TIPPS

Katzenfutter: Wie liest man Etiketten richtig?

EXTERNER BEITRAG; 17.02.2026, 10:54 Uhr
Symbolfoto: Pixabay.
TIPPS

Katzenfutter: Wie liest man Etiketten richtig?

EXTERNER BEITRAG; 17.02.2026, 10:54 Uhr
Jeder Katzenhalter möchte für seinen schnurrenden Freund nur das Beste, und die Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden ist zweifellos eine ausgewogene Ernährung. Steht man jedoch vor einem Regal voller unterschiedlichster Verpackungen, kann die Wahl des richtigen Katzenfutters schnell überfordern. Bunte Etiketten, Herstellerversprechen und komplizierte Zutatenbezeichnungen verschleiern oft mehr, als sie erklären. Welche Nahrung ist also die beste? Wie findet man sich im Informationsdschungel zurecht und trifft eine bewusste Entscheidung für ein Produkt, das dem Tier wirklich guttut? Der Schlüssel liegt im richtigen Lesen und Verstehen der Etiketten. Dort finden sich alle wichtigen Informationen darüber, was tatsächlich im Napf der Katze landet.

Beginnen wir mit der Analyse der Zusammensetzung: Welches Katzenfutter ist das beste?

 

Eine grundlegende Regel sollte jeder Halter kennen: Katzen sind obligate Fleischfresser. Ihr Organismus ist evolutionsbedingt auf eine Ernährung aus tierischem Protein und Fett ausgelegt. Deshalb sollte bei der Analyse der Zutatenliste besonderes Augenmerk auf die ersten Positionen gelegt werden. Die Inhaltsstoffe sind in absteigender Reihenfolge aufgeführt – was an erster Stelle steht, ist am meisten enthalten.

 

Ideal ist es, wenn an erster Stelle klar definiertes Fleisch steht, zum Beispiel „getrocknetes Huhn“, „frisches Putenfleisch“ oder „Lamm“. Eine solche Bezeichnung gibt Sicherheit hinsichtlich Qualität und Herkunft der Rohstoffe und liefert essenzielle Nährstoffe.

 

Vorsicht ist hingegen bei allgemeinen Formulierungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ geboten. Dahinter können sich minderwertige Bestandteile wie Federn, Hufe oder Häute verbergen, die für die Katze nur einen geringen Nährwert haben. Hochwertige Futtersorten geben die Proteinquelle stets eindeutig an – das ist entscheidend für eine gesunde Ernährung.
 

Der Teufel steckt im Detail – wie wählt man das richtige Futter?


Die bloße Anwesenheit von Fleisch reicht nicht aus. Ebenso wichtig sind die Verhältnisse der Makronährstoffe sowie die Qualität der Zusatzstoffe. Zu wissen, worauf man achten und was man vermeiden sollte, ist der Schlüssel zur Wahl eines gesunden Futters, das den gesundheitlichen Bedürfnissen und dem Geschmack der Katze entspricht.
 

Protein – das Fundament der Ernährung von erwachsenen Katzen und Kätzchen


Tierisches Eiweiß bildet die Grundlage der Katzenernährung. Es liefert nicht nur Energie, sondern auch alle essenziellen Aminosäuren, die der Katzenkörper nicht selbst synthetisieren kann.


Eine der wichtigsten Aminosäuren ist Taurin – ein Mangel kann zu schweren Gesundheitsproblemen führen, darunter Herzerkrankungen und Sehstörungen. Hochwertiges Katzenfutter enthält daher stets Taurin als Zusatzstoff.


Achten Sie darauf, dass der Proteingehalt in der Trockenmasse möglichst hoch ist, insbesondere bei jungen Katzen und Kätzchen, die für ein gesundes Wachstum ausreichend Baustoffe benötigen.
 

Fette als Energiequelle und für ein gesundes Fell


Nach Protein ist Fett die zweitwichtigste Energiequelle für Katzen. Es dient außerdem als Träger fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K) und liefert essenzielle ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6.

Diese sind wichtig für gesunde Haut, glänzendes Fell, eine normale Funktion des Nervensystems und wirken entzündungshemmend. Auf dem Etikett sollten klar definierte Fettquellen wie „Hühnerfett“ oder „Lachsöl“ angegeben sein. Allgemeine Begriffe wie „Öle und Fette“ sollten eher gemieden werden.
 

Kohlenhydrate: Haben Getreide im Katzenfutter einen Platz?


Dies ist eines der umstrittensten Themen in der Katzenernährung. Das Verdauungssystem der Katze ist nur begrenzt auf die Verarbeitung von Kohlenhydraten ausgelegt, und ihr Bedarf daran ist minimal.

Dennoch bestehen viele handelsübliche Futtersorten, besonders im unteren Preissegment, zu einem großen Teil aus Getreide (Weizen, Mais, Reis) oder Kartoffeln als Füllstoffe. Ein Übermaß kann zu Übergewicht, Diabetes und Verdauungsproblemen führen.


Deshalb erfreuen sich getreidefreie Futtersorten zunehmender Beliebtheit, da sie den Anteil unnötiger Kohlenhydrate reduzieren und besonders für Tiere mit empfindlichem Verdauungssystem geeignet sind. Beim Kauf sollte geprüft werden, ob Getreide enthalten ist – und wenn ja, in möglichst geringer Menge.
 

Der ewige Zwiespalt: Nass- oder Trockenfutter?


Die Entscheidung zwischen Nass- und Trockenfutter beschäftigt viele Katzenhalter. Beide Varianten haben Vorteile. Trockenfutter ist praktisch in der Lagerung, ergiebig und kann durch mechanisches Abreiben von Zahnbelag zur Zahnhygiene beitragen.


Sein größter Nachteil ist jedoch der geringe Feuchtigkeitsgehalt von etwa 10 %. Katzen trinken von Natur aus wenig Wasser und nehmen Flüssigkeit hauptsächlich über die Nahrung auf.


Eine ausschließlich trockene Ernährung kann zu Dehydrierung führen und das Risiko für Harnwegserkrankungen erhöhen. Wer Trockenfutter füttert, muss daher unbedingt stets frisches Wasser bereitstellen.


Nassfutter hingegen enthält etwa 80 % Feuchtigkeit, unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme und kommt der natürlichen Ernährung näher. Es ist meist aromatischer und schmackhafter – ideal für wählerische Katzen. Hochwertiges Nassfutter trägt zur gesunden Funktion der Harnwege bei, was besonders bei älteren Katzen wichtig ist.


Viele Experten empfehlen eine Mischfütterung, um die Vorteile beider Varianten zu kombinieren. Unabhängig von der gewählten Form sollte es sich stets um ein hochwertiges und ausgewogenes Katzenfutter handeln.
 

Was verrät das Etikett noch?


Neben der Zutatenliste enthält die Verpackung auch die analytischen Bestandteile. Auch wenn die Begriffe kompliziert erscheinen, lohnt es sich, sie zu verstehen.


Wichtig sind der Rohproteingehalt (Gesamtprotein) und der Rohfettgehalt. Auch Rohfaser spielt eine Rolle, da sie die Darmtätigkeit unterstützt, sollte jedoch nur in moderater Menge enthalten sein.


Ein weiterer Bestandteil ist die Rohasche – sie gibt den Mineralstoffgehalt an, der nach dem Verbrennen des Futters verbleibt. Ein zu hoher Anteil, insbesondere von Magnesium und Phosphor, kann Nieren und Harnwege belasten. In hochwertigem Futter sollte der Rohaschegehalt 8–10 % nicht überschreiten.


Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Zusatzstoffe. Empfehlenswert sind Vitamine (A, D3, E), Taurin und Mineralstoffe in gut verfügbarer Form (Chelate). Produkte mit Zucker, Karamell, künstlichen Farbstoffen, Konservierungsstoffen wie BHA oder BHT sowie künstlichen Aromen sollten vermieden werden – sie sind unnötig und können der Gesundheit schaden.
 

Vom Etikett in den Napf – wie trifft man die endgültige Entscheidung?


Das bewusste Lesen von Etiketten ist eine wichtige Fähigkeit, um Marketingversprechen von echter Qualität zu unterscheiden. Die beste Nahrung ist jene, die den individuellen Bedürfnissen der Katze entspricht – ihrem Alter, Gesundheitszustand, Lebensstil und möglichen Allergien. Manchmal erfordert die Suche nach dem idealen Produkt etwas Geduld und Ausprobieren. Bei Unsicherheiten sollte die Ernährung mit einem Tierarzt besprochen werden.


Die Wahl des richtigen Futters ist eine Investition in ein langes und gesundes Katzenleben. Daher empfiehlt es sich, Produkte aus vertrauenswürdigen Quellen zu wählen. Ein spezialisierter Online-Tierfachhandel wie Fera24.de bietet eine breite Auswahl hochwertiger Produkte zu attraktiven Preisen sowie fachkundige Beratung, die bei der optimalen Auswahl für Ihre Katze unterstützt.

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