POLITIK

Auftakt: Wo steht Wipperfürth 2040?

ls; 29.09.2021, 16:35 Uhr
Fotos: Leif Schmittgen.
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Auftakt: Wo steht Wipperfürth 2040?

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ls; 29.09.2021, 16:35 Uhr
Wipperfürth - Mehrere Säulen soll das ISEK für das Stadtzentrum und die Kirchdörfer beinhalten – Gestern Abend fand die Auftaktveranstaltung zur Ideensammlung in der Voss-Arena statt.

Von Leif Schmittgen

 

Wo steht die Stadt Wipperfürth im Jahre 2040? Diese Frage stellten sich gestern Abend Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Politik in der Voss-Arena. Dort fand die Auftaktveranstaltung unter dem Motto „Wipperfürth 2040“ statt. Geplant ist, bis Ende 2022 ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) aufzustellen, dass die Stadt zukunftsfähig machen soll. Dazu haben sich die Verwaltung und die externen Berater der Firma „Runge IVP“ fünf Säulen überlegt, die gestern im Rahmen der Auftaktveranstaltung vorgestellt wurden und zu denen die Bürger Impulse liefern sollen.

 

Wohnen und Wohnumfeld, Gewerbe und Einzelhandel, Freiraum und Tourismus, Freizeit, Kultur und soziale Infrastruktur und Mobilität heißen die übergeordneten Schwerpunkte. Unter diesen sollen viele Themen im Detail erarbeitet werden, um Ende kommenden Jahres ein durch Bund und Land zu förderndes Konzept aufzustellen.


Über den Bevölkerungsrückgang, die Vermeidung weiter Strecken mit dem Auto, die fortschreitende Flächenversiegelung und das energetische Wohnen in der Zukunft informierten die beteiligten Stadtplaner von Runge unter anderem. „Die Wege sind im oberbergischen Vergleich am längsten“, sagte Firmenchef Hans-Rainer Runge (Foto). Kluge Konzepte, zum Beispiel mit Carsharing oder einer Optimierung des Öffentlichen Personennahverkehrs, gelte es deswegen gemeinsam zu erarbeiten. Die Häuser haben ein Durchschnittsalter von 40 Jahren, dadurch ergebe sich ein energetischer Nachholbedarf. Das kulturelle Angebot sollte erweitert werden, lauteten nur einige Impulse der Planer.


Im Anschluss gab es eine Mitmach-Messe, wo an Themenständen Anregungen und Kritik abgegeben werden sollten. Dabei geht es neben dem Zentrum auch um die Kirchdörfer: „Wegen der Coronakrise hatte ich bisher kaum Gelegenheit, sie zu besuchen“, sagte Bürgermeisterin Anne Loth. Umso wichtiger sei es zu erfahren, wo dort der Schuh besonders drücke. Bau-Fachbereichsleiter Stephan Theo Hammer (Foto) hatte die Gäste zuvor über die Struktur eines ISEK und den Zeitplan informiert. Es gehe auch darum, die Stadt lebenswerter zu machen.

 

Schließlich waren die Bürger gefragt. Rund 100 Vorschläge gab es zu jedem Themenschwerpunkt, die es in den kommenden Tagen auszuwerten gilt. Genannt wurden unter anderem Mehrgenerationenwohnen, Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche, der innerörtliche Radwegeausbau und Barrierefreiheit.

 

[Die Bigband der Musikschule sorgte für Unterhaltung zwischen den Vorträgen.]

 

Ortsspaziergänge

 

Als nächste Maßnahme steht bereits am Samstag, 2. Oktober, die nächste Bürgerbeteiligung auf dem Programm: Dann sind alle Interessierten eingeladen, gemeinsam die Stadtteile von Wipperfürth bei Ortsbegehungen zu erkunden. Begleitet durch die beauftragten Planungsbüros und die Stadtverwaltung werden jeweils - maximal zweistündige - Spaziergänge angeboten, bei denen die Teilnehmer ihre Lieblingsplätze zeigen und direkt vor Ort beschreiben können, an welchen Stellen sie sich Veränderungen für die Zukunft wünschen. Alle Anregungen der Bürger - als Experten für ihren Ortsteil - werden aufgenommen und sind ebenfalls ein Baustein bei der weiteren Bearbeitung des Konzepts.

 

Die Spaziergänge starten an folgenden Treffpunkten:

 

10 Uhr

Innenstadt: Marktplatz

Agathaberg: Kirchvorplatz St. Agatha

Hämmern: Friedhofsparkplatz

Ohl: Volksbank (Oberklüppelberg)

 

14 Uhr

Egen: Parkplatz an der Kