WIRTSCHAFT

Drastischer Stellenabbau bei Edelstahlwerk Kind & Co

Red; 08.10.2019, 16:30 Uhr
Foto: Bernd Vorländer.
WIRTSCHAFT

Drastischer Stellenabbau bei Edelstahlwerk Kind & Co

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Red; 08.10.2019, 16:30 Uhr
Wiehl - Hohe Lohn- und Energiekosten sorgen dafür, dass am Standort Wiehl-Bielstein 60 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren.

Auch große Tradition ist kein Garantieschein für eine ungetrübte Firmenentwicklung. Das muss das Edelstahlwerk Kind & Co, mit seiner 131-jährigen Geschichte, am Standort in Bielstein feststellen. 60 Mitarbeiter werden sich dort einen neuen Job suchen müssen. Nach eigener Aussage muss die Firma damit den „untragbar hohen Lohn- und Energiekosten in Deutschland“ ihren Tribut zollen, um den Standort im Oberbergischen auch zukünftig zu sichern.

 

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Ein betriebsbedingter Stellenabbau sei nicht zu vermeiden. Mit dem Betriebsrat sollen kurzfristig sozialverträgliche Lösungen erarbeitet werden, heißt es in einer Mitteilung der Firma. Das Unternehmen befindet sich seit Jahren in starkem Wettbewerb mit der ausländischen Konkurrenz. Neue Wettbewerber, die aus ihren angestammten Gebieten im Stahl durch chinesische Billigimporte verdrängt wurden, würden auf den hochlegierten Warmarbeitsstahlmarkt drängen, in dem Kind & Co über mehrere Jahrzehnte eine Hersteller-Vorreiterrolle gehabt habe.

 

„Massive Lohn- und Gehaltssteigerungen, durch überzogene Tarifabschlüsse, machen dem Unternehmen zu schaffen“, teilt Kind & Co mit. Verwaltungskosten durch Bürokratiewut würden das Geschäft belasten und steigende Energiekosten, Gewinne verzehren. Der Verfall der Legierungsmetallpreise über den Verlauf des Jahres 2019 ziehe erhebliche Abwertungen der Materialbestände mit sich, die in deutlichen Verlusten münden.

 

„Wir sind nicht nur mit einer konjunkturellen, sondern mit einer strukturellen Krise konfrontiert. Daher sind die heute angekündigten Maßnahmen leider unumgänglich. Aber wir haben in den letzten Jahren wesentliche Investitionen getätigt, um hier am Standort weiterhin mit einer tollen Mannschaft in der Weltklasse nicht nur mitzuspielen, sondern durch Können, festen Zusammenhalt und passgenaues Zusammenspiel viele Tore zu schießen“, so die Worte der Geschäftsführerin Susanne Wildner.

KOMMENTARE

1

Das ist jetzt mittlerweile die vierte Entlassungswelle innerhalb der letzten 10 Jahre. Vielleicht sollte die Geschäftsführung sich mal überlegen, ob da nicht gravierende Fehler gemacht wurden. Die Löhne und Energiekosten sind in den anderen Firmen auch gestiegen...

Ist unwichtig, 08.10.2019, 17:23 Uhr
2

Auch wenn ich mit ihrer Branche nicht im Detail mitsprechen kann, wundert es doch, dass es gerade ihre "tolle Mannschaft" ist die sie mit ihren "Massiven Lohn- und Gehaltssteigerungen" in Schwierigkeiten bringt.
Vielleicht sollten sie auch mal ihr Management überprüfen.

