REICHSHOF

Geschichte erlebt und andere Perspektiven kennengelernt

Red; 28.01.2026, 18:15 Uhr
Fotos: Gesamtschule Reichshof --- Die Schüler besuchten die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.
REICHSHOF

Geschichte erlebt und andere Perspektiven kennengelernt

Red; 28.01.2026, 18:15 Uhr
Reichshof – Schüler der Gesamtschule Reichshof besuchten das befreundete Liceum Ogólnokształcące im polnischen Łańcut.

Was bleibt, wenn Jugendliche Geschichte nicht nur lernen, sondern erleben? Für die Schüler der Gesamtschule Reichshof ist diese Frage keine theoretische. Beim Schüleraustausch mit dem I Liceum Ogólnokształcące im polnischen Łańcut wurde Vergangenheit greifbar. Seit 24 Jahren verbindet beide Schulen eine enge Partnerschaft.

 

Der Weg der Reise war bewusst gewählt. In Krakau setzten sich die Jugendlichen mit den Ursprüngen jüdischen Lebens auseinander: mit Kultur, Alltag, religiösem Leben und gesellschaftlichen Bedingungen. Sie lernten, dass jüdisches Leben über Jahrhunderte selbstverständlicher Teil Europas war.

 

Diese Erfahrungen bildeten die Grundlage für den anschließenden Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Dort wurde deutlich, wie dieses Leben durch den Nationalsozialismus systematisch zerstört wurde. Die Verbindung beider Orte machte Geschichte verständlich - als Entwicklung mit einem tiefen Bruch.

 

 

„Bildung bedeutet für uns mehr als Wissen. Wir wollen junge Menschen dazu befähigen, Verantwortung zu übernehmen und Haltung zu zeigen. Gerade an solchen Orten wird klar, warum Demokratie und Menschlichkeit geschützt werden müssen“, erklärte Schulleiter Markus Sutoris, der die Fahrt zusammen mit Joanna Jarmonik und Schulsozialarbeiter Olaf Kemper begleitet.

 

Neben der historischen Auseinandersetzung stand das Miteinander im Mittelpunkt. Die Schüler lebten in polnischen Gastfamilien und nahmen am Alltag ihrer Austauschpartner teil. „Es sind echte Freundschaften entstanden. Der Austausch hat mir geholfen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und andere Perspektiven kennenzulernen“, meinte Schüler Felix Müller.  

 

Der Gegenbesuch der polnischen Schüler ist für April geplant.

WERBUNG

WERBUNG