WALDBRöL

Pilotprojekt der Diakonie: Krankenhausseelsorge im Ehrenamt

Red; 21.04.2026, 10:55 Uhr
Foto: Bettina Wehrenberg --- Petra Bickenbach und Patryk Berger haben im September 2025 ihre Ausbildung begonnen.
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Pilotprojekt der Diakonie: Krankenhausseelsorge im Ehrenamt

Red; 21.04.2026, 10:55 Uhr
Waldbröl - Die Krankenhausseelsorge am Klinikum Waldbröl wird seit kurzem durch zwei ehrenamtliche Krankenhausseelsorger verstärkt - Das neue Ausbildungsjahr beginnt im September.

Petra Bickenbach und Patryk Berger sind die beiden neuen Seelsorger im Ehrenamt, die seit wenigen Wochen im Kreiskrankenhaus Waldbröl unterwegs sind. Patryk Berger ist junger Familienvater und beruflich in der TB-Branche tätig. Er möchte seine Zeit neben Familie und Beruf gerne „sinnvoll einsetzen“ und schätzt besonders im Kontakt mit den Patienten und Patientinnen „das Vertrauen und die Tiefe der Gespräche, die auch mein Leben bereichern“. Seelsorge ist für ihn „echte Begegnung“.

 

Petra Bickenbach ist neu in die Rente eingetreten, nachdem sie die letzten 16 Jahre im stationären Hospiz als Pflegefachkraft gearbeitet hat. Seelsorge bedeutet für sie, „sich einzulassen auf das Gegenüber, mit auszuhalten und vielleicht dadurch zu entlasten, offen zu sein für die spirituelle Dimension, also das, was dem Kranken Sinn und Halt gibt“. Sie arbeitet mit, weil sie sich auch im Ruhestand „sinnvoll engagieren“ möchte.

 

Pfarrerin Birgit Iversen-Hellkamp, Krankenhausseelsorgerin am Klinikum Oberberg und Leiterin der Seelsorge im Kirchenkreis An der Agger, betreut das oberbergische Pilotprojekt, in dem ehrenamtliche Krankenhausseelsorger ausgebildet werden. Es freut sie, dass es nun neben den Gemeindebesuchskreisen sowie den wichtigen diakonischen Diensten der Grünen Damen und Herren eine weitere Gruppe von Seelsorgern und Seelsorgerinnen gibt. Diese Gruppe soll noch anwachsen auf fünf bis sechs ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger.

 

Das Pilotprojekt umfasst eine einjährige Qualifikation, in der theoretische Einheiten mit Praxiserfahrungen verschränkt sind. Es findet in Kooperation mit dem Seelsorgereferat im Kirchenkreis Leverkusen statt. Die anfallenden Teilnehmerbeiträge werden je nach Konfession der Auszubildenden vom Evangelischen Kirchenkreis An der Agger und dem katholischen Kreisdekanat Oberberg übernommen. Hintergrund des Pilotprojekts sei sicherlich auch ein notwendiges Umdenken der Kirchen, die hauptamtliche Seelsorgende nur noch schwer finanzieren können, sagt Birgit Iversen-Hellkamp. "Deswegen ist es umso wichtiger, geeignete Ehrenamtliche zu finden, zu qualifizieren und dann auch durch regelmäßige Supervision zu begleiten."

 

Für den nächsten Ausbildungsgang ab September werden wieder Menschen gesucht, die sich für die ehrenamtliche Seelsorge interessieren. Pfarrerin Birgit Iversen-Hellkamp ist erreichbar unter Tel.: 01517/24 55 559 oder birgit.iversen-hellkamp@ekir.de

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