R. Jacobs, 08.10.2019, 21:43 Uhr
3

„Massive Lohn- und Gehaltssteigerungen, durch überzogene Tarifabschlüsse, machen dem Unternehmen zu schaffen“, interessant!, jetzt sind quasi die Arbeitnehmer es selber schuld. Die Löhne und Tantiemen der Geschäftsführung wurden höchstwahrscheinlich in den letzten Jahren nicht erhöht. Hier sollten mal die prozentualen Erhöhungen der Arbeiter und die der Geschäftsführung der Letzten 10 Jahre veröffentlicht bzw. gegenübergestellt werden. Danach kann man nochmals über „überzogene Tarifabschlüsse“ diskutieren, ansonsten fehlt jegliche Aussagekraft. PS: Ich arbeite nicht in der Branche, glaube aber das die Arbeitnehmer einen harten Job machen und vernünftig Entlohnt werden müssen, denn auch deren Kosten steigen stetig.

Peters, 09.10.2019, 10:03 Uhr
4

wenn der Geschäftsleitung bzw. dem Management die Umsatzzahlen nicht mehr sehr positiv zusagen, so wird leider immer zuerst der kleine Arbeiter seinen Arbeitsplatz verlieren werden, da mit die Kasse wieder stimmt!

Klaus Herden, 09.10.2019, 11:13 Uhr
5

Immer die gleichen Sprüche. Vor 45 Jahren auf meiner 1. Betriebsversammlung hießen die bösen noch Korea, Japan oder Singapur. Die Löhne in China sind in den letzten Jahren weit stärker gestiegen als in der EU.
Hätte man sich nicht schon vor Jahren schon mit der neuen Halle verhoben, sähe die Sache auch anders aus. Immer auf die kleinen. Bravo!

H. Braun, 09.10.2019, 11:35 Uhr
6

Das 60 Arbeitsplätze verloren gehen finde ich sehr traurig, da hinter allem auch noch Familien betroffen sind. Die Argumentation der Geschäftsleitung erschließt sich mir nicht. Ich glaube das hier kein Bewustsein für Energiekosten vorhanden ist. Wer selbst Fahrzeuge fährt die absolut unwirtschaftlich sind und diese auch noch hoch unwirtschaftlich fährt hat wahrscheinlich auch im eigenen Betrieb kein Gespühr Energie einzu sparen. Das diese Problematik jetzt den Löhne und Energiekosten geschulden sein soll ist sehr schwer vorstellbar. Ich wünsche der Belegschaft das die wahren Kostenfresser gefunden werden, damit nicht in kürze die nächste Mitarbeiter auf der Straße stehen.

MAX, 09.10.2019, 11:39 Uhr
7

Sich über steigende Energiekosten beschweren, aber Geld für 2,5 t Fahrzeuge mit denen die Geschäftsführung spazieren fahren darf ist da.
Das trifft im übrigen auch auf andere Stahlwerk in der Umgebung zu.
Am Arbeitnehmer wird gespart, die Geschäftsführer leben aber weiter als wäre nichts...

Dörrenberg, 09.10.2019, 13:43 Uhr
8

In den letzten 10 Jahren sind in der Branche massive Gewinne erwirtschaftet worden. Leiharbeit und befristete Arbeitsverhältnisse haben da massiv zu beigetragen. Die Arbeiter haben Überstunden und Wochenendarbeit geleistet ohne Ende. Und bei den Abschlüssen der Tarifverträge saßen die Arbeitgeber mit am Tisch. Solche Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht der Belegschaft. WEHRT EUCH KOLLEGEN LASST EUCH DAS VON DEN BONZEN NICHT GEFALLEN.

Christian Baumann, 09.10.2019, 14:05 Uhr
9

Die im bundesanzeiger veröffentlichte Bilanz weist für 2017 trotz Lohnerhöhungen von 2,8 % einen Jahresüberschuss von 4,808.000 € aus.,

Norbert, 09.10.2019, 15:21 Uhr
10

Solange auf dem Firmengelände noch SUV von Jeep und Mercedes Benz stehen kann es dem Management ja noch nicht so schlecht gehen .
Möchte mal wissen wie man das den Menschen erklärt die jetzt gehen müssen? Unfassbar!,,

D.B., 09.10.2019, 15:39 Uhr
11

Der Kopf wird immer zuletzt amputiert. Obwohl alles Unheil von ihm ausgeht.

