SPORTMIX

Alte Drahtzieherei war erneut das oberbergische „Ally Pally“

pn; 23.02.2026, 17:30 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung ---- „Onehundredandeighty!“, hieß es am Wochenende in der Alten Drahtzieherei in Wipperfürth.
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Alte Drahtzieherei war erneut das oberbergische „Ally Pally“

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pn; 23.02.2026, 17:30 Uhr
Wipperfürth – Der Lindlarer Moritz Schmitz entthront Hans Wüstenberg bei der 2. Oberbergischen Dart-Challenge – Größe des Teilnehmerfeldes verdoppelt – Veranstalter wollen Termin überdenken.

Von Peter Notbohm

 

Am Wochenende flogen die Pfeile wieder durch die Alte Drahtzieherei in Wipperfürth. Dartsport erfreut sich in Deutschland weiterhin größter Beliebtheit. Kein Wunder also, dass die Organisatoren der 2. Oberbergischen Dart-Challenge das Teilnehmerfeld am Freitag und Samstag im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppelten. Insgesamt 60 Spieler bewarben sich um den Titel als Oberbergs bester Steeldarter. Den holte sich schließlich der Lindlarer Moritz Schmitz. Nachdem er sich über das gesamte Turnier kontinuierlich gesteigert hatte, bezwang er im Endspiel den Nümbrechter Lars Urbinat mit 4:1. Im Halbfinale warf er zudem den Titelverteidiger, den Wipperfürther Hans Wüstenberg, aus dem Wettbewerb.

 

[Moritz Schmitz (li.) gewann das Turnier. Stefan Rößler wurde Dritter.]

 

Das Turnier war am Freitagnachmittag mit der Qualifikation gestartet. In zwölf 5er-Gruppen wurden die besten Spieler für den Finaltag ermittelt. Bei freiem Eintritt hatten hier bereits rund 200 Zuschauer für einen leichten Hauch von „Ally Pally“-Atmosphäre gesorgt. Obwohl am Samstag nur noch 150 Zuschauer kamen, zog Organisator Björn Lange ein zufriedenes Fazit der zweiten Auflage des Turniers: „Schon in der Vorrunde hatten wir ein wirklich gutes Niveau. Wir hatten die wirklich besten Spieler aus dem gesamten Kreisgebiet bei uns.“

 

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Die Terminwahl sei aus Zuschauersicht in diesem Jahr aufgrund der Nähe zum Karneval nicht „ganz glücklich“ gewesen. Darauf wolle man im kommenden Jahr mehr achten. „Man hat gemerkt, dass eine gewisse Feiermüdigkeit so kurz nach dem Karnevalswochenende vorhanden war. Nächstes Jahr überlegen wir, vielleicht in den Januar zu gehen. Kurz nach der WM wäre der optimalere Zeitpunkt“, so Lange.

 

[Die beiden Profis Paul Krohne (li.) und Robert Marijanovic gaben sich fannah.]

 

In die Endrunde waren neben Schmitz, Urbinat und Wüstenberg auch Lukas Jung (Wipperfürth), Stefan Rößler (Nümbrecht) und Ulrich Becker (Marienheide) eingezogen. Komplettiert wurden die beiden 4er-Gruppen durch die beiden Profis Robert Marijanovic, vielen bekannt als Sport1-Experte, und Shooting-Star Paul Krohne, der 2026 als erster Deutscher die Open Kategorie der Dutch Open gewann. Beide traten außer Konkurrenz an und dominierten ihre Gruppen. Krohne gab kein einziges Leg an seine Konkurrenten ab. „Für unsere heimischen Spieler war es cool, auch einmal gegen solche Promis zu spielen. Der Spaßfaktor war dabei, aber Geschenke haben die Jungs nicht verteilt“, sagte Lange.

 

So blieben echte Überraschungen in der Gruppenphase aus. Für Lukas Jung und Ulrich Becker war das Turnier nach der Gruppenphase beendet. Im Halbfinale besiegte Lars Urbinat zunächst Stefan Rößler klar mit 4:1. Im Anschluss gewann der spätere Turniersieger Schmitz gegen Hans Wüstenberg mit 4:2. Das kleine Finale ging mit 3:2 an Rößler.

 

[ Verrückte Kostüme gehörten bei den Dartfans auch in diesem Jahr zum guten Chic in der Alten Drahtzieherei.]

 

Das gute Niveau der Spiele zeigte sich auch in den Statistiken. So wurde der letztjährige Average am Finaltag noch einmal um zwei Punkte auf einen Wert von 70,3 Punkte gesteigert, was einem starken Vereinsspieler entspricht. Zum Vergleich: Im WM-Finale spielte Weltmeister Luke Littler gegen Gian van Veen einen 106er-Average. Das rauchige „Onehundredandeighty!“ wurde vom Caller am Samstag immerhin zehnmal angesagt, dabei siebenmal bei den oberbergischen Amateuren. Das höchste Highfinish gelang Rößler mit einem Rest von 103 Punkten auf der Dartscheibe.

 

Für den Sieger gab es 450 Euro, insgesamt wurde ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro ausgespielt. Lange ließ angesichts der starken Resonanz unter den oberbergischen Dartspielern jedenfalls keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Oberbergische Dart-Challenge auch im kommenden Jahr wieder in Wipperfürth stattfinden wird.

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