SOZIALES

Vertrauen aufbauen

Red; 13.07.2020, 16:50 Uhr
Fotos: Kirchenkreis An der Agger/Judith Thies --- Kerstin Hartwich berät Menschen in akuter Wohnungsnot und arbeitet auch in der Prävention.
SOZIALES

Vertrauen aufbauen

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Red; 13.07.2020, 16:50 Uhr
Oberberg - Die Fachberatung Wohnungsnot bietet ein umfassendes Angebot für Hilfesuchende.

Die Fachberatung Wohnungsnot ist ein Dienst mit umfassendem Angebot: Beratungsstelle, Aufsuchende Arbeit, Arbeit mit Systemsprengern und Prävention zur Vermeidung von Wohnungsverlust. Kurz vor ihrem Urlaub hat Sozialarbeiterin Kerstin Hartwich noch „den Jungs“ aus der Notunterkunft Wiehl eine Waschmaschine besorgt.  Die haben sich mit 60 € beteiligt, die Anlieferung bezahlt und beim Aufbau geholfen. Dass die Klienten Eigenverantwortung übernehmen, finde sie auch sehr wichtig.  Jeden Freitag, von 9 bis 10 Uhr, bietet sie eine Außensprechstunde im evangelischen Gemeindehaus in Wiehl an und bekommt dort mit, wer in der Stadt offen oder versteckt ohne Wohnung ist. Versteckt bedeutet, dass ein Einzelner oder eine ganze Familie bei Freunden oder Verwandten unterkommt – ein Phänomen, das es im Oberbergischen immer häufiger gibt.

 

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Die Corona-Zeit habe für ihre Arbeit keine große Rolle gespielt.  „Die Probleme der Menschen haben ja nicht aufgehört.“ Öfter habe sie Informationen über das Virus und die Ansteckungsgefahr weitergegeben, etwa über die Inkubationszeit. Da seien nicht alle auf dem aktuellen Stand gewesen, auch wegen fehlender Informationsquellen. Die jüngeren Klienten seien oftmals pfiffig und könnten per Handy recherchieren, das hilft auch bei der Wohnungssuche. So habe eine junge wohnungslose Frau selbst per Handy E-Mails geschrieben und sich erfolgreich um eine Wohnung bemüht.

 

Die Diplom-Sozialarbeiterin Kerstin Hartwich arbeitet in der Waldbröler Fachberatung Wohnungsnot für den Oberbergischen Kreis. Die Fachberatung wird getragen von einer Kooperation aus Diakonie Kirchenkreis An der Agger, Caritas Oberberg und Diakonie Michaelshoven. Mit einer 50-Prozent-Stelle arbeitet sie für die Diakonie in der Fachberatung Wohnungsnot, mit einer zweiten 50-Prozent-Stelle in der Prävention. Dieser Teil der Arbeit ist größer geworden. Als Projekt ist die Prävention 2016 mit dreijähriger Laufzeit gestartet, gefördert vom Landesministerium Arbeit, Gesundheit und Soziales. 

 

Seit Juni 2019 finanzieren der Oberbergische Kreis und der Landschaftsverband Rheinland diese Aufgabe mit zwei Vollzeitkräften für den Oberbergischen Kreis. Ziel ist es, frühzeitig anzusetzen, um einen drohenden Wohnungsverlust zu vermeiden.„Manche Menschen wissen einfach nicht, an wen sie sich wenden können. Wenn sie einmal hier sind, können wir immer weiterhelfen. Unsere Aufgabe ist es, uns bekannt zu machen und immer wieder neu Vertrauen aufzubauen zu den Menschen.“

 

Das Büro von Kerstin Hartwich und ihren Kollegen ist in der Bröhlbahnstraße 5, auf der Rückseite des Kaufhauses für Alle. Zur erreichen ist sie unter Tel: 02291 808 500 und per E-Mail unter kerstin.hartwich@ekir.de

 

Weitere Informationen: ekagger.de/de/diakonie/fachberatung-wohnungsnot/

 

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