Mario, 09.10.2019, 18:32 Uhr
12

Na da holt man am besten Kienbaum. Das hat schonmal großen Erfolg gebracht..

, 09.10.2019, 20:56 Uhr
13

Die Mitarbeiterzahl bei Kind & Co hat sich nunmehr halbiert. Da muss man als Geschäftsführung vielleicht mal den einen oder anderen Fehler im Management eingestehen, zumal eine derart drastische Reduzierung der „tollen Mannschaft“ in den umliegenden Industrieunternehmen trotz steigender „Lohn- und Energieskosten“ umgangen werden konnte. Ob wohl die getätigten „wesentlichen Investitionen“ aus der Vergangenheit nicht auch wesentlich zu einem wiederholten Stellenabbau beitragen?
Die Mitarbeiter, die nun entlassen werden sollen sind mal wieder die Arbeiter, die sich für das Unternehmen jeden Tag die Hände schmutzig machen.

Marks, 10.10.2019, 06:24 Uhr
14

Es wäre doch mal interessant, die Salaire des Managements zu prüfen. Vielleicht sind die ja „überzogen“ und man könnte hier Einsparungen vornehmen. Sie betragen immerhin ein Vielfaches dessen, was ein produktiver Arbeiter an der Maschine verdient. Mir tuts leid für die vielen Familienväter, die so hart für den Erfolg des Unternehmens arbeiten und im Schichtbetrieb immer wieder Überstunden leisten. Sie müssen eingespart werden, damit die Geschäftsleitung weiterhin ihre SUVs fahren und freigewordene Gelder in Kostenfresser investieren kann. Die nächste Entlassungswelle kommt bestimmt.

Markus, 10.10.2019, 06:25 Uhr
15

Es ist schade, das hier langjährige Mitarbeiter entlassen werden. Das steht hier ausser Frage.
Aber Leute was ist euch lieber ein Unternehmen das in ein anderes kostengünstiges Nachbarland samt Produktion zieht oder ein Familienbetrieb was versucht auf dem Deutschenmarkt mithalten zukönnen und hier Arbeitsplätze sichert?
Es ist bestimmt auch der Geschäftsleitung nicht leicht gefallen, aber deswegen zu sagen, Sie sollten ihr Firmenpolitik überdenken?! Oder das Sie "dicke" SUV fahren ist nicht gerechtfertigt. ( Manch Mitarbeiter fährt "dicke" Fahrzeuge ) Auch schon mal was von Unternehmerrisiko gehört?! Falls Ihr alle meint ihr würdet es besser machen, könnt ihr ja selbst ein Familienbetrieb in der Größe versuchen aufzubauen, wo viele dran scheitern werden.

Unwichtig, 10.10.2019, 12:13 Uhr
16

Wenn es nicht so tragisch wäre, müsste man echt lachen.
Hohe Lohn- und Energiekosten sollen also Schuld am Dilemma sein.
Andere Firmen haben diese Kosten auch, leisten sich aber den "Luxus" einer vorausschauenden Planung. Es ist immer wieder das Gleiche: Managementversagen wird durch Ausreden weggeredet und andere zahlen die Zeche. Wenn es wirklich an den Kosten liegen sollte: Gehaltsverzicht des Managements, geringere Bonuszahlungen, kleinere Firmenwagen... davon kann man x Mitarbeiter bezahlen.

M. Lange, 10.10.2019, 15:36 Uhr
17

Herr Lange (Bericht 16) spricht mir aus dem Herzen. Man sollte noch die Lohnkosten der Mitarbeiter die Kind`s Immobilien instandhalten hinzurechnen dann würden wieder ein paar Arbeitsplätze im Unternehmen erhalten.

Heinzelmann, 10.10.2019, 21:00 Uhr
18

„besser machen“, „aufbauen“ was soll da wohl mit gemeint sein??? Kommentar 15.
Betrieb vom Papa übernommen und dann kontinuierlich runter gewirtschaftet.
Übernahme Höver, Ringwalze, Neubau und der letzte Firmenkauf sind alle negativ ausgegangen für die Stammbelegschaft!!!
Und als erstes wird die Schuld natürlich bei anderen gesucht. Das ist auch das einfachste was man machen kann!

