HANDBALL

Nordrhein schafft Tatsachen und bleibt bei Handball360

pn; 25.08.2026, 11:00 Uhr
Symbolfoto: KI mit Google Gemini erstellt ---- Der Handballverband Nordrhein wird mit der neuen Verbandsmanagementsoftware Handball360 in die neue Saison starten. Das hat das Erweiterte HNR-Präsidium beschlossen.
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Nordrhein schafft Tatsachen und bleibt bei Handball360

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pn; 25.08.2026, 11:00 Uhr
Oberberg - Nach den erfolgreichen Rückmeldungen aus der Regionalliga Südwest wird der Handballverband Nordrhein im Gegensatz zu anderen Verbänden an Handball360 festhalten und mit der neuen Verbandsmanagementsoftware in die Saison starten.

Von Peter Notbohm

 

Mit Spannung blickten viele Ehrenamtler im Handball am vergangenen Wochenende in die Regionalliga Südwest. Dort startete bereits jetzt der Spielbetrieb und war damit auch die Premiere für das neue Verbandsmanagementsystem Handball360, das aufgrund der schleppenden Entwicklung bundesweit seit Wochen in der Kritik steht. Bereits vergangene Woche erklärten die Handballverbände Hessen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Niedersachsen für eine Übergangssaison zu ihren alten Software-Tools von nu.liga zurückzukehren und Handball360 nur parallel mit weiterzuentwickeln.

 

Auch beim Handballverband Nordrhein (HNR) gab es vergangene Woche eine Sondersitzung (OA berichtete). Dort ließ man den Beschluss aber bis zum Wochenende offen, auch um die Erfahrungen aus der Regionalliga Südwest abzuwarten. Nun hat der Verband am Montag aber Fakten geschaffen und sich zu Handball360 bekannt. Das Erweiterte Präsidium des HNR (zwölf Kreisvorsitzende und acht Präsidiumsmitglieder) stimmten mit deutlicher Mehrheit (17:3) für die neue Software.

 

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„Ich versichere Euch und Ihnen, dass sich keines der vorgenannten stimmberechtigten Mitglieder die Wahl einfach gemacht hat. Jeder hat nochmals genau hingehört, was die Basis sagt, aber auch, welche Prämissen und finanzielle Risiken darüber hinaus noch mit ins Kalkül gezogen werden müssen“, schreibt HNR-Präsident Stefan Butgereit in einem Brief an die HNR-Vereine.

 

Der DHB feierte den Start in die neue Saison mit den Worten „Premiere geglückt“. „Der erfolgreiche Start in das erste Spieltagswochenende ist ein wichtiges Signal für Handball360 und für die gesamte Handball-Gemeinschaft", sagt Dr. Klaus Berding, Vorstand Finanzen und Recht des DHB. „Nach den intensiven Vorbereitungen der vergangenen Wochen und Monate freuen wir uns sehr darüber, dass die spielbetriebsrelevanten Prozesse zuverlässig funktioniert haben."

 

Die positiven Rückmeldungen seien vermutlich ein Grund gewesen, warum das HNR-Präsidium so deutlich für Handball360 gestimmt hat, vermutet Karl-Walter Marx, Spielwart Handballkreis Oberberg und HNR-Vize-Präsident Spieltechnik: „Der Start ist wirklich sehr gut verlaufen. Es gab keine Verzögerungen und Ausfälle.“ Ein weiterer Grund dürfte gewesen sein, dass die Rückkehr zu nu.liga aus seiner Sicht einen erheblichen Mehraufwand für alle Vereine bedeutet hätte.

 

Zumindest in Foren und in den Sozialen Medien gab es am Wochenende aber auch weiterhin Kritik an Handball360. Es habe viele kleine Probleme gegeben, schreiben mehrere Ehrenamtler aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Inzwischen haben auch weitere Handballverbände die Reißleine gezogen. Auch Bayern und Baden-Württemberg kündigten an, bei ihren alten Software-Tools zu bleiben und die vollständige Umstellung auf Handball360 auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

 

Im Nordrhein bleiben den Entwicklern noch zweieinhalb Wochen bis zum Saisonstart, um weitere Kinderkrankheiten der Software zu beseitigen und die wichtigsten Funktionen vollumfänglich ans Laufen zu kriegen. Das betont auch Butgereit. Die Entscheidung für Handball360 sei „keine Entscheidung aus vollster Überzeugung“, weil das System eben nicht reibungslos funktioniere und es vor allem im Passwesen noch enorme Gaps gebe. Im Verband rechnet man daher auch mit einem holprigen Start, weshalb Butgereit schon jetzt allen Ehrenamtlern dankte, die täglich einen enormen Beitrag dafür leisten, dass der Spielbetrieb funktioniere.

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