SPORTMIX
Medaillentraum geplatzt: Japan zu stark für DTTB-Herren
Bergneustadt/London – Das deutsche Tischtennis-Team ist bei der Mannschafts-WM im Viertelfinale ausgeschieden – 1:3-Niederlage gegen Japan.
Große Enttäuschung für Deutschlands Tischtennis-Herren. Die Medaillenträume bei der Mannschafts-WM in London (England) sind geplatzt. Das DTTB-Team um den Bergneustädter Benedikt Duda unterlag am Donnerstagmittag im Viertelfinale Japan mit 1:3. Beide Teams waren bereits in der Vorrunde aufeinandergetroffen, am Wochenende hatte Deutschland Asiens Nummer zwei in einem dramatischen Match noch mit 3:2 besiegen können.
Am Donnerstag hatte das deutsche Team trotz guter Leistungen gegen einen furios aufspielenden Gegner, der seine Titelambitionen unterstrich, allerdings kaum eine Chance. Einzig Patrick Franziska (Saarbrücken) gelang es Shunsuke Togami mit 3:1 (11:6, 11:9, 8:11, 11:7) zu besiegen. Vollkommen chancenlos war Benedikt Duda gegen Topstar Tomokazu Harimoto. Der Bergneustädter, der bislang ein Topturnier gespielt hatte, fand im ersten Match des Tages nie in sein Spiel und unterlag dem Weltranglisten-Dritten mit 0:3 (4:11, 4:11, 6:11). Auch Dang Qiu (Düsseldorf) gelang es gegen Shootingstar Sora Matsushima und Tomokazu Harimoto nicht mehr das Ruder herumzureißen. Er verlor mit 1:3 (11:5, 2:11, 10:12, 5:11) sowie 0:3 (10:12, 13:15, 9:11). Duda hoffte vergeblich, gegen Sora Matsushima noch einmal an die Platte zu dürfen.
„Man muss anerkennen, dass Harimoto mental und spielerisch in absoluter Topform war. Er hat wirklich fehlerlos gespielt, absolut phänomenal. Er hatte enormes Selbstvertrauen und hat in engen Situationen gute Entscheidungen getroffen“, kommentierte Duda seine Niederlage gegenüber dem DTTB-Pressedienst. „So direkt nach dem Spiel sind wir natürlich alle extrem enttäuscht und leer, weil wir eigentlich auf einem sehr hohen Level gespielt haben. Aber die Jungs sollen wissen, dass sie eine tolle WM gespielt haben und darauf stolz sein können. Wir müssen daran arbeiten, dass wir noch einen Tick konstanter sind und uns eine bessere Setzung erarbeiten, um solchen Spielen aus dem Weg zu gehen“, zog Bundestrainer Jörg Roßkopf sein WM-Fazit.
Kritik gab es aus dem deutschen Lager erneut am für das Turnier neueingeführten, umstrittenen WM-Modus. Die sieben besten Nationen und Gastgeber England hatten am Wochenende nur ihre Setzliste ausgespielt; ein Turnier-Aus drohte dabei keiner Nation. „Ich stelle mir die Frage, wieso wir diese Gruppenphase gespielt haben, wenn wir am Ende mit unseren Gruppengegnern Japan und Taiwan in derselben Hälfte landen. Zuerst rauben wir uns unnötig die Kräfte, um dann genau das gleiche Szenario zu haben wie in der Gruppe“, meinte Dang Qiu, der insgesamt von einem guten Turnier sprach: „Mit solchen Leistungen kannst du an anderen Tagen weiterkommen, gegen andere Mannschaft sowieso, aber auch gegen die Japaner. Aber heute sollte es nicht sein.
Japan trifft im Halbfinale auf Schweden oder Taiwan. Die anderen beiden Halbfinalisten ermitteln Südkorea und China sowie Brasilien und Frankreich.
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