Stefan , 11.10.2019, 09:53 Uhr
19

na dann schauen wir - auf den Nebenschauplätzen - doch mal, welche sozialverträglichen Lösungen der Betriebsrat diesmal mit der GL erarbeitet...

Ironie aus, 11.10.2019, 11:12 Uhr
20

Zahlen, Daten, Fakten!! Diese sind nur der Unternehmensleitung bekannt. Wer mag jetzt (wo allerorts über eine evtl. Rezession gesprochen wird) sagen, ob nicht auch Arbeitsplätze gesichert und gerettet wurden?

Neutraler, 11.10.2019, 13:26 Uhr
21

Ich schreibe für einen Familien Angehörige,
Die Person (en) die in Ihrem Unternehmen die Lehre gemacht hat (haben) sich mehr als 25 Jahre denn Ars..... aufgerissen hat (haben) Überstunden gekloppt hat (haben)
Lohnkürzungen ohne Aufschrei hingenommen hat (haben), alles für die Firma. Wird jetzt wiedermal mit der Angst Konfrontiert seine Arbeit und somit seine Existenz zu verlieren.
Ist das der Dank an diesem und anderen Mitarbeitern !
SIE sollten sich als Geschäftsleitung schämen.

Arbeiterin, 11.10.2019, 14:52 Uhr
22

Wundert doch sehr was hier für Wirtschaftsexperten ihre Meinung (nicht Ahnung!) preisgeben. Mein Bruder arbeitet auch bei Kind & Co. Ein Großteil der Stellen wird abgebaut durch Weggang von Mitarbeitern die in Rente gehen usw.
Sicher fallen dieses Stammarbeitsplätze weg, schade für Kind &Co, schade für Oberberg. Ich arbeite selber in der Metallindustrie im Controlling. Ich glaube einige hier haben überhaupt keine Ahnung was in dieser Branche in den letzten Jahren passiert ist!

Differenziert, 11.10.2019, 18:24 Uhr
23

Tatsache ist, dass in der Firma Kind & Co. speziell in den Ebenen der Abteilungs- und Bereichsleiter ein Haufen drittklassiger Vorgesetzter sitzen, welche von der Arbeit "unten" keine Ahnung haben. Diese drittklassigen stellen weitergehend nur viertklassige Untergebene an. Sie füllen ihr Tage mit Sitzungen, Diagramm Auswertungen und bla bla bla. Kurzum, keiner Wertschöpenden Tätigkeit. Wenn was schlecht läuft, sind die Jungs "unten" wieder Schuld. Was man der Geschäftsführung zu gute halten muss, sie wird von den drittklassigen Abteilungs- und Bereichsleitern auch nur Belogen. Diese schönen Zahlen und schieben die Schuld auf den dummen Mitarbeiter "unten" ab. Bei der nächten Entlassungswelle täte die Geschäftsführung gut daran sich von ihren "Ja" Sagern in dieser Ebene zu trennen.

Ehemaliger, 11.10.2019, 19:24 Uhr
24

Als wäre das was neues, oben wird kassiert - unten abrasiert...

Jes Kahn, 11.10.2019, 19:34 Uhr
25

Hmm...Wenn ich mich ein wenig zurück erinnere, musste das Unternehmen hohe Strafen aufgrund von Kartellabsprachen zahlen. Ebenso erinnere ich mich an den Versuch neue Märkte zu erschließen, ein Millionenverlust. Geht man noch ein bisschen weiter zurück, sieht man den millionenteuren Einzatz einer Unternehmensberatung. Folge daraus: Gesundschrumpfen und ein völlig fehlgeschlagenes Changemanagement.
Die gleiche Arbeit liegt auf weniger Schultern, aber man stellt noch ein paar promovierte Akademiker ein. Tatsächlich wundert man sich, wenn die Mitarbeiter dann krank werden, dass kostet tatsächlich viel Geld für das Unternehmen. Resultierend daraus nicht ausgelastete Kapazitäten, da keine MA welche die Maschinen bedienen können. Prozessoptimierung und Weiterentwicklung Fehlanzeige. Wahnsinn.

