LOKALMIX

Corona-Ticker: Die neuesten Entwicklungen am Dienstag

lo; 02.03.2021, 17:13 Uhr
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Corona-Ticker: Die neuesten Entwicklungen am Dienstag

lo; 02.03.2021, 17:13 Uhr
Oberberg - OA hält die Leser über die Neuigkeiten auf dem Laufenden - Ein weiteres Todesopfer - 323 Oberberger aktuell positiv gestestet - Inzidenz steigt auf über 80 (AKTUALISIERT).

Impfangebot für erste Personen der Priorisierungsgruppe 2 (Dienstag, 17:10 Uhr)

 

Das Land NRW hat das Impfangebot für die Priorisierungsgruppe 2 geöffnet. Menschen, die gemäß Coronavirus-Impfverordnung des Bundes in der Priorisierungsgruppe 2 stehen, wird sukzessive ein Impfangebot unterbreitet. Dies teilt der Oberbergische Kreis mit. Dazu gehören unter anderem ambulant tätiges medizinisches Personal mit regelmäßigem und unmittelbaren Patientenkontakt, aber auch zum Beispiel Lehrer und Erzieher.

 

Die Impfung von vorerkrankten Personen soll laut Kreis voraussichtlich Ende des Monats starten. Weitere Informationen zu den Personengruppen, zu Antragsstellungen und der Terminvergabe gibt es hier bei der Kreisverwaltung.

 

DAK-Analyse: Hygienemaßnahmen helfen auch bei Eindämmung andere Infektionskrankheiten (Dienstag, 16:35 Uhr)

 

2020 ist in Oberberg durch die Corona-Hygienemaßnahmen ein deutlicher Rückgang bei anderen Infektionskrankheiten festzustellen. In der Summe waren, ohne Berücksichtigung des Corona-Virus, 20,8 Prozent weniger Nachweise gemeldet worden. Laut einer Analyse der DAK-Gesundheit, basierend auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts, gingen Norovirus-Infektionen um 60,3 Prozent, Windpocken um 62,3 Prozent und Erkrankungen durch Rota-Viren um 60,7 Prozent zurück. „Der positive Effekt bei den Ansteckungen zeigt, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie prinzipiell wirken. Die Übertragung vieler anderer gefährlicher Krankheiten wurde so verhindert“, sagt Wolfgang Brelöhr von der DAK-Gesundheit in Gummersbach. „Die Maßnahmen wie etwa Schul- und Kitaschließungen, Homeoffice, Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Handhygiene haben beispielweise die Übertragung von Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen verhindert und damit insgesamt einen positiven Einfluss.“

 

 

Sormas: Schnellstmögliche Einführung geplant (Dienstag, 15:15 Uhr)

 

Bund und Länder hatten im vergangenen Monat beschlossen, dass in allen Gesundheitsämtern die Corona-Software „Sormas“, entwickelt vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, eingeführt werden soll, um den Datenaustausch unter den Behörden im Kampf gegen die Pandemie zu erleichtern. Der Oberbergische Kreis steht jetzt auch in den Startlöchern. „Es sind noch technische und organisatorische Punkte zu klären. Auf die schnellstmögliche Einführung wird hingearbeitet. Schulungen des Personals im Umgang mit dem System finden bereits statt“, teilte eine Kreissprecherin auf OA-Nachfrage mit, ohne ein konkretes Datum nennen zu können. Das bislang eingesetzte System sei mit „Sormas“ vergleichbar und werde nicht nur vom Gesundheitsamt in Oberberg genutzt.

 

 

Maskenpflicht in Wipperfürth und Lindlar größtenteils eingehalten (Dienstag, 15:00 Uhr)

 

Nach Angaben des Ordnungsamtes Wipperfürth haben sich nach der Einführung der Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt (OA berichtete) die meisten Bürger an die Verfügung der Stadtverwaltung gehalten. Ordnungsgelder wurden bislang nicht verhängt. „Am Sonntagnachmittag wurden allerdings vermehrt mündliche Verwarnungen ausgesprochen“, erklärte Stadtsprecherin Sonja Puschmann. „Da keine Personalien aufgenommen wurden, liegen konkrete Zahlen nicht vor“, berichtete Ordnungsamtschef Björn Unterstenhöfer. Alle Angesprochenen seien der Aufforderung zum Aufsetzen einer Maske nachgekommen.

 

Dass insbesondere auswärtige Besucher ohne Maske angetroffen wurden, liege an der bislang dürftigen Beschilderung in den betroffenen Bereichen. „Wir mussten in der vergangenen Woche schnell reagieren, in den kommenden Tagen werden weitere Hinweisschilder angebracht“, sagte Puschmann. Sie wies darauf hin, dass auch am Busbahnhof nach wie vor Maskenpflicht besteht, wenngleich dieser in der Verfügung nicht mit aufgeführt ist. Das sei durch die Verordnung des Landes NRW geregelt.

 

Im Lindlarer Freizeitpark und den angrenzenden Bereichen besteht ebenfalls seit einigen Tagen einen Maskenpflicht. Wie Bürgermeister Dr. Georg Ludwig auf Nachfrage mitteilte, hatten sich am Samstag auf dem Areal verteilt etwa 150 Menschen aufgehalten, am Sonntag waren es circa 50. 14 (Samstag) beziehungsweise acht Personen (Sonntag) trugen keinen Mund-Naseschutz, setzten sich aber nach der Ermahnung durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes unverzüglich eine Maske auf. Dr. Ludwig: „Da die Maßnahme neu ist, haben wir es bei mündlichen Verwarnungen belassen.“

 

 

Neuer Impferlass: CDU-Politiker hoffen auf Impfzentrum im Kreisnorden (Dienstag, 14:45 Uhr)

 

Ein Satz im neuesten Impferlass zur Impfung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen könnte Bewegung in die Diskussion um ein Impfzentrum im Kreisnorden bringen. Unter dem Punkt „Ausbau der Impfkapazitäten“ ist nachzulesen, dass sofern die Räumlichkeiten in den bestehenden Impfstellen den Aufbau weiterer Impfstraßen nicht erlauben - aber auch in Flächenkreisen -, die Einrichtung einer weiteren Impfstelle in Betracht gezogen werden kann.

