REICHSHOF

Artenschutztage im Affen- und Vogelpark gestartet

ad; 20.09.2026, 08:58 Uhr
Fotos: Astrid Deckers --- Eine individuelle Parkführung vom Parkleiter Ludger Schmidt erhielten Katja Wonneberger-Kühr, Marc Zimmermann, Jan Gutowski, Ex-Bürgermeister Rüdiger Gennies und der stellvertretende Landrat Harald Langusch.
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Artenschutztage im Affen- und Vogelpark gestartet

ad; 20.09.2026, 08:58 Uhr
Reichshof - Erstmalig bietet der Affen- und Vogelpark Eckenhagen in diesem Jahr vier Artenschutzaktionstage im September an - Die Vielfalt an Angeboten stieß bereits am ersten Tag auf großes Zuschauerinteresse.

Von Astrid Deckers 

 

Der Landeszooverband NRW hat seit dem vergangenen Jahr jeden September zum Monat des Artenschutzes erklärt. Parkleiter Ludger Schmidt, der knapp 1.000 Tiere aus 120 Tierarten in seinem Park beherbergt, von denen 50 Prozent im Bestand gefährdet sind, entwickelte das Konzept an zwei Septemberwochenenden unterschiedlichste, zusätzliche Angebote für alle Altersgruppen, um sie für die immense Bedeutung der Artenvielfalt zu sensibilisieren. Zum Start in die Aktionswochenenden trafen sich am Samstag Vertreter aus Politik und Verwaltung im Park, um bei einer ausführlichen Führung einen Eindruck vom Gelände und seinen Bewohnern an sich, aber auch von den tagesaktuellen Aktionen zu bekommen.

 

[Ob begehbares Riesenareal mit Berberaffen und anderen Tieren oder kleines Gehege mit Ottern, stets ist der Gast ganz nah am Tier.]

 

Reichshofs Bürgermeister Jan Gutowski zeigte sich besonders von der Entwicklung des Parks, den er seit Kindertagen kenne, beeindruckt. Besonders hob er den Schutz der Tiere aus der Region hervor, aber auch den Mehrwert, den ein Parkbesuch den Menschen bringe. Trotz erheblicher Um- und Neubauten in der Vergangenheit würden bereits Pläne zum weiteren Ausbau und zur Umgestaltung der Anlage existieren und so bestätigte Parkleiter Schmidt, dass die ersten Gespräche mit dem Bauamt bereits erfolgreich stattgefunden hätten. Für Katja Wonneberger-Kühr, Leiterin der Kur- und Touristinfo Reichshof, stellt der Park ein Highlight im Angebot für Touristen dar. Die Resonanz der Urlauber würde dies stets bestätigen. Auch für den Landtagsabgeordneten Marc Zimmermann (Bündnis 90/Die Grünen) sei der Park ein „Besuchermagnet“ und habe enorme Bedeutung für Tourismus und Wirtschaft.

 

[Ihre sportliche Fitness bewiesen die Ehrengäste im Artenschutztag-Bewegungsparcours, während die Jugendlichen den Kick beim Wasserrad suchten.]

 

Der Artenschutz ist ein wesentliches Anliegen des Parks und dieses stellen Parkleiter Schmidt und sein Team kontinuierlich unter Beweis. So habe man beispielsweise in den Achtzigern an einem UHU-Projekt teilgenommen, das durch die nunmehr weltweit gesteigerte Population erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Aktuell ist man an einem Projekt zur Populationsvermehrung der Totenkopfaffen und zum Schutz des Steinkauzes beteiligt.

 

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Um die Besucher zu informieren, wie sich auch jeder Einzelne selbst am Artenschutz beteiligen kann, wird an diesem und am kommenden Wochenende ein Nistkasten-Projekt für Gäste angeboten. Hier wird vermittelt, wie Vögel nisten, welche Kästen zu welchen Vogelarten passen und was es sonst alles zu beachten gilt. Bei besonderen Fütterungen der Tiere werden von Tierpflegerin Lea Masuch Informationen zu den bedrohten Tierarten vermittelt und beim „Artenschutz-Bingo“, das kleine und große Besucher am Eingang erhalten, geht man auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Anlage. Da gilt es Eicheln, Ahornblätter oder auch ein Insektenhotel zu finden.

 

In der Straußwirtschaft, neben dem Berberaffengehege lässt es sich bei einem Glas Wein von der Ahr oder der Mosel entspannen und die Kleinsten finden in der unmittelbaren Umgebung Fahrgeschäfte und einen Spielplatz. Wer sich über den Artenschutz im Vogelpark, aber auch die eigenen heimischen Möglichkeiten informieren will, hat dazu noch am heutigen Sonntag und am kommenden Wochenende Gelegenheit. Und falls sich jemand fragt, warum die Polarfüchse in ihrem Gehege eine braune Fellfarbe haben, dem verrät Schmidt auch gerne die Antwort: „Polarfüchse wechseln die Fellfarbe von braun im Sommer hin zu silber-grau-weiß im Winter, um sich an ihre ursprüngliche Heimatumgebung anzupassen.“

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