Der Beobachter, 11.10.2019, 19:40 Uhr
26

Du hast wohl eher keine Ahnung was bei KC das Problem ist. Da sind 2,5 to SUV des Managements noch die kleinsten Probleme. Vetternwirtschaft und völliges Verschließen vor Änderungen treiben das Unternehmen in den Ruin. Ein absolutes Armutszeugnis das nicht mal im mittleren Management aufgeräumt wird. Die Entlassungen im Produktionsbereich werden zu nichts führen außer zur nächsten Welle. Ja der Fisch stinkt vom Kopf an aber darunter sieht es noch schlimmer aus. Wer jahrelang den gleichen Sch*** mit den selben Leuten in Führungspositionen baut muss sich nicht wundern... War immer so hat halt nicht lange Bestand. Sense dort wäre aber vermutlich zu teuer gewesen..

, 11.10.2019, 19:58 Uhr
27

Zu 22
Das ein Großteil der Arbeitsplätze durch Rente wegfallen stimmt nun wirklich nicht. Bevor Sie hier andere als Wirtschaftsexperten betiteln, sollten Sie erstmal den Bericht richtig lesen. Darin ist von einem Drittel die Rede. Das Sie sich jetzt gut auskennen weil Ihr Bruder dort arbeitet ist natürlich ein Argument.
Faktors, dass es nicht die erste Welle von Entlassungen ist, dass man mit Hilfe von Kienbaum ebenfalls nur auf die Idee von Entlassungen gekommen ist, das Zukäufe, Übernahmen und Auslandsaktivitäten wie USA und China auch nicht funktionieren.
Wenn man dann eine Kultur von „Jasagern“ aufbaut und sich Mitarbeiter nicht mehr trauen die Wahrheit zu sagen, dann kann es nicht gutgehen. Schade, dass das Management eigene Fehler nicht eingestehen kann.

Markus , 12.10.2019, 10:17 Uhr
28

Zum Beitrag von „Arbeiterin“
Tut mir leid, dass Ihr Familienangehöriger nur für die Firma arbeiten musste und dafür nicht entlohnt wurde und es ehrenamtlich gemacht hat! (Ironie aus!)
Was ich nicht verstehe ist die Tatsache, dass man es nicht schafft sich in 25 Jahren beruflich zu verändern, wenn dort doch alles so schlecht ist. Ich kann mir aber schon denken warum man diese (in diesem Fall ihr Familienangehöriger) Konsequenz nicht zieht oder in den letzten Jahren gezogen hat!

Verwundert , 12.10.2019, 11:26 Uhr
29

Zu 27) Ich hab den Artikel richtig gelesen und mich gestern noch einmal informiert und mich nicht auf die Zeitungsartikel verlassen. Gut ein Drittel der Stellen sind bereits nicht mehr besetzt oder werden in den nächsten Monaten nicht mehr besetzt sein, weil Mitarbeiter schon in Rente gegangen sind, in Rente gehen, ATZ ausläuft oder Ähnliches. Ein weiteres Drittel hat die Möglichkeit über eine Transfergesellschaft und anschließender eventueller Arbeitslosigkeit die Brücke in die Rente zu schlagen und das mit sehr guten Konditionen. Bleibt leider etwas weniger als ein Drittel die unfreiwillig das Unternehmen verlassen müssen. Schlimm genug! Einigen Ihrer anderen Argumente kann ich teilweise folgen. Letztendlich bin ich dafür aber zu weit weg um das richtig beurteilen zu können.

