SPORTMIX
Fahrer erleben Hitzeschlacht beim Kurt-Wirths-Gedächtnispokal
Reichshof – Mensch und Maschine wurden am Wochenende auf dem Go-Kart-Ring Hahn-Wildbergerhütte besonders gefordert - Marlon Mathei siegt zum dritten Mal in Folge und darf den Wanderpokal behalten.
Von Peter Notbohm
Verdammt heiß dürfte es den Kartfahrern am Wochenende bei der 61. Auflage des Kurt-Wirths-Gedächtnispokals auf dem Go-Kart-Ring Hahn-Wildbergerhütte geworden sein. Außentemperaturen von über 36 Grad dürften in den Rennanzügen noch einmal potenziert worden sein und für viel Schweiß gesorgt haben. Bei hohen Temperaturen können im Cockpit durch Motorabwärme und Asphalt weit über 50 Grad entstehen.
Für Motorsportfans galt aber auch in diesem Jahr: Heiße Renn-Action, röhrende Motoren und dazu echte Motorsport-Schätze. Die traditionelle Rennveranstaltung, benannt nach dem einstigen Bahnbetreiber und ausgerichtet vom Go-Kart-Ring Hahn und dem RSC Westerwald, lockte in diesem Jahr 40 Rennfahrer aus Deutschland und den Niederlanden nach Wildbergerhütte.
Von optimalen Bedingungen sei man dabei aber weit entfernt gewesen, sprach Bahnbetreiberin Stefanie Wirths von „einer echten Hitzeschlacht“. Das habe sich auch auf die Zuschauerzahlen ausgewirkt. Besonders der Samstag sei ungewöhnlich schwach besucht worden. „Zum Glück waren es am Sonntag, dann dezent drei Grad weniger“, so Wirths, die sich zumindest am zweiten Renntag aber über volle Parkplätze rund um die Anlage freuen durfte.
Die Hauptattraktion war auch in diesem Jahr der Wettbewerb der historischen Karts. Bis zum Baujahr 1988 werden hier Boliden zugelassen. Auf die Strecke begaben sich Flitzer unter anderem aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Die acht historischen Karts fuhren dabei nicht um die Wette, sondern mussten eine Gleichmäßigkeitsprüfung ablegen. Diese erledigte Marlon Mathei aus Krefeld erneut am besten und darf den Wanderpokal nach dem dritten Sieg in Folge damit sein Eigen nennen.
Zweiter hinter ihm wurde Lokalmatador Marco Wirths, das Patenkind von Kurt Wirths und mehrfacher Champion. Er war nicht der einzige Fahrer aus dem Oberbergischen. Marvin Schönlein aus Odenspiel wurde in der Klasse KZ 2 Siebter; auch die beiden Gummersbacher Louis Klever (Sieger in der Bambini-Klasse) und Christian Scheele (Dritter bei den X 30 Senioren) gingen an den Start.
Am schnellsten wurde der Kurs auf dem Kartring-Oberberg mit den Schalter-Karts bewältigt. In der Spitze erreichen die Boliden bis zu 140 Stundenkilometer auf der oberbergischen Strecke. Dabei wurde in jedem der drei Läufe jeder Zentimeter von den Fahrern bis aufs Äußerste ausgereizt. Ganz oben auf dem Treppchen landete am Ende Sascha Steinhard vor Vorjahressieger Leo Stein.
Ergebnisse nach Klassen
Historische Karts
1. Marlon Marthei
2. Marco Wirths
3. Ethan Van Kowen
Senioren Rotax
1. Luca Noel Brandenburg
Rok Export
1. Dirk Hoitz
DD2
1. Lucas Schaar
2. Andreas Frenzel
3. Marcel Schaar
Senioren x 30
1. David Roland
2. Jannick Fal
3. Christian Scheele
GKC 100
1. Yannick Niesen
2. Tobias Niesen
Schalter (KZ 2)
1. Sascha Steinhard
2. Leo Stein
3. Rainer Machmer
Rotax Mini
1. Louis Klever
2. Paul Biermann
3. Matheo -Valentino Paasch
Bambini Watersvift
1. Leni Wunderlich
Bambini lamé light
1. Berry van Damm
X30 Junioren
1. Tom Schmidt
2. Moritz Weinstock
3. Niklas Falgt
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