SOZIALES

Einsam und doch gemeinsam

Red; 18.09.2020, 07:00 Uhr
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Foto: Jörg Bremicker ---- Die Laufbrigarde Oberberg absolvierte stolze 1.000 Kilometer für den guten Zweck.
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Einsam und doch gemeinsam

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Red; 18.09.2020, 07:00 Uhr
Oberberg – 192 Teilnehmer beim Mukolauf Oberberg 2020 – Corona sorgt für veränderte Bedingungen – 2862 Kilometer für den guten Zweck absolviert.

In gemütlicher Atmosphäre laufen und walken am Dorfhaus in Reichshof-Heienbach – so kennt man den Mukolauf aus den vergangenen Jahren. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten aber auch die Veranstalter des diesjährigen Mukolaufs umdenken. Unter dem Motto „einsam und doch gemeinsam“ nahmen 192 Läufer und Walker aus ganz Deutschland teil, ein Starter kam sogar aus Österreich. Gelaufen werden durfte an einem beliebigen Ort, anschließend etwas spenden oder sich seine Kilometer von Freunden oder Familie versilbern lassen. Insgesamt wurden 2862 Kilometer absolviert, der Erlös in Höhe von 6.405,01 € kommt vollständig dem Verein Mukoviszidose Bonn zugute.

 

Helmut Steigersdorfer hat die gleiche Geschichte wie Veranstalter Reiner Heske. Der Österreicher leidet ebenfalls an Mukoviszidose, bei ihm wurde bereits 2001 eine Doppel-Lunge transplantiert. „Über seine Teilnahme habe ich mich besonders gefreut, vor allem weil er nach 19 Jahren mit seiner Spenderlunge immer noch sportlich sehr aktiv ist“, sagt Heske, „das gab mir selbst Mut und Hoffnung.“

 

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Das läuferische Highlight des diesjährigen Mukolaufs war das Team der Laufbrigade Oberberg. Sie stellten mit 20 Teilnehmern nicht nur das stärkste Team im Feld, sondern erliefen auch starke 1.000 Kilometer für den guten Zweck. Alex Maier plante eine ganz besondere Challenge für den Mukolauf. Er wollte mit einem Teil der Laufbrigade einen „Ü100 Kilometer-Run“ mit 2.300 Höhenmetern quer durchs Oberbergische machen. Acht Starter des Teams schafften sogar einen Ultra-Marathon zwischen 45 und 80 Kilometern.

 

Katja Berger, Alex Maier, Heinz Floßbach und Markus Zimmermann setzten dem noch eine Krone auf und liefen 108 Kilometer, größtenteils Offroad. „Das war nur möglich, weil viele Freunde und Familien verteilt über die ganze Strecke Verpflegungsstände aufgebaut hatten und uns so toll motiviert haben“, sagte Maier. Christina Rodenbeck übertraf bei weitem ihr gestecktes Ziel von 46 Kilometern und schaffte durch die Motivation ihrer Gruppe 80 Kilometer.

 

Das zweitgrößte Team von BSP Bauer, Soest&Partner schaffte mit 14 Teilnehmern 179,5 Kilometer. Ihre Chefs versilberten jeden erlaufenen Kilometer mit fünf Euro. Elf Mitarbeiter vom Team „Gesundes Oberberg“ erliefen 189 Kilometer. Die PARI RunAIR’s kamen mit zehn Teilnehmern auf 95,6 Kilometer, gefolgt von den sechs Teilnehmern von „Organspende rettet Leben“ um Reiner Heske selbst, die mit 87,8 Kilometern auf heimischem Mukolauf-Gelände unterwegs waren. Auch Ironman Moritz Flader vom LG Gummersbach spendete dem Mukolauf Oberberg einen Betrag für seinen gelaufenen Halbmarathon (in 1:23:51).

 

Organisator Reiner Heske dankte allen weiteren Teilnehmern, die auch in Corona-Zeiten an der Veranstaltung teilgenommen hatten und hofft, im kommenden den 5. Mukolauf Oberberg wieder in gewohnter Atmosphäre veranstalten zu können.

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