und Landkreisen überschritten. Lediglich in neun Gebietskörperschaften in Nordrhein-Westfalen ist die 7-Tage-Inzidenz niedriger als 50.
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