Verwundert , 12.10.2019, 12:40 Uhr
30

@Verwundert
Diesen Sarkasmus sollten Sie sich sparen. Es geht hier um Existenzen und nicht um Klugscheisserei.
Wenn in dem Beitrag von Lohnkürzungen die Rede ist, dann spricht das für Entlohnung und nicht für Ehrenamt. Manche Menschen haben leider nicht so viele Optionen im Beruf - daran auch mal gedacht bevor Sie verurteilen?? Allerdings stimme ich Ihnen zu. Es ist spätestens jetzt die Zeit gekommen sich umzuschauen. Mir wäre das auch viel zu unsicher. Erst gab es bei Kind & Co. für viele Mitarbeiter erhebliche Kürzungen am Gehalt, dann eine Sonderzahlung für alle weil es so gut läuft und nun wieder Entlassungen!?!?! Weitsicht geht anders.

., 12.10.2019, 13:04 Uhr
31

Ich kann verstehen, dass hier einige frühere Mitarbeiter oder aktuelle Dampf ablassen.
Ich sehe das allerdings aus einem anderen Blickwinkel. Ich bin Kind & Co Kind seit der Ausbildung. Ich hab einige andere Betriebe vorher kennen gelernt. Als mir beim Einstellungsgespräch gesagt wurde, dass ich knapp 500 Euro Brutto mehr verdiene als bei meinem alten Betrieb hab ich mir fast vor Freude in die Hose gemacht. Vieler meiner Kollegen verdienen immer noch über dem Tarif. Der hier oft zitierte Lohnverzicht ist in wirklich ein Abschmelzen alter Zulagen über Jahre. Ich wäre sehr traurig wenn ich das Unternehmen verlassen müsste. Alles was ich davor gesehen und erlebt habe war deutlich schlechter.

Mitarbeiter , 12.10.2019, 19:21 Uhr
32

Zu 31
Also Sie wollen uns ernsthaft erzählen, dass Sie in der Ausbildung schon 500€ mehr verdient haben als Tarif?!?
Denn wenn Sie schon seit der Ausbildung dort sind, verstehe ich die zeitliche Abfolge mit Ihrem Unternehmen davor nicht so ganz.
Bei Kind & Co. Hat man massiv an den Gehältern nach unten geschraubt und langjährigen Mitarbeiter das Gehalt extrem gekürzt in den letzten Jahren. Wegfall von Zulagen hin oder her. Fakt ist, das es lange nicht mehr die Firma ist, die Dr. Leihener und sein altes Management Team geformt haben.
Wie oben geschrieben, gab es vier Entlassungswellen in den letzten Jahren und das spricht doch schon eine deutliche Sprache.

, 13.10.2019, 12:04 Uhr
33

Zu 32) Sorry! Hab ein Wort geschludert. Natürlich NICHT schon seit der Ausbildung da. Ist aber korrekt. Ich hab bei meinem vorigen, nicht tarifgebundenen, Arbeitgeber gut 500 Euro weniger verdient für fast dem identischen Job und 3 Wochenstunden mehr. Das man in der Branche vor der Weltwirtschaftskrise vor 10 Jahren das Geld im Prinzip nur einsammeln musste weiß jeder. Der Stellenabbau bei Kind in der Vergangenheit hing meines Wissens mit dem gescheiterten Projekt Ringwalzprodukte zusammen. Es war vielleicht ein Fehler so lange daran festzuhalten. Ich kann meinen ursprünglichen Beitrag nur so stehen lassen. Ich hab Respekt vor allen familiengeführten mittelständigen Unternehmen die sich bemühen, trotz der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Auflagen weiter in Deutschland zu produzieren!

Mitarbeiter , 14.10.2019, 05:57 Uhr
34

Nachtrag zu 32) Obwohl 500 Euro Unterschied bei der Ausbildungsvergütung auch nicht aus der Luft gegriffen wäre. Zumindest nicht wenn man im Handwerk gelernt hat oder lernt!

Mitarbeiter , 14.10.2019, 07:32 Uhr
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