WIPPERFüRTH
Vortrag über Gestapo-Verbrechen in Wipperfürth und Lüdenscheid
Wipperfürth - Weitgehend unbekanntes Kapitel der NS-Geschichte in Wipperfürth: die "Überstellung" oder auch den "Verschub" von Gefangenen aus Lagern aus dem Kölner Raum nach Wipperfürth und Lüdenscheid.
Der Heimat- und Geschichtsverein Wipperfürth sowie die Oberbergische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit laden auf Montag, 23. März, um 18 Uhr zu einem Abendvortrag in die Alte Drahtzieherei, Wupperstraße 8, 51688 Wipperfürth ein.
Im März 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, trieb die Geheime Staatspolizei Hunderte von Gefangenen aus dem Großraum Köln in zwei Lager nach Wipperfürth und Lüdenscheid. Was mit diesen Menschen geschah, ist bis heute nur lückenhaft bekannt. Wer waren die Opfer, wer die Täter? Was ist über die beiden Lager bekannt – und was bleibt im Dunkeln? Anhand von Berichten Überlebender sowie historischer Prozessakten rekonstruieren die Referenten das damalige Geschehen und machen deutlich, dass dieses Kapitel der regionalen NS-Geschichte noch nicht abschließend aufgearbeitet ist.
Als Referenten konnten der Journalist Dr. Stefan Corssen und Matthias Wagner vom Verein „Ge-Denk-Zellen Lüdenscheid" gewonnen werden. Beide beschäftigen sich seit Jahren mit der Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen in der Region.
Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.