TIPPS
Lipödem-Behandlung: Wie kann ein Lipödem erfolgreich behandelt werden?
Ein Lipödem, auch Fettverteilungsstörung genannt, ist für die Betroffenen eine große Belastung. Probleme bereiten nicht nur die körperlichen und psychischen Symptome. Oft erweist es sich als schwierig, wirksame Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu finden. Kompetente Spezialisten sind erforderlich, um eine erfolgreiche Lipödem-Behandlung durchzuführen, die alle Symptome spürbar lindert.
Wer kann eine erfolgreiche Lipödem-Behandlung durchführen?
Der Hausarzt oder die Hausärztin sind die ersten Ansprechpartner. Doch oft können sie nicht die richtige Diagnose stellen. Die Symptome eines Lipödems werden oft mit Übergewicht verwechselt. So kommt es oft zu einer Fehldiagnose und einer unwirksamen Therapie.
Für die Lipödem-Behandlung sollte man eine Facharztpraxis aufsuchen, die auf diesen Bereich spezialisiert ist. Hier behandeln Lymph- Gefäß- und Venenspezialisten mit entsprechendem Fachwissen. Auch Praxen für plastische und ästhetische Chirurgie kommen infrage.
Die Behandlung eines Lipödems in München beginnt zum Beispiel mit einer obligatorischen und eingehenden Diagnose. Erst danach steht fest, ob es sich tatsächlich um eine Fettverteilungsstörung handelt oder etwas anders. Anschließend kann ein detaillierter Behandlungsplan erstellt werden.
Bei welchen Symptomen ist eine Lipödem-Behandlung erforderlich?
Das Lipödem ist eine verbreitete Krankheit. Bei Männern tritt sie zwar nicht häufig auf. Doch nach Schätzungen sind etwa 10 % der Frauen in Deutschland von dieser betroffen.
Eine Fettverteilungsstörung äußert sich als Kombination verschiedener Symptome. Sie variieren von Fall zu Fall. Auch die Intensität der einzelnen gesundheitlichen Probleme ist unterschiedlich. Zu den häufigsten Anzeichen eines Lipödems zählen:
· Das Hautbild zeigt Dellen und Beulen.
· Die Haut verhärtet sich im Krankheitsverlauf.
· Das Fettgewebe ist ungleichmäßig verteilt.
· Vorwiegend sind Hüftbereich und Beine betroffen.
· Die betroffenen Hautpartien sind druckempfindlich.
· Blutergüsse treten spontan auf.
Je nach Schweregrad wird das Lipödem als Stufe 1, 2, 3 oder 4 klassifiziert. In Stufe 1 ist eine milde Symptomatik erkennbar. Stufe 4 ist durch hochgradige Schwellungen, ein stark verändertes Hautbild sowie eine ungleichmäßige Fettverteilung gekennzeichnet.
Welche Folgen kann eine falsche Lipödem-Behandlung für die Betroffenen haben?
Lipödeme, die falsch oder überhaupt nicht behandelt werden, entwickeln sich in der Regel weiter. Das führt nicht nur zu einer Gesundheitsverschlechterung. Es kommt meist auch zu erheblichen Folge- und Begleiterscheinungen.
Häufig klagen Betroffene über körperliche Schmerzen. Bei einigen Patientinnen und Patienten liegt die Schmerz-Intensität auf einer Skala von 1 bis 10 bei 7 oder höher. Verbreitet sind orthopädische Folgeerkrankungen, da Gelenke zu stark belastet werden und sich verformen. Es kommt zu Knie- und Hüftproblemen sowie Rückenschmerzen.
Auch die Psyche leidet bei einem Lipödem. Depressionen und Essstörungen können sich aufgrund der Erkrankung einstellen. Schwere Essstörungen wiederum lösen weitere Folgeerkrankungen wie Knochenschwund oder Herz-Kreislaufprobleme aus.
Individuelle Lipödem-Behandlungen erhöhen die Erfolgswahrscheinlichkeit auf eine optimale Gesundung
Viele Betroffene denken, bei einer Lipödem-Behandlung handelt es sich um einen operativen Eingriff. Tatsächlich besteht eine erfolgreiche Therapie aus einer Kombination unterschiedlicher Behandlungsmethoden. Welche Behandlungsmethoden das genau sind, wird nach einer eingehenden Diagnose festgelegt. Um alle Aspekte eines Einzelfalls zu behandeln, eignet sich ein multidisziplinäres Team am besten.
Vor einer Operation stehen die konservativen Behandlungsmethoden. Dazu gehören unter anderem die Kompressionstherapie, manuelle Lymphdrainagen und Medikamente. Gerätegestützte und psychologische Therapien haben sich ebenfalls bewährt.
Im Fall einer Operation wird eine Liposuktion durchgeführt. Dieser Eingriff reduziert das Fett, das sich unkontrolliert angesammelt hat. Oft ist eine zusätzliche Hautstraffung erforderlich. Sie verhindert, dass sich das erschlaffte Hautgewebe bei Bewegungen aufreibt und entzündet.
Die Lebensweise während und nach der Lipödem-Behandlung anpassen
Damit eine Lipödem-Behandlung auf Dauer erfolgreich ist, müssen Patienten und Patientinnen ihre Lebensweise umstellen. Zwar lässt sich eine Fettverteilungsstörung nicht allein durch Sport oder einer Änderung des Ernährungsplans heilen. Doch gezielte körperliche Aktivität und eine vollwertige Ernährung unterstützen den Behandlungserfolg.
Gezieltes Training verbessert die Durchblutung und kräftigt die Muskulatur. Außerdem fördert es die Lymphdrainage. Ein durchdachter Ernährungsplan beugt Übergewicht vor und versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen.
Erfahrene Spezialisten können für eine erfolgreiche Lipödem-Behandlung sorgen
Ein Lipödem ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Dabei geht es nicht nur um das äußere Erscheinungsbild. Die Fettverteilungsstörung kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen.
Wer bei sich die Symptome eines Lipödems feststellt, der lässt sich für die Lipödem-Behandlung am besten vom Hausarzt oder der Hausärztin an eine Facharztpraxis überweisen. Hier stellen Spezialisten die richtige Diagnose und erstellen einen maßgeschneiderten Behandlungsplan.