SOZIALES

Sponsoren machen E-Fahrzeug für Mobiles Aggertal möglich

lw; 19.05.2026, 13:57 Uhr
Foto: Lars Weber --- Sponsoren, Unterstützer und Vertreter des Vereins Mobiles Aggertal vor dem neuen E-Auto.
SOZIALES

Sponsoren machen E-Fahrzeug für Mobiles Aggertal möglich

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lw; 19.05.2026, 13:57 Uhr
Gummersbach – Das E-Auto ist seit Februar im Einsatz und wurde nun auch mit den Logos der Geldgeber bedruckt – Ehrenamtler berichten von ungebrochener Nachfrage für den sozialen Fahrdienst – Verein freut sich über jede Unterstützung.

Von Lars Weber

 

Für den Stadtteil und seine Menschen da sein, gerade Älteren eine Teilhabe am sozialen Leben bis ins hohe Alter ermöglichen: Mit diesen Zielen wurde 2017 der gemeinnützige Verein Mobiles Aggertal gegründet. Seitdem organisieren Ehrenamtliche montags bis freitags kostenfreie Fahrten für alle, die diesen Dienst benötigen. Angeschoben – auch finanziell – wurde der Verein von der Stadt Gummersbach. Inzwischen aber muss sich das Mobile Aggertal finanziell selbst tragen, auch wenn das Rathaus als starker Partner weiterhin an der Seite stehe. Wie sehr der Verein in der Gesellschaft inzwischen verwurzelt ist, zeigte aber die Anschaffung des neuen E-Autos. Dank diverser regionaler Hauptsponsoren durfte das Fahrzeug im Februar auf die Straßen rund um Dieringhausen und Vollmerhausen gehen. Am Montag ist das Fahrzeug nun den Geldgebern präsentiert worden – inzwischen ist es auch mit den entsprechenden Logos bedruckt.

 

Das Vorstandsteam um den Vorsitzenden Ulrich Pollkläsener nutzte die Gelegenheit, sich für die Unterstützung zu bedanken. Vor Ort waren unter anderem Vertreter von der AggerEnergie, der Sparkassen- und Bürgerstiftung für Gummersbach, des SAPV, des Lions Clubs Gummersbach, der Firma Gizeh sowie der Agger- und Medica-Apotheke und der Viktoria-Apotheke. „Das ist ein schöner Zusammenhalt auf dem Dorf“, sagte Pollkläsener. Die monatlichen Kosten seien für die Miete des Büros im Dieringhausener Bahnhof, für Heizung und für Strom über die Jahre am Steigen. Finanziert werde dies zum einen aus den Mitgliedsbeiträgen (moderate 12 Euro im Jahr), zum anderen ist das Mobile Aggertal aber auf zusätzliche Unterstützung und Sponsoring angewiesen.

 

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Erst recht, als es nun um ein neues Fahrzeug ging. Das E-Auto ist für vier Jahre geleast. Um die monatlichen Beiträge auf gutem Niveau zu halten, war eine Einmalzahlung über 16.000 Euro nötig, die vor allem durch die Hilfe der Sponsoren refinanziert worden sei. „Das macht uns mächtig stolz“, sagte Pollkläsener.

 

Der Vorsitzende nutzte auch die Gelegenheit, um auf die aktuelle Situation des Vereins einzugehen. Das Auto sei an den fünf Einsatztagen in der Woche meist komplett ausgebucht. Rund 4.000 Fahrten im Jahr kommen zusammen. Es sei ratsam, möglichst ein paar Tage vorher eine Fahrt zu buchen. 30 Ehrenamtliche, 20 Fahrer und zehn Engagierte im Büro, sorgten dafür, dass dies alles reibungslos klappt. Die Zahl nannte Pollkläsener solide, sie würden sich aber natürlich immer über Verstärkung freuen. „Viele sind von Anfang an dabei.“ Die große Wertschätzung der Kundinnen und Kunden sorge für eine andauernde hohe Motivation.

 

Zwischen Mitte 70 und Mitte 90 seien die meisten Menschen alt, die das Mobile Aggertal kontaktieren. Für sie ist die Fahrt zum Arzt, zum Einkaufen oder zum Seniorentreff häufig nicht nur ein netter Dienst, sondern ein wichtiger sozialer Kontakt. Geld für ein Taxi fehle den Senioren häufig. Ohne solch ein kostenloses Angebot wie dem Mobilen Aggertal würden sie weniger aus dem Haus kommen. „Wir schaffen eine Basis, um am Leben weiter teilnehmen zu können.“ Es sei wichtig, zu helfen, hinzuschauen und sich umeinander zu kümmern.

 

Wer den Verein unterstützen möchte, kann sich über die Homepage über Möglichkeiten informieren.

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