WIRTSCHAFT

Unternehmen beklagen digitale Langsamkeit

Red; 30.12.2020, 08:00 Uhr
WIRTSCHAFT

Unternehmen beklagen digitale Langsamkeit

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Red; 30.12.2020, 08:00 Uhr
Oberberg - Umfrage der IHK zeigt: Über 90 Prozent sehen Telekommunikations-Infrastruktur als extrem wichtig an, aber nur rund jede zweite Firma mit bis zu 250 Beschäftigten ist mit dem aktuellen Zustand zufrieden.

Seit 2010 führt die Industrie- und Handelskammer Köln jährlich eine Konjunktur- und Strukturbetrachtung bei Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten durch, die ihren Sitz im Bezirk der IHK Köln und damit auch im Oberbergischen Kreis haben. Im Ergebnis haben die Unternehmen der Wirtschaftsregion Köln im Coronajahr 2020 dieselbe Note gegeben wie im Jahr zuvor: 2,6. Der Oberbergische Kreis liegt wie im Vorjahr bei 2,7.

 

Für die kleinen und mittleren Unternehmen im Oberbergischen Kreis ist die Telekommunikations-Infrastruktur in Sachen Standortwichtigkeit die Top-Priorität: Neun von zehn Betrieben (92,1 Prozent) halten sie für wichtig. Weitere wichtige Indikatoren für die Standortqualität, die von den oberbergischen Unternehmen genannt wurden, sind der Zustand der kommunalen Straßen (87,5 Prozent), die Erreichbarkeit über kommunale Straßen (83,3 Prozent), die Energiekosten (81,5 Prozent), die Erreichbarkeit der Absatzmärkte/Kundennähe (79,4 Prozent), die Qualifikation der verfügbaren Arbeitskräfte (79,4 Prozent) die Gewerbesteuer (78,8 Prozent), der Zustand der überregionalen Straßen (78,5 Prozent), die Erreichbarkeit über Landes- und Bundesstraßen/Autobahnen (78,5 Prozent) und die Parkmöglichkeiten am Unternehmen (75,4 Prozent).

 

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Dagegen sind die Nähe zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen (14,1 Prozent), die Anbindung an den Schienenfernverkehr (26,6 Prozent), die Verfügbarkeit von Auszubildenden (33,3 Prozent), die Qualifikation von Auszubildenden(41,7 Prozent), die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen/-Immobilien (45,3 Prozent) für deutlich weniger Unternehmen relevant.

 

Bei der Bewertung der Standortzufriedenheit spielt die Erreichbarkeit die größte Rolle in dem ländlich geprägten Landkreis: 92,9 Prozent der Unternehmen sind mit der Erreichbarkeit der Absatzmärkte/Kundennähe, 86,4 Prozent über Landes- und Bundesstraßen/Autobahnen zufrieden, 83,6 Prozent mit der Erreichbarkeit über kommunale Straßen. Hohe Zufriedenheitswerte gibt es außerdem für die Nähe zu Zulieferern und Kooperationspartnern (81 Prozent), den Parkmöglichkeiten am Unternehmen (74,1 Prozent), der Lohnhöhe (72,2 Prozent) sowie beim Zustand der überregionalen Straßen (70 Prozent).

 

Weniger zufriedenstellend bewerten die Befragten die Abfallgebühren (49,1 Prozent), die Attraktivität des Standorts für Arbeitskräfte von außerhalb (48,1 Prozent), die Verfügbarkeit von Auszubildenden (45,8 Prozent), die Gewerbesteuer (44,4 Prozent), die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen/-Immobilien (42,9 Prozent), die Anbindung an ÖPNV/S-Bahnen (40 Prozent) und die Qualifikation von Auszubildenden (39,6 Prozent). Am wenigsten sind die Unternehmen mit der Anbindung an den Schienenverkehr zufrieden (22,2 Prozent).

 

Besonders stark gehen die Einschätzungen bei dem Top-Standortfaktor Telekommunikations-Infrastruktur (inkl. Breitband) auseinander: 92 Prozent halten ihn für wichtig, nur 55 Prozent sind zufrieden. Deshalb sieht die IHK dort und in zahlreichen anderen Bereichen Handlungsbedarf.

 

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