TIPPS

Ventil Arten in der Sanitärtechnik

EXTERNER BEITRAG; 29.04.2026, 15:25 Uhr
Foto: Юрий Коврижных auf Pixabay.
TIPPS

Ventil Arten in der Sanitärtechnik

EXTERNER BEITRAG; 29.04.2026, 15:25 Uhr
In der Sanitärtechnik werden viele Ventil Arten eingesetzt, darunter Absperrventile, Wegeventile und Schrägsitzventile, die im Idealfall höchste Anforderungen an Dichtheit, Hygiene und Bedienkomfort erfüllen.

Hochwertige Ventile für die Sanitärtechnik erkennt man an einer langen Lebensdauer durch verschleißfeste Materialien, einer hohen Fertigungsqualität und an der Einhaltung nationaler und internationaler Hygienevorschriften. Ventiltechnik von Flühs ist marktführend in diesem Bereich und liefert zuverlässig funktionierende Ventile für Trinkwasseranwendungen jeder Art.

 

In diesem Text geben wir einen Überblick über die wichtigsten Ventil Arten in der Sanitärtechnik und gehen auf die Anforderungen ein, die Sanitär Ventile zu erfüllen haben.

 

Welche Ventil Arten gibt es in der Sanitärtechnik?

Es gibt Wegeventile, Absperrventile, Regelventile, Schrägsitzventile, Kugelhähne und Sicherheitsventile in der Sanitärtechnik.

 

  • Wegeventile: Wegeventile sind Sanitärventile, die den Weg des Wassers in einem Rohrsystem lenken. In der Haustechnik wird zum Beispiel häufig das 2 Wege Ventil als Umstellventil eingesetzt. Das Umstellventil  in Badewannenarmaturen dient dazu, den Wasserfluss zwischen Badewannenauslauf und Handbrause umzuschalten.
  • Absperrventile: Absperrventile in der Sanitärtechnik sind mechanische Vorrichtungen, die den Durchfluss in Rohrleitungen entweder freigeben oder unterbrechen. Sie werden eingesetzt, um Leitungen oder Leitungsabschnitte komplett zu sperren. Dies ist insbesondere für Reparaturen und Wartungsarbeiten relevant.
  • Regelventile: Regelventile sind Stetigventile, die als Stellglied in einem Regelkreislauf den Durchfluss stufenlos regulieren. Ein thermostatisches Regelventil sorgt beispielsweise dafür, dass exakt die richtige Heißwassermenge durch das Ventil fließt, um die gewünschte Wassertemperatur zu halten.
  • Schrägsitzventile: Schrägsitzventile sind widerstandsarme Durchgangsventile, die in der Hausinstallation für kaltes und warmes Wasser zum Einsatz kommen. Bei Schrägsitzventilen ist die Spindel schräg zur Fließrichtung des Wassers angeordnet. Die schräge Positionierung der Spindel sorgt für einen sehr geringen Strömungswiderstand und mindert Druckverluste sowie Fließgeräusche. Schrägsitzventile werden typischerweise als Hauptabsperrhahn für die Trinkwasserleitung eingesetzt.
  • Kugelhähne: Kugelhähne sind Ventile, bei denen die Richtwirkung von einer beweglichen Kugel erzeugt wird. Im Inneren des Kugelhahns befindet sich eine durchbohrte Kugel. Mit einer 90-Grad-Drehung des Bedienhebels lässt sich die Rohrleitung schnell und komplett abdichten. Kugelhähne sind extrem robust, langlebig und wenig anfällig für Verkalkungen. Sie werden eingesetzt, wenn eine Leitung schnell, sicher und vollständig abgesperrt werden muss.
  • Sicherheitsventile: Sicherheitsventile sind mechanische Absicherungen, die Hausinstallationen vor gefährlichen Schäden schützen. Wasser dehnt sich aus, wenn Wasser erwärmt wird. Durch die Ausdehnung steigt der Druck im geschlossenen Rohrsystem. Bei Überschreitung eines kritischen Grenzwerts, öffnet sich das Sicherheitsventil automatisch und lässt Wasser abtropfen. So wird der Überdruck abgebaut und Rohrbrüche verhindert.

 

 

Welche Anforderungen für Ventile in der Sanitärtechnik gibt es?

Für Ventile in der Sanitärtechnik gibt es hohe Anforderungen in Bezug auf Dichtheit, Hygiene, Bedienkomfort und Lebensdauer.

 

Ventile in der Sanitärtechnik müssen absolute Dichtheit aufweisen. Die Dichtheit von Ventilen wird durch eine hohe Maßhaltigkeit in der Fertigung sichergestellt. Anschließend findet in vielen Produktionsbetrieben eine Dichtheitsprüfung statt, um Leckagefreiheit des Ventils zu gewährleisten.  

 

Ventile in der Sanitärtechnik haben höchste Anforderungen an die Trinkwasserhygiene zu erfüllen. Zum Beispiel ist in Deutschland ab 2028 ein Grenzwert von 5 µg/l Blei vorgeschrieben (derzeitiger Grenzwert liegt bei 10 µg/l). Alle Bauteile mit Trinkwasserkontakt müssen den Vorgaben des Umweltbundesamtes (UBA) entsprechen. In Deutschland gelten als Grundlage dazu die DVGW Zulassung und die Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Als anerkannter Nachweis für die Einhaltung dieser strengen Vorgaben gilt in Deutschland das Prüfzeichen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW).

 

Ventile in der Sanitärtechnik zeichnen sich im Idealfall durch eine hohe Lebensdauer aus. Hochwertige Materialien tragen zu einer hohen Lebensdauer der Ventile bei. Gängige Werkstoffe mit DVGW Zulassung sind Rotguss, bleiarmes und bleifreies Messing und Edelstahl. Wichtig ist eine hohe Korrosions- und Entzinkungsbeständigkeit, um Lochfraß und Rohrbrüche zu verhindern.

 

Ein hoher Bedienkomfort ist für Ventile in der Sanitärtechnik unbedingt erforderlich, da sie an Waschbecken, Duschen und anderen Bad- und Küchenarmaturen mehrmals am Tag genutzt werden. Die Spindel und das Absperrelement dürfen nicht anfällig für Schmutz- und Kalkablagerungen sein. Bei hochwertigen Ventilen sorgen daher oft verschleißfreie Keramikscheiben für eine dauerhaft leichtgängige Bedienung.

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