HANDBALL

Duell mit dem Tabellennachbarn: Oberwiehl will sich revanchieren

bm, pn, thg; 19.02.2026, 10:00 Uhr
Foto: Erhard Krupp ---- Nach dem jüngsten Sieg gegen das Topteam der HSG Siebengebirge-Thomasberg II treten die Oberwiehler beim Tabellennachbarn Köln-Wahn an.
HANDBALL

Duell mit dem Tabellennachbarn: Oberwiehl will sich revanchieren

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bm, pn, thg; 19.02.2026, 10:00 Uhr
Oberberg - Oberliga: Löwen und Gelpe/Strombach II auswärts nur Außenseiter - Verbandsliga: Oberwiehl muss zum Tabellennachbarn Köln-Wahn - Hückeswagen rechnet sich in Langenfeld wenig aus - Nümbrecht II in Köln gefordert.

Vorschau Oberliga Männer

 

HSG Siebengebirge-Thomasberg – HBD Löwen Oberberg (Samstag, 18:30 Uhr).

 

Hinspiel: 25:21.

 

Es fehlt: Alen Caber (Verletzung).

 

Einsatz fraglich: Nils Welke (krank).

 

Eins der leichtesten Spiele der gesamten Saison wartet auf die Oberliga-Handballer der HBD Löwen Oberberg am Samstag. „Ich habe eigentlich immer einen gewissen Zweckoptimismus, aber bei Siebengebirge können wir eigentlich nur positiv überraschen“, schraubt Trainer Maik Thiele die Erwartungen vor dem Match beim Tabellenzweiten weit nach unten. Im Sommer hatte der Löwen-Coach noch erwartet, dass der Regionalligaabsteiger mit seinem Topkader einsam und allein durch die Liga marschieren würde. Mit 28:2 Punkten wurde das Team aus Oberpleis den Erwartungen zwar gerecht, mit dem Überraschungsteam aus Königsdorf (29:1 Punkte) hat die HSG aber einen ernstzunehmenden Konkurrenten im Titelkampf.

 

Thiele würde es am Samstag bereits reichen, „wenn wir einfach mal wieder eine gute Leistung bringen und vernünftig mit unseren Chancen umgehen“. Vor allem die überraschende 26:28-Heimniederlage im Nachholspiel gegen Ligaschlusslicht Pulheim hatte demoralisierende Wirkung. Seinen Spieler hatte der Löwen-Coach über Karneval deshalb freigegeben, „damit wir den Kopf mal wieder freikriegen“. Denn dort hat er die aktuellen Probleme verortet: „Ich sehe kein Fitnessproblem bei den Jungs, trotzdem sind die Lücken in unserer Abwehr zu groß. Wir rücken momentan nicht vernünftig nach.“ Ohne gut funktionierende Defensive werden die Oberberger auf den Sonnenhügel aber nicht bestehen können, weiß Thiele: „Mit Lars Degenhardt haben sie einen erfahrenen Trainer auf der Bank. Sie spielen ihre Konzepte auf den Punkt und wenn sie dann mal ein einfaches Tor brauchen, haben sie immer noch Simon Schlösser auf der Mitte.“ (pn)

 

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MTV Köln II – HC Gelpe/Strombach II (Sonntag, 16 Uhr).

 

Hinspiel: 31:25.

 

Es fehlt: Lasse Jürges (beruflich verhindert).

 

Die Vorbereitung auf das Auswärtsmatch in der Domstadt läuft bei den HC-Handballern alles andere als ideal. Trainer Ilja Schattner muss derzeit krank das Bett hüten, am Rosenmontag fiel zudem das Training wegen Karneval aus. Und auch am Mittwoch konnte der Aufsteiger nicht trainieren, sondern musste das Pokal-Viertelfinale gegen den Regionalligisten SSV Nümbrecht (Spielbericht) absolvieren. Zumindest eine positive Nachricht gab es unter der Woche aber: Der Verein hat es geschafft, dass Sommer-Neuzugang Ole Windhorst nach der Abtretung des Zweitspielrechts an den Bezirksoberligisten TS Herzogenaurach (OA berichtete) nun doch wieder für die HC-Reservemannschaft spielberechtigt ist. „Er hat jetzt lange nicht gespielt und braucht natürlich erst einmal Spielpraxis. Auf lange Sicht wird er uns mit seiner Qualität aber definitiv weiterhelfen“, meint Schattner.

 

Das Spiel in Köln stuft er als Match ein, „in dem wir nicht unbedingt punkten müssen“. Die MTV-Reserve spielt die von Schattner erwartet starke Saison und liegt mit 19:11 Punkten momentan auf Rang vier. Erst vor der Karnevalspause endete für Köln mit der 26:30-Niederlage im Topspiel bei Wölfe Voreifel eine Siegesserie von fünf Spielen in Folge. „Das ist eine ausgeglichen besetzte Mannschaft, die sehr diszipliniert mit vielen Kreuzungen agiert. Sie lassen sich nur selten aus der Ruhe bringen und spielen ihren Stiefel herunter – meist mit Erfolg“, so der HC-Coach. Zwar müsse jedes Spiel erst einmal gespielt werden, sagt Schattner, für ihn sei das Match trotzdem eher eine Vorbereitung auf die anstehenden Aufgaben gegen die Teams, die hinter Gelpe/Strombach II in der Tabelle stehen: „Wir wollen uns weiter festigen und unser Spielsystem voranbringen.“ (pn)

 

 

Vorschau Verbandsliga Männer

 

SG Langenfeld II – ATV Hückeswagen (Samstag, 17 Uhr).

 

Hinspiel: 33:21.

 

Es fehlen: Pascal Tholl, Lucas Frischmuth (beide Verletzung), Arne Höhfeld (Trainingsrückstand), Maximilian Cantow (privat verhindert).

 

Einsatz fraglich: Fabio Krempel (krank)

 

Deutlich entspannt hat sich die Lage bei den Handballern des ATV Hückeswagen im Abstiegskampf der Verbandsliga-Staffel 3. Mit dem 23:18-Heimsieg gegen die SSG Wuppertal/HSV Wuppertal haben die Oberberger nun immerhin ein Vier-Punkte-Polster auf den einzigen Abstiegsplatz. Dass Hückeswagen diesen Vorsprung am Wochenende weiter ausbauen kann, ist eher unwahrscheinlich. Es geht zum Tabellenzweiten aus Langenfeld. Für ATV-Trainer Markus Pabst sind die Gastgeber „das spielstärkste Team der Liga“. Das bekamen die Oberberger auch schon bei der 21:33-Klatsche im Hinspiel zu spüren.

 

Zudem dürfte Langenfeld II angestachelt in das Duell gehen: Die Mannschaft von Martin Wendt unterlag vor der Karnevalspause im Topspiel dem Wermelskirchener TV mit 24:25 und musste die Tabellenführung an Wermelskirchen abgeben. Pabst sieht die Situation nüchtern: „Bei uns muss alles stimmen, bei ihnen vieles nicht zusammenpassen, damit wir dort etwas holen können. Für uns geht es darum, uns weiter zu verbessern und die nächsten Schritte zu machen.“ Dazu zählt er neben der defensiven Stabilität vor allem die eigene Angriffseffektivität. Erneut fraglich ist der Einsatz von Fabio Krempel, der sich nach seiner Zahn-OP nun auch noch eine Grippe eingefangen hat. Wieder im Training befindet sich Arne Höhfeld nach seinem Daumenbruch. Ein Einsatz in Langenfeld kommt aber noch zu früh. (pn)

 

 

TV Jahn Köln-Wahn – CVJM Oberwiehl (Samstag, 18:30 Uhr).

 

Hinspiel: 29:29.

 

Es fehlen: Christopher Koch, Henrik Berndt, Leon Binder.

 

Für die Oberwiehler ist der Blick auf das jüngste Auswärtsspiel bei Köln-Wahn ein schmerzlicher. Zwar ist das Duell aus der Vorsaison mehr als ein Jahr her – Eindruck hat es dennoch hinterlassen. „Da müssen wir ehrlich sagen, dass wir nicht gut ausgesehen haben“, erinnert sich CVJM-Trainer Christian Schüttenhelm an die 26:37-Klatsche. Beim Hinspielauftritt in der aktuellen Spielzeit sah es dann schon deutlich besser aus. 29:29 trennten sich die Kontrahenten und lieferten sich dabei über die gesamte Spielzeit einen spannenden Schlagabtausch auf Augenhöhe. Sechs Sekunden vor der Schlusssirene trafen die Gastgeber zum vielumjubelten Ausgleich. Auf Augenhöhe blieben die Teams auch in den folgenden Wochen. Mit nur zwei Pluspunkten mehr auf dem Konto und noch einem Spiel mehr im Restprogramm stehen die Domstädter einen Tabellenplatz vor den Oberwiehlern. Die jüngsten Ergebnisse waren jedoch nicht berauschend. Mit 25:34 wurde man vom Tabellenführer TuS Opladen II abgefertigt, im letzten Spiel vor der Karnevalspause besiegte man den Tabellenletzten aus Nümbrecht nur mit einem Tor Unterschied.

 

In Oberwiehl herrscht nach dem jüngsten Sieg über den Topgegner HSG Siebengebirge-Thomasberg II derweil Zuversicht. „Nach dem letzten Sieg gehen wir mit einem guten Gefühl ins Spiel gegen Wahn“, sagt Schüttenhelm, der sich intensiv auf den Gegner vorbereitet hat. „Die spielen eine sehr gute und variable 6:0-Deckung bei der die Halben ein bisschen offensiver sind und der Mittelblock etwas defensiver steht. Im letzten Spiel sind sie im Mittelblock aber etwas offensiver gewesen. Die haben zwei Systeme. Für uns geht es darum, abhängig von dem, was sie machen, ruhig zu bleiben und die Chancen, die sie uns bieten, zu nutzen.“ In der Offensive wollen die Oberwiehler an die jüngst gezeigten starken Leistungen anknüpfen. „Mit viel Tempo nach vorne, in die Lücken reingehen, das Spiel breit machen und auf allen Positionen gefährlich sein. Im letzten Spiel haben wir es geschafft, dass wir bei den Torschützen unheimlich variabel waren. Jeder hat Verantwortung übernommen. Ich glaube, wenn wir unser Spiel machen, dass wir auch eine Chance haben“, hofft Schüttenhelm auf Revanche für die Pleite in der Vorsaison. (thg)

 

 

Polizei SV Köln - SSV Nümbrecht II (Samstag, 19:30 Uhr).

 

Hinspiel: 29:30.

 

Es fehlen: Kevin Schieferdecker, Joshua Pottgießer (beide privat verhindert), Leon Ernst (Verletzung).

 

Einsatz fraglich: Mats Weber (angeschlagen).

 

Die Verbandsliga-Männer des SSV Nümbrecht haben in der laufenden Saison erst vier Punkte gesammelt, zwei davon stammen aus dem Hinspiel gegen den Polizei SV Köln. Am zweiten Spieltag hatte der SSV nach einem deutlichen Rückstand zur Pause das Spiel noch mit einer starken Abwehrleistung gedreht und gewann knapp mit 30:29. Dieses Ergebnis möchte Trainer Patrick Seebaum aber nicht überbewerten: „Wir dürfen uns vom Hinspielsieg nicht blenden lassen. Polizei tritt zuhause ganz anders auf als bei Auswärtsspielen. Wir werden auf einen starken Gegner treffen.“ Das Team aus der Kölner Südstadt steht in der Saison nach dem Oberliga-Abstieg mit 16:12 Punkten im Niemandsland der Tabelle und wird weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun haben.

 

Die Nümbrechter hingegen belegen den letzten Tabellenplatz, zeigten aber im letzten Spiel vor Karneval gegen den TV Jahn Köln-Wahn eine ansprechende Leistung. Seebaum schreibt weiter an diesem Aufwärtstrend: „Wir haben über Karneval trainiert und weiter an unserer Sicherheit gearbeitet. Wir versuchen uns weiter zu festigen und zu entwickeln.“ Inklusive der anstehenden Auswärtspartie trifft seine Mannschaft in den nächsten drei Wochen nur auf Gegner aus der oberen Tabellenhälfte. Spätestens ab dem 18. Spieltag, wenn der Tabellenvorletzte SG Monheim zu Gast ist, brauchen die Südkreisler wieder etwas Zählbares, um im Abstiegskampf nicht den Anschluss zu verlieren. (bm)

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