SOZIALES

Rückblick auf zehn Jahre Netzwerkarbeit

mkj; 17.11.2019, 10:15 Uhr
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Fotos: Michael Kleinjung --- Weitblick-Lotsen beschrieben ihre Projekte.
SOZIALES

Rückblick auf zehn Jahre Netzwerkarbeit

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mkj; 17.11.2019, 10:15 Uhr
Oberberg - Die Ehrenamtsinitiative Weitblick feierte gestern im Bergneustädter Krawinkel-Saal Geburtstag - Es gab unterhaltsamen Austausch.

In den vergangenen zehn Jahren haben Weitblick-Lotsen viele gemeinnützige Projekte in ihren Städten und Gemeinden entwickelt und umgesetzt. Viele Projekte und Initiativen, die zur Sicherung der Lebensqualität im Oberbergischen beitragen, existieren nur durch den Einsatz von ehrenamtlichem Engagement.

 

[Sylvia Asmussen, hier mit Landrat Jochen Hagt, ist Leiterin der Ehrenamtsinitiative Weitblick des Oberbergischen Kreises und hat die Netzwerkfäden fest in der Hand]

 

„Das Netzwerk Weitblick ist ein Netzwerk, das vor zehn Jahren die Landschaft des Ehrenamtes an einer ganz wichtigen Stelle ergänzt hat“, begrüßte Landrat Jochen Hagt die geladenen Gäste in der Bergneustädter Begegnungsstätte Krawinkel-Saal. Natürlich gäbe es im Oberbergischen Kreis ausgeprägtes Ehrenamt in verschiedensten Institutionen und Vereinen, angefangen bei der Freiwilligen Feuerwehr über die Schützen bis zu den Chören. „Es ist so, dass wir mit Weitblick viele Menschen ansprechen, die eben nicht in bestimmten Form unterwegs sind, sondern sich selbst in ganz unterschiedlichen Projekten einbringen möchten, die aber jenseits der üblichen Vereinsstrukturen liegen“, so Hagt.

 

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Im Rahmen der Festveranstaltung wurden verschiedene Weitblickprojekte an Infoständen vorgestellt. In Tischgruppen wurde erörtert, wie bürgerschaftliches Engagement zukünftig im Oberbergischen Kreis gelebt werden kann. Zudem tauschten sich in einer moderierten Podiumsdiskussion Landrat Jochen Hagt, Engelskirchens Bürgermeister Dr. Gero Karthaus und Andreas Kersting, Leiter des Referats „Bürgerschaftliches Engagement“ in der NRW-Staatskanzlei, über gemeinnütziges Engagement aus.

 

[Kindergärtnerin Julia im Alterssimulatuinsanzug: "Es war sehr schwerfällig  und man musste immer schauen, dass man nicht aneckt oder nach vorne fällt." - Allein die Weste wog 45 Kilo ]

 

Viele Vereine und Initiativen, existieren nur durch den Einsatz von ehrenamtlichem Engagement. Der Kreisverwaltung ist es deshalb ein großes Anliegen, bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt zu fördern und zu unterstützen. Für ihre Mitbürger sind die Weitblick-Lotsen zu festen Bürozeiten zumeist in den Rathäusern ansprechbar und dienen als Fachleute zum Thema Ehrenamt. Dabei bringt die „Ehrenamtsinitiative Weitblick“ Angebot und Nachfrage zum Thema Ehrenamt zusammen. In den vergangenen Jahren hat sich die Ehrenamtsinitiative ständig weiterentwickelt. Die Lotsen tragen mit neuen Projektideen dazu bei, dass das ehrenamtliche Netzwerk in den Städten und Gemeinden immer weiterwächst.

 

[Bergneustadts Bürgermeister Wilfried Holberg war Gastgeber der Veranstaltung. Hier mit (v.l.) Heike Veit, Schulsozialarbeiterin der Gemeinschaftshauptschule Bergneustadt und  Schulleiterin Carmen Bloch, die Bergneustadts Standortlotsin Waltraud  Pschirrer (und später allen Standortlotsen) mit einem kleinen Geschenk für ihre Arbeit, besonders in Hinblick auf die Sozialführerscheine dankte. Daneben: Claudia Adolfs, Fachbereichsleiterin für Bildung, Soziales und Ordnung bei der Stadt Bergneustadt]

 

Ein Projekt ist beispielsweise der Sozialführerschein: Bei diesem außerschulischen und nicht an eine Schulform gebundenen Angebot, engagieren sich Schüler der neunten Klassen an vier Nachmittagen in Senioren- und Behinderteneinrichtungen, in Kindergärten oder in vergleichbaren Einrichtungen. Sie erhalten eine theoretische Einführung, Praxisbegleitung, ein Auswertungsgespräch und abschließend ein Zertifikat. Ebenfalls gut angenommen werden auch die Repair Cafés in vielen Kommunen. Diese finden einmal pro Monat an einem gleichbleibenden Ort statt. Dort werden im Rahmen von Nachbarschaftshilfe zumeist Kleingeräte repariert, die ansonsten weggeworfen würden. Dabei geht es neben der Müllvermeidung auch um das Beisammensein und die Möglichkeit zur Kontaktpflege in der Nachbarschaft.

 

Die Ehrenamtsinitiative wurde 2009 durch das Oberbergische Bündnis für Familie der Kreisverwaltung als ,,Leuchtturmprojekt Weitblick - Freiwilligendienste aller Generationen im Oberbergischen Kreis" im Rahmen des Projektes ,,Engagement schlägt Brücken" mit einer Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegründet. Kooperationspartner in der Gründungsphase waren das Haus der Familie, Wipperfürth, die Diakonie Michaelshoven, die Caritas und die Freiwilligenbörse Oberberg.

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