 

Dazu erklären der CDU-Landtagsabgeordnete für Radevormwald, Jens Peter Nettekoven, und der Fraktionsvorsitzende der CDU Radevormwald Dejan Vujinovic: „Wir begrüßen die Entscheidung des Ministeriums, dass in Flächenkreisen wie dem Oberbergischen Kreis künftig eine weitere Impfstelle geschaffen werden kann. Dies ist gute Nachricht für die Bürger von Radevormwald und gibt Anlass zur Hoffnung, dass diese zum Impfen bald nicht mehr die Reise ins 34 Kilometer entfernte Impfzentrum nach Gummersbach auf sich nehmen müssen.“ Der neue Erlass schaffe die rechtlichen Voraussetzungen, dies in Angriff zu nehmen. „Jetzt ist der Oberbergische Kreis am Zuge, die neuen Freiräume im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger zu nutzen“, so die beiden Politiker.

 

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Ein weiterer Mensch verstorben, 323 Oberberger aktuell positiv getestet (Dienstag, 9:45 Uhr)

 

Laut Kreisverwaltung ist ein weiterer Mensch aus dem Oberbergischen verstorben, der zuvor nachweislich positiv auf Corona getestet worden war: ein 85-jähriger Mann aus Wiehl. Die Zahl der Todesopfer in der Region im Zusammenhang mit dem Virus erhöht sich damit auf 158.

 

Seit gestern wurden in Oberberg 22 neue Corona-Fälle gemeldet, 21 Menschen konnten als genesen aus der Quarantäne entlassen werden. Aktuell sind im Kreisgebiet 323 Personen positiv getestet. Die meisten Infektionen gibt es weiterhin in Wipperfürth (62), gefolgt von Bergneustadt (40) und Waldbröl (36). 15 Fälle sind zwar vom Gesundheitsamt erfasst, aber noch keiner Kommune zugeordnet worden.

 

53 Menschen (gestern: 45) werden stationär in oberbergischen Krankenhäusern behandelt, acht von ihnen müssen beatmet werden. Die Zahl der in angeordneter Quarantäne befindlichen Personen liegt heute bei 815 - das sind neun weniger als am Montag. Die 7-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zu gestern um 2,2 auf 81,2.

 

Unter www.obk.de/corona-av gibt es die Auflistung der aktuell gültigen Allgemeinverfügungen zur Quarantäneanordnung für Kontaktpersonen in oberbergischen Einrichtungen.

 

Die Lage im Kurzüberblick (Stand: Dienstag, 2. März/0 Uhr)

(in Klammern: Veränderung zum Stand von Montag, 1. März/0 Uhr)

 

7-Tage-Inzidenz: 81,2 (+2,2)

Laborbestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie: 8.536 (+22)

Aktuell positiv getestet: 323 (=)

Bereits genesen und aus Quarantäne entlassen: 8.055 (+21)

Verstorben: 158 (+1)

In angeordneter Quarantäne*: 815 (-9)

 

*umfasst aktuell positiv getestete Personen sowie Kontaktpersonen in angeordneter Quarantäne

 

Laborbestätigte Fälle in den Kommunen

Bergneustadt: 40

Engelskirchen: 27

Gummersbach: 26

Hückeswagen: 23

Lindlar: 9

Marienheide: 21

Morsbach: 9

Nümbrecht: 14

Radevormwald: 12

Reichshof: 16

Waldbröl: 36

Wiehl: 13

Wipperfürth: 62

 

Durch das Gesundheitsamt erfasst und informiert, aber in der Statistik noch keiner Kommune zugeordnet: 15

 

Verlauf des Infektionsgeschehens: www.obk.de/coronazahlen

 

Weitere Informationen: www.obk.de/coronavirus

 

 

Inzidenzwert steigt schon wieder (Dienstag, 8:25 Uhr)

 

Die 7-Tage-Inzidenz (Zahl der laborbestätigten Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) in Oberberg liegt laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) heute wieder über dem Wert von 80 (81,2) und damit deutlich höher als am Dienstag vor einer Woche (62,1). Nach Angaben des LZG wurden seit gestern 22 neue Corona-Fälle im Kreis registriert. Die durchschnittliche Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen beträgt heute 64,3 – das ist im Vergleich zu Montag ein Minus von 0,2.

 

Im NRW-Ranking der Regionen mit den höchsten Inzidenzen befindet sich Oberberg auf dem 13. Platz (gestern: 15. Platz), Spitzenwerte über 100 erreichen heute der Märkische Kreis (124,6), Solingen (124,3), der Kreis Düren (102,8) und Hagen (101,2). In 14 Gebietskörperschaften in Nordrhein-Westfalen ist die 7-Tage-Inzidenz niedriger als 50, unterhalb der Marke von 35 bewegen sich weiterhin nur die Städte Bielefeld (31,4) und Münster (32,7) sowie der Landkreis Coesfeld (30,4).

 

Hier geht's zum Ticker von Montag, 1. März


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