Oberberg - Blau-Weiß Köln war für das Kellerkind aus Wiehl zu stark - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga.
FV Wiehl – Blau-Weiß Köln 2:6 (1:3).
Nichts zu holen gab es für den abstiegsbedrohten FV Wiehl im Duell mit Blau-Weiß Köln. Erneut zeigte sich, dass das Kellerkind gegen die Teams aus dem oberen Tabellendrittel zum Teil überfordert wirkt. So gab es erneut eine krachende Pleite für das Kellerkind, das nun schon 35 Gegentore kassiert hat. Interimscoach Marek Lesniak war bedient und sprach von einer verdienten Niederlage. „Der Gegner war fitter, spritziger und schneller als wir und hatte eine gute Raumaufteilung. Die waren ganz klar besser. Das muss man anerkennen“, sagte er.
Bereits nach anderthalb Minuten wurden die Hausherren kalt erwischt. Nachdem Maximilian Vollmer, der wegen der Abwesenheit von Stammkeeper Justin Broy für die heutige Partie reaktiviert wurde, den Ball weggefaustet hatte, waren die Kölner gedankenschneller. Paul Amice nagelte das Leder an den Pfosten, von dort fiel es vor die Füße von Ben Königs, der zum 0:1 abstaubte. An dem frühen Rückstand hatte Wiehl merklich zu knabbern. Gegen die sehr ballsicher und taktisch flexibel agierenden Gäste offenbarte die Lesniak-Elf massive Abstimmungsschwierigkeiten und Riesenlücken.
Vor dem 0:2 war man bei einem Einwurf der Blau-Weißen nicht im Bilde bzw. fehlte die Präsenz in den Zweikämpfen. Claas-Christian Paulsen zimmerte das Spielgerät satt ins Netz. Und auch der dritte gefährliche Vorstoß der Domstädter saß: Diesmal ging die linke Wiehler Abwehrseite nach einem simplen Doppelpass weit auf. Paulo Flender bediente Amice, der keine Mühe mehr hatte.
Erst danach schafften es die Gastgeber, sich zumindest phasenweise in die gegnerische Hälfte vorzutasten. Irgendwie bezeichnend allerdings, dass die erste Abschlusschance zum Rohrkrepierer wurde, weil sich Jan Peters und Yannik Clemens gegenseitig behinderten. Letzterer schaufelte den Ball nach einem weiten Pass von Ali Can Gültekin klar drüber (23.). Danach verpasste Köln den vorzeitigen Knockout: Erst zielte Max Krauß freistehend vorbei, als sich die FV-Abwehr abermals zu passiv verhielt (33.), dann parierte Vollmer gegen Paulsen (38.).
Dass man doch mit etwas Resthoffnung in die Kabine gehen konnte, war Yannick Zwiebel zu verdanken, der einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer hinweg in die Maschen zirkelte. In der Nachspielzeit wäre Zwiebel beinahe der zweite Kunstschuss gelungen, doch diesmal klatschte sein ruhender Ball an die Querstange (45.+1). Nach der Pause steuerte der eingewechselte Alexander Marks allein auf den Kasten zu, schob den Ball aber in die Arme des Torhüters. Wenig später machten die Gäste durch Amice und Oliver Bering endgültig den Deckel drauf.
Vollmer musste bei seinem Überraschungscomeback sogar noch das 1:6 schlucken, bevor dem eingewechselten Yüksel Özkan eine Ergebniskorrektur gelang „Ich kann nicht sagen, dass die Jungs sich nicht bemüht haben, aber so darfst du dich zu Hause nicht präsentieren. In der ersten halbe Stunde und ab der 65. Minute war es komplett zum Vergessen. Jetzt haben wir in fünf Tagen das Derby gegen Schönenbach. Da müssen wir versuchen, uns das zurückzuholen, was wir heute verloren haben“, blickte Lesniak schon einmal auf das „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den Lokal- und Kellerkonkurrenten am nächsten Freitag.
Tore
0:1 Ben Königs (2.), 0:2 Claas-Christian Paulsen (12.), 0:3 Paul Amice (19.), 1:3 Yannick Zwiebel (41.), 1:4 Paul Amice (65.), 1:5 Oliver Bering (70.), 1:5 Maik Spiekermann (75.), 2:6 Yüksel Özkan (89.).
FV Wiehl
Maximillian Vollmer; Gino Lanfranco (60. Elias Butzmuehlen), Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin (46. Alexander Marks), Kevin Derksen (73. Sem Likya), Yekcan Yildirim, Vincent Stoffel, Yannick Zwiebel (60. Yüksel Ökzan), Yannik Clemens (84. Marvin Bollow), Florian Liebelt, Jan Peters.
SSV Homburg-Nümbrecht - SV Schönenbach 5:0 (0:0).
Zum Bericht vom Derby am Freitag geht es hier.