LEICHTATHLETIK
Drei Marokkaner hängten das Feld ab
Gummersbach – Beim 17. AggerEnergie- und Sparkassenlauf Gummersbach gingen heute über 1.400 Sportler an den Start – Lokalmatador Richard Glatz wurde Vierter (AKTUALISIERT).
Von Michael Kleinjung
Man hatte das Gefühl, dass heute ganz Gummersbach auf den Beinen war. Bei den Bambini und Schülerläufen gab es auf dem Lindenplatz kaum mehr ein Durchkommen, war doch dort nicht nur Start und Ziel, sondern es fanden auch die Siegerehrungen im Schatten der Katholischen Kirche statt. Nicht zuletzt hatte bestes Laufwetter dazu beigetragen, dass der 17. AggerEnergie- und Sparkassenlauf Gummersbach, mit über 1.400 Startern in der Kreisstadt, ein großartiger Erfolg beschert war.
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[Die schnellsten Läufer über 10 km: (v.l.) Richard Glatz von der LG Gummersbach und die Marokkaner Idriss Oubaha (1536), Noureddine Mansouri (1535) und Rachid Sonchi (1563).]
Richard Glatz von der LG Gummersbach schaffte es es beim heutigen 10 km Stadtlauf nicht ganz aufs Treppchen und wurde Vierter. Dagegen hatten die drei Marokkaner Noureddine Mansouri, Rachid Sonchi und Idriss Oubaha etwas einzuwenden. Gegen den drittplatzierten Oubaha sah es während des Laufs zeitweise noch so aus, als könne der Sieger der Stadtläufe in Bergneustadt und Wipperfürth zumindest diesem Paroli bieten: „Nach dem Lauf am Freitag in Wipperfürth waren die Beine zu müde, um ihn noch zu schlagen“, so Glatz.
Souverän sah es bei den Damen aus: Mit großem Vorsprung lief Christel Dörschel (38:08), die für Firma Pferd unterwegs war, durchs Ziel. „Ich war eigentlich in der ersten Runde noch auf 36 (Minuten) Kurs, wurde aber von Runde zu Runde langsamer. Es war viel zu warm und musste viele überrunden, was nochmal Kraft gekostet hat“, beschrieb Dörsch ihren Lauf. Die zweitplatzierte Marlen Günther (LAZ Puma Rhein-Sieg) brauchte knapp drei Minuten länger, dritte wurde Debora Dawuoh, die für den TSV Bayer Leverkusen an den Start gegangen war.
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[Die Schnellsten Frauen über 10 km: Bild oben: Christl Dörschel, unten: Marlen Günther (1384) und Debora Dawuoh (1557).]
Beim 4 km Volkslauf ,holte sich mit dem 18-jährige Oliver Schuld aus Gummersbach-Windhagen ein alter Bekannter den Sieg. Hatte er doch zwei Tage zuvor auch den 4,7 km Lauf in Wipperfürth gewonnen. „Das war ein gelungenes Wochenende für mich und es hat Spaß gemacht. Die Siege möchte ich gerne meinem Trainer Bernhard Wald aus Wipperfürth widmen, der leider verstorben ist.“ Julia Köchling freute sich indes über ihren Sieg bei den Damen über 4 km. „Es war anstrengend aber super und ich bin froh, dass ich es geschafft habe“, strahlte die 16-Jährige, die heute für das Lindengymnasium lief.
[Julia Köchling holte sich den Sieg über die 4 km bei den Damen.]
Es waren viele Gruppen, Firmen- und Vereinsvertreter am Start. Darunter fielen besonders blaue Shirts mit der Aufschrift DHPG auf. „Das bedeutet Dr. Harzem & Partner. Wir sind hier in Gummersbach und mit 20 Läufern dabei“, so der Teamsprecher des Wirtschaftsprüfungsunternehmens, Matthias Kausemann. Auch dabei, die Läufer der Sparkasse Gummersbach und der AggerEnergie, die den Lauf Jahr für Jahr unterstützen. Sparkassenvorstand Frank Grebe als auch AggerEnergie-Chef Frank Röttger, gaben jeweils Startschüsse bei den Hauptläufen. „Es ist wieder eine fantastische Veranstaltung mit traumhaftem Wetter und es ist echt super, was hier in der Stadt los ist und die LG Gummersbach mit ihren Partnern hier auf die Beine gestellt haben“, so Grebe.
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[Sieger über 4 km: (v.l.) Michael Szepanski (44) Oliver Schuld (99), Christoph Niemann (65).]
Als Zuschauer am Straßenrand stand auch die 86-jährige Lauflegende Hans Toelstede, der über Jahrzehnte bis zum Glühweinlauf vor einem halben Jahr in Marienhagen, bei allen großen Laufveranstaltungen im Oberbergischen dabei war. Auch die Hauptorganisatorin Dorothée Klasen von der LG Gummersbach schaute sich die Veranstaltung in diesem Jahr Jahr von außen an. „Zum ersten Mal moderiere ich nicht und kann endlich die Atmosphäre an der Laufstrecke genießen und mir Überblick verschaffen“, so Klassen, die in der Vergangenheit mit dem Mikro nur an Start- und Ziellinie vertreten war. Die Moderation hatte sie an Jochen Baumhof übergeben, der für fast jeden Läufer einen passenden Spruch parat hatte und seine Premiere am Mikrofon souverän meisterte.
Klassen war es besonders wichtig, allen Sponsoren, den Vereinsvertretern uns sonstigen Helfern ihren Dank auszusprechen: „Ohne sie wäre das alles hier nicht möglich.“
Alle Ergebnisse gibt es hier.
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