SPORTMIX

25 Jahre Toleranz, Disziplin und Respekt

us; 02.06.2019, 11:45 Uhr
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Fotos: Ute Sommer (1), Michael Kleinjung --- Nach Abschluss des Jahreslehrgangs wurden die Nachwuchskarateka von Oberberg Karate Gummersbach mit Gürteln und Urkunden ausgezeichnet.
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25 Jahre Toleranz, Disziplin und Respekt

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us; 02.06.2019, 11:45 Uhr
Gummersbach - Mit einer kleinen Feierstunde im Rahmen des Jahreslehrgangs beging Oberberg Karate Gummersbach im TV Rebbelroth sein silbernes Dojo-Jubiläum.

Ute Sommer

 

Die Derschlager Sporthalle am Epelberg stand ganz im Zeichen des Karatesports, denn nach erfolgreichem Abschluss des Jahreslehrgangs wurden die rund 60 Nachwuchssportler von Oberberg Karate Gummersbach mit neuen Gürteln und Urkunden ausgezeichnet. Unter Anleitung ihrer Trainer Friedhelm Meisen und Nika Tsurtsumia hatten die Karateka im Alter von vier bis 15 Jahren zuvor Trainingsgrundlangen aufgefrischt und neue Kampftechniken hinzu gelernt.

 

Danach hieß es Platz nehmen auf der Tribüne für die Kampfkünstler, denn der Einladung zum offiziellen Teil des 25. Dojo-Geburtstages waren zahlreiche Ehrengäste in die Sporthalle gefolgt. Unter ihnen der stellvertretende Landrat Prof. Dr. Friedrich Wilke, Gummersbachs stellvertretender Bürgermeister Jürgen Marquardt, der Vorsitzende des Kreissportbundes, Hagen Jobi, und Thorsten Konzelmann als Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Gummersbach. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte schriftliche Grüße zum Jubiläum übermittelt.

 

[Als Vorsitzender des Kreissportausschusses gratulierte Friedhelm Julius Beucher (v.re.) den Trainern Nika Tsurtsumia und Friedhelm Meisen.]

 

"25 Jahre Karate Oberberg in Rebbelroth sind 25 Jahre Einsatz für die Herzenssache Judo", begrüßte Friedhelm Julius Beucher. Vorsitzender des Kreissportausschusses, die Anwesenden und stiftete, ob des Fauxpas prompt 50 Euro für die Vereinskasse. In kurzen Worten umriss der DBS- Präsident die Entstehung der Kampfsportabteilung und würdigte deren Initiator und Macher Friedhelm Meisen als prägende Persönlichkeit, dessen Expertise seine Eleven zum Gewinn hochdotierter Titel auf nationaler und internationaler Ebene führte.

 

Daneben und nicht weniger wichtig habe Meisen stets die Weitergabe einer liberalen Geisteshaltung an Heranwachsende im Blick gehabt, habe sich offen gegen Diskriminierung von Minderheiten und Rassismus bekannt. "Sein Dojo ist Heimstatt für Kinder jeder Nationalität und Hautfarbe und Zeichen der kleinen Karatewelt für das friedliche Zusammenleben in der großen weiten Welt", unterstrich Beucher den ungeteilten Einsatz des Karate-Meisters für Freiheit und Gleichheit aller Menschen.

 

Als äußeres Zeichen der Solidarität gegen Antisemiten trug der Geehrte selbst eine Kippa, die ihm von Wolfgang Birkholz, dem  Vorsitzenden der Oberbergischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit als Leihgabe zur Verfügung gestellt worden war. Rückblickend auf Werden und Wachsen des Vereins stellte Friedhelm Meisen mit Fabian Weber-Heck seinen ersten Meisterschuler vor, den er kurz nach Gründung von Oberberg Karate Gummersbach als Talent entdeckte, förderte und der nach vier Jahren den deutschen Meistertitel errang.

 

[Mit bewegenden Worten dankte Meisterschüler Fabian Weber-Heck seinem Lehrer Friedhelm Meisen.]

 

Als herausragendes Beispiel für gelungene Integration beschrieb er seine Begegnung mit dem damals jugendlichen Nika Tsurtsumia, dessen Potentiale sich durch die Förderung seines Trainers entfalten konnten. Als Bundeskaderathlet wurde der Ausnahmesportler mehrfacher Deutscher Meister und Worldcup-Sieger, krönte seine Karriere 2010 mit dem Titel des Premier-League-Champions. Unter den 2.600 Karatevereinen in Deutschlang zählt das Dojo in Rebbelroth zu den Top 20, unterstrich Meisen, denn "Karate heißt für andere da sein, für eine gute Zukunft kämpfen".

 

Wie über den Karatesport auch gesellschaftliche Grundhaltungen wie Toleranz, Disziplin und Respekt transportiert würden, lobte der stellvertretende Landrat Friedrich Wilke. Mit einer Hommage an seinen Lehrer Meisen, der ihm viele Werte über den Sport nahegebracht habe, sprach Fabian Weber-Heck die Schlussworte: "Wenn der Schüler besser ist als der Meister, hat der Meister seine Arbeit gut gemacht.“

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