SOZIALES
Mit Herz und Leidenschaft für tierische Freunde
Gummersbach – Der Vier Pfoten Notdienst engagiert sich ehrenamtlich für Tiere aus dem Oberbergischen – Zwischen Rettung, Notfällen und Prävention.
Von Josephine Tscheliesnigg
Etwas Gutes tun und gleichzeitig seinen Traum verwirklichen – das ist Ansgar Heidermann im Februar gelungen. Er gründete Anfang des Jahres den Vier Pfoten Notdienst, um all jene Tiere zu retten, die im schlimmsten Fall keine Chance mehr auf Leben hätten.
„Das, was wir machen, das gibt es so nicht im Oberbergischen Kreis“, macht Heidermann deutlich. Das sei eine zusätzliche Motivation, um den Job zu machen. Aber: „Man muss auch ein stückweit bekloppt sein“, räumt er ein. Was mit einer Hundebox, einem Kescher, einer Schlingstange und einem Paar Handschuhe anfing, führte bisher schon zu drei Autos und neun freiwilligen Helfern. „Wir sind ein eingespieltes Team, von jung bis alt ist alles dabei“, erzählt der passionierte Tierretter. Die jüngste Helferin ist erst 19 Jahre alt, die älteste Dame bereits 62. Neben Höhenrettung, die auch oft in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr erfolgt, nimmt der Notdienst auch Fundtier- sowie Wildtieraufträge an. Ob angefahrener Waschbär, verirrtes Rehkitz oder weggelaufenes Haustieres – die Tierretter rücken aus, um zu helfen.
Zu den alltäglichen Aufgaben gehört zudem der ein oder andere Tiertransport. „Es war eine Überraschung für uns wie schnell wir von den Behörden angenommen wurden“, erzählt Heidermann. Mittlerweile sind sie oft erster Ansprechpartner für Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt. Gut vernetzt ist der Notdienst zudem mit Tierrettungen aus Köln, Düsseldorf und dem Rhein-Sieg-Kreis. Auch zu Tierärzten und Tierheimen aus der Umgebung haben sie einen engen Draht.
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Dabei fing die Arbeit des Teams recht überschaubar an. „Gestartet hat es damit, den Notdienst für das Tierheim Koppelweide in Wiehl zu fahren“ erinnert sich der Tierschützer. Inzwischen werden sie allerdings zu weitaus mehr Einsätzen und Aufträgen gerufen. Darüber sind die Ehrenamtler besonders froh. „Wir wollen auf uns aufmerksam machen, damit Betroffene wissen, wo sie anrufen können. Wenn es uns nicht gäbe, dann würden viele Tiere elendig in irgendwelchen Ecken verenden“, verdeutlicht er.
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Zu Beginn waren die Helfer ab 17 Uhr im Einsatz, inzwischen sind sie immer erreichbar und schauen, wie sie es neben ihren Hauptjobs einrichten können. Neben der großen Verantwortung hat Ansgar Heidermann vor allem eines: Spaß. „Die beste Rückmeldung ist die, die man direkt vor Ort bekommt. Wenn die Halter in Tränen ausbrechen, sind das Momente, die sind unbezahlbar“, schwärmt der Tierretter.
Die Ehrenamtler haben ein großes Ziel vor Augen: Ein gemeinnütziger Verein werden, denn dann können sie ihr Equipment noch weiter ausbauen und in Ausbildungen und Schulungen für die Helfer investieren. Doch das Team gibt schon jetzt sein Bestes: „Geht nicht, gibt’s nicht“, verdeutlicht Heidermann. Er habe bislang nicht einen Auftrag abgesagt, denn sein Motto ist: „Irgendwie bekommt man alles hin“. Gerne würden sie noch viel mehr Aufträge annehmen, allerdings fehlen dazu derzeit die finanziellen Mittel. Bis zur Möglichkeit Spenden annehmen zu können, dauert es zwar noch etwas – das hält die Tierliebhaber jedoch nicht davon ab alles zu tun, um möglichst vielen Tieren zu helfen.
Wer mehr über die Arbeit des Vier Pfoten Notdienstes erfahren möchte, der kann sich hier informieren.