TIPPS

Die Kursentwicklung von Kryptowährungen während der Inflation

EXTERNER BEITRAG; 29.08.2023, 15:10 Uhr
Symbolfoto: Traxer on Unsplash.
TIPPS

Die Kursentwicklung von Kryptowährungen während der Inflation

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EXTERNER BEITRAG; 29.08.2023, 15:10 Uhr
Bitcoin und Ethereum zwischenzeitlich im Sinkflug.

Kryptowährungen wurden vor dem Hintergrund geschaffen, eine dezentrale Alternative zu gängigen FIAT-Währungen zu bieten, die weniger von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Ereignissen abhängig ist. Dass dies nicht vollumfänglich der Fall ist, hat die Vergangenheit bereits gezeigt. Und dennoch lässt sich inmitten der Inflation beobachten, dass die Kursentwicklungen der Kryptowährungen nicht Hand in Hand mit der Inflation gehen. Doch wie genau haben sich die Kurse während der Inflation verändert?

 

Bitcoin und Ethereum zwischenzeitlich im Sinkflug

 

Sowohl Bitcoin als auch Ethereum gelten als die beliebtesten und wertvollsten Kryptowährungen. Infolge der politischen und wirtschaftlichen Krise, die weltweit zu einer Inflation führte, haben sich die Kurse beider Währungen deutlich verschlechtert. Allerdings gilt es, auf eine Besonderheit zu verweisen. Obwohl die starke Inflation bereits im Dezember 2021 einsetzte und die Preise für Rohstoffe und Energie nach oben schnellten, stiegen die Kurse des Bitcoins und Ethereum weiterhin an. Während der Bitcoin um etwa 30 Prozent stieg, ging der Kurs des Ethereum bis zum April 2022 sogar um 50 Prozent in die Höhe. Anschließend begann erst der Abstieg. Gegen Ende 2022 lag der Bitcoin sogar bei unter 16.000 Euro. Mittlerweile hat er sich auf einem stabilen Niveau von etwa 25.000 Euro eingependelt. Ähnliches gilt auch für Ethereum. Auch dessen Kurs hält sich derzeit auf einem konstanten Niveau.

 

Zugleich zeigen die Ripple News der letzten Monate, dass sich die Kurse rasch erholen können, wenngleich sie längst nicht das Vorkrisenniveau zurückerlangt haben. Und dennoch: Der Kurs von Ripple verdoppelte sich zwischen Januar und Juli 2023. Ein Beispiel dafür, wie schnell die Währungen bisweilen zurück in die Spur finden. Schließlich gilt es hierbei zu bedenken, dass die Inflation im direkten Vergleich sich längst nicht halbiert hat - weder in Deutschland, noch im weltweiten Durchschnitt.

 

Verlierer während Inflation

 

Anderen Kursen erging es hingegen deutlich schlechter. Verglichen mit den großen Namen der Branche ist bei einigen kaum eine Erholung zu sehen. Prominentestes Beispiel hierfür ist der Dogecoin. Lag dieser im Mai 2021 noch bei 0,52 Euro, fiel sein innerhalb von 13 Monaten auf ein Zehntel des Rekordhochs. Im Juni lag der Kurs des Dogecoin bei lediglich 0,051 Euro. Seitdem haben sich keine signifikanten Veränderungen gezeigt, was den Dogecoin zu einem der großen Verlierer der Krise machen. Eine nahezu identische Entwicklung ist auch bei Solana zu sehen. Obwohl die Währung aufgrund seiner zahlreichen Anwendungsfälle als Geheimtipp gilt, konnte sich der Kurs nach dem Einbruch nicht mehr erholen.

 

Der direkte Vergleich der Währungen in Zeiten der Inflation macht daher eines deutlich: Das Potenzial der jeweiligen Währungen bei der praktischen Anwendung ist für die Kursentwicklung nicht von Bedeutung, obwohl dieses häufig hervorgehoben wird. Stattdessen zeigt sich, dass die etablierten Kryptowährungen robuster sind. Während Währungen wie der Dogecoin oder Solana stagnieren, haben sich die Kurse der Branchenführer zumindest in Teilen wieder erholt. Gemein ist allen Kryptowährungen derzeit dennoch ein wichtiger Faktor. Unabhängig von Popularität und Wert sorgen die wirtschaftlichen und politischen globalen Probleme dafür, dass es kaum aufsteigende Kurse gibt. Selbst Bitcoin und Ethereum halten seit einigen Monaten in der Regel ein gewisses Niveau.

 

Wahrnehmung und Realität

 

Grundsätzlich könnte man meinen, dass die Inflation maßgeblich den Kurs einer Kryptowährung beeinflussen kann. Grundsätzlich ist dies nicht falsch, jedoch muss hierbei ein Aspekt genannt werden, der eine der Stärken der digitalen Währungen hervorhebt. So ist Deutschland stark von der Inflation betroffen. Noch im Juni und Juli lag die Inflationsrate in Deutschland bei über sechs Prozent und entspricht somit in etwa dem weltweiten Durchschnitt, wie ein Blick in die Statistik zeigt. Vergleicht man diese Werte mit dem Kurs unterschiedlicher Kryptowährungen, so wird deutlich, dass sie nicht zwangsläufig davon beeinflusst werden. Zwar ist in Summe zu sehen, dass der Kurs mehrere Währungen mit absinkendem Inflationsniveau wieder steigt, doch ist dies zweifelsohne nicht der einzige Faktor, der diese Entwicklung beeinflusst.

 

Den größten Einbruch erlebte der Bitcoin zwischen April und Juni 2022. Die Inflation in stieg jedoch bereits im Dezember 2021 stark an. Somit ist vielmehr davon auszugehen, dass die Inflation nur einen indirekten Einfluss auf die Kursbewegungen hat. Wahrscheinlicher ist, dass die Kurse aufgrund der unsicheren politischen Lage sanken, da viele Besitzer von Kryptowährungen ihre Anlagen in Panik verkauften.

 

Fazit - Die Kurse erholen sich langsam

 

Wenngleich die meisten Kryptowährungen parallel zur Inflation deutlich eingebrochen sind und die Inflation weltweit noch immer ein großes Thema ist, erholen sich beinahe alle Währungen wieder vom Einbruch. In einigen Fällen nähern sich die Werte sogar denen der Vorkrisenzeit an. Da in Zukunft mit einer abnehmenden Inflation zu rechnen ist und diese in wenigen Jahren wieder auf ihrem normalen Niveau ankommen soll, dürften sich die Kurse der Kryptowährungen in den nächsten Jahren nicht nur weiter erholen, sondern mitunter sogar neue Spitzenwerte erreichen.

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