SPORTMIX
Sport und Ehrenamt im Rampenlicht
Wipperfürth - In der Alten Drahtzieherei wurden erfolgreiche Athleten und Teams ausgezeichnet - Neben sportlichen Erfolgen stand auch das Ehrenamt im Mittelpunkt.
In der Alten Drahtzieherei wurden am Freitagabend zahlreiche Sportler und Mannschaften für ihre Leistungen geehrt, mit denen sie den Namen der Hansestadt Wipperfürth weit über die Stadtgrenzen hinausgetragen haben. Gleichzeitig rückte bei der traditionellen Sportler- und Ehrenamtsehrung erneut das Engagement der vielen freiwilligen Helfer in den Mittelpunkt.
Monika Breidenbach, Vorsitzende des Stadtsportverbands Wipperfürth (Foto rechts), begrüßte die Gäste und hob die große Vielfalt des Sports in der Stadt hervor. Allerdings fand die Veranstaltung dieses Mal in einem etwas kleineren Rahmen statt als in den vergangenen Jahren. Im Saal blieben einige Plätze frei, auch die Zahl der gemeldeten Teilnehmer fiel geringer aus. Woran das genau liegt, lasse sich nicht eindeutig sagen, erklärte Breidenbach. Sie hofft jedoch, dass die Sportvereine im laufenden Jahr wieder viele sportliche Erfolge feiern können: „Ich wünsche mir, dass wir bei der nächsten Sportlerehrung wieder einen voll besetzten Saal haben und die ganze Vielfalt unseres Sports sichtbar wird, um zu zeigen, wie lebendig unsere Sportlandschaft ist.“
Moderator Uli Becker führte durch den Abend, bei dem zunächst erfolgreiche Athleten und Teams aus den Wipperfürther Vereinen ausgezeichnet wurden. Die Bandbreite der ausgezeichneten Sportarten reichte vom Fußball über den Reitsport und den Sportschützen bis hin zum Para-Tischtennis sowie „PingPong Parkinson“. Wipperfürths Bürgermeisterin Anne Loth würdigte in ihrer Ansprache die Leistungen der Sportler und betonte die gesellschaftliche Bedeutung: „Was wir bei großen internationalen Wettbewerben bewundern, beginnt hier bei uns – im Verein, auf dem Trainingsplatz oder in der Sporthalle. Dort entstehen Teamgeist, Fairness und Zusammenhalt.“
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[Monika Breidenbach und Bürgermeisterin Anne Loth ehren Claus Küchen (SV Wipperfürth) für seine Leistungen im Para-Tischtennis (oberes Foto);
ein besonders bewegender Moment des Abends: Für ihr Engagement bei „PingPong Parkinson“ wurden Dorothe Sakelsek, Peter Merten und Doris Wertz ausgezeichnet (Foto unten).]
Im Mittelpunkt des zweiten Teils des Abends stand das Ehrenamt. Die Laudatio hielt BEW-Geschäftsführer Jens Langner, der die zentrale Rolle freiwilligen Engagements für das gesellschaftliche Leben hervorhob. „Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist Arbeit, die unbezahlbar ist“, zitierte er die bayerische Apothekerkammer-Vizepräsidentin Franziska Scharpf.
Langner verwies auf Zahlen aus dem Ehrenamtsatlas des Landes Nordrhein-Westfalen: Rund 65 Prozent der Menschen im Oberbergischen engagieren sich ehrenamtlich – durchschnittlich etwa 192 Stunden pro Jahr. Ohne dieses Engagement, so Langner, blieben Sportplätze leer und Hallen still. Trainer, Betreuer, Organisatoren und viele weitere Helfer sorgten dafür, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sport Gemeinschaft erleben können.
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[BEW-Geschäftsführer Jens Langner bei seiner Laudatio zur Bedeutung des Ehrenamts im Sport (oberes Foto); Mit Ehrenurkunde und Verdienstnadel wurden langjährig engagierte Ehrenamtliche von Jens Langner, Monika Breidenbach und Bürgermeisterin Anne Loth ausgezeichnet (unteres Foto).]
Als regional verankertes Energie- und Wasserversorgungsunternehmen unterstütze die BEW gezielt den Amateur- und Breitensport. Das Unternehmen engagiert sich regelmäßig bei Veranstaltungen und Projekten der Vereine. In diesem Jahr wurde der Stadtsportverband Wipperfürth zusätzlich mit 4.000 Euro unterstützt. Gemeinsam mit Breidenbach und der Bürgermeisterin überreichte Langner anschließend die Auszeichnungen an zahlreiche Ehrenamtliche, die von ihren Vereinen vorgeschlagen worden waren und sich über viele Jahre hinweg in besonderer Weise für den Sport eingesetzt haben.
Zur Übersicht der geehrten Sportler geht es hier. Die Übersicht der Ehrenamtskandidaten für „Wappenlöwe“ und Verdienstnadel gibt es hier.

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