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Odenspiel: Betreuer der Kinderfeuerwehr legen Ämter nieder

Red; 16.05.2019, 15:30 Uhr
Oberberg Aktuell
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Odenspiel: Betreuer der Kinderfeuerwehr legen Ämter nieder

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Red; 16.05.2019, 15:30 Uhr
Reichshof – Wegen Meinungsverschiedenheiten zur Übernahme in die Jugendfeuerwehr sind drei Betreuer der Kinderfeuerwehr Odenspiel von ihren Ämtern zurückgetreten.

[Foto: Steiniger --- Entlang der Frage, wann die Übernahme von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr erfolgen sollte, scheiden sich in Reichshof die Geister.]

 

Drei der insgesamt fünf Betreuer der Kinderfeuerwehr Odenspiel sind von ihren Ämtern zurückgetreten, darunter Rolf und Kathrin Steiniger, die die Kinderfeuerwehr 2014 ins Leben gerufen haben. Grund hierfür sei ein Konflikt mit der Feuerwehrleitung, so Kathrin Steiniger, der seit rund anderthalb Jahren schwelt und die Übernahme in die Jugendfeuerwehr betrifft. Das Land Nordrhein-Westfalen gibt vor, dass der Wechsel von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr im Alter von zehn bis zwölf Jahren erfolgen soll. Innerhalb dieses gesetzlich vorgegebenen Rahmens kann die Leitung jeder einzelnen nordrhein-westfälischen Feuerwehr festlegen, wann die Übernahme in die Jugendfeuerwehr erfolgt.

 

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Für die Reichshofer Feuerwehr mit ihren zwei Kinderfeuerwehr-Standorten in Eckenhagen und Odenspiel hat die Wehrleitung entschieden, dass die Übernahme im Alter von zehn Jahren erfolgt. „Dies wird seit mehreren Jahrzehnten so praktiziert und es hat sich bewährt, dass die jüngeren mit den älteren Kindern gemeinsam den Dienst in der Jugendfeuerwehr bestreiten. Begründete Ausnahmen werden dabei natürlich zugelassen“, erklärt Christoph Dick, Leiter der Feuerwehr, die Reichshofer Regelung. Kathrin Steiniger, selbst Mutter eines zehnjährigen Mitglieds der Kinderfeuerwehr, empfindet dies als Bevormundung durch die Feuerwehrleitung: „Eine Regel sollte nicht mehr zählen als der Wille der Eltern und Betreuer“, argumentiert sie. Dagegen hält Wehrführer Dick: „In einer Feuerwehr von über 600 Mitgliedern muss es auch Absprachen und Regeln geben. Diese Regeln müssen eingehalten werden, damit der Mechanismus Feuerwehr reibungslos funktioniert - Auch wenn das manchmal schwerfällt oder man die Regeln auf den ersten Blick nicht versteht.“

 

Entlang dieser beiden unterschiedlichen Positionen spitzte sich der Konflikt zu, bis Rolf und Kathrin Steiniger sowie Klaus Altmann vom Amt der Betreuer der Kinderfeuerwehr Odenspiel zurücktraten. Um den Fortbestand der Nachwuchs-Truppe müsse man sich jedoch keine Sorgen machen, so Larissa Weber von der Gemeindeverwaltung: Die weitere Betreuung der Gruppe sei gesichert.

 

KOMMENTARE

1

Wieso lassen die Betreuer (Eltern eines Mitgliedes) nicht die Kinder entscheiden.
Ich selber bin mit 10 Jahren in die Jf eingetreten und bin nun schon 21 Jahre dabei und es hat mir nicht geschadet mit den älteren Mitgliedern den Übungsdienst zu meistern.
Wie Wehrführer Dick schon sagt, es gibt bestimmte Regeln wo sich dran gehalten werden sollte und es ist schade das immer alles in Frage gestellt werden muss.

Löschzwerg , 17.05.2019, 13:52 Uhr
2

Die Altersgrenze für die Kinderfeuerwehr liegt bei 10 Jahren. Da ist es schon ein deutliches Entgegenkommen der Wehrführung, eine Ausnahme bei einem Kind zu machen, was im July 12 Jahre alt wird.
Für das Alter ab 10 Jahren gibt nun mal die Jugendfeuerwehren, welche in der Gemeinde einen sehr guten Ruf genießen.
Es ist schon bemerkenswert, dass es einem Gemeinde-Brandmeister negativ ausgelegt wird, dass er grundsätzliche Regeln bzw. Vorgaben auf Wunsch von Einzelnen nicht verändern möchte, obwohl bereits Ausnahmen gemacht wurden.
Als langjähriges Mitglied der freiwilligen Feuerwehr kann ich nur hoffen, dass der Ruf unserer Gemeinschaft nicht durch solche Vorkommnisse leidet.

Grizu, 21.05.2019, 12:56 Uhr
3

Unser Kind war auch in der Kinderfeuerwehr und ist mit 10 Jahren in die Jugendfeuerwehr gewechselt. Es war der richtige Schritt für die Entwicklung von unserem Kind, auch wenn wir uns als Eltern erst daran gewöhnen mussten, nicht überall dabei zu können. Er ist auch ganz stolz, keine „Helikopter-Eltern“ mehr zu haben. Schade finden wir es nur, wie durch uneinsichtige Eltern die Verantwortlichen der Feuerwehren negativ dargestellt werden.

Familie Trimborn, 22.05.2019, 19:36 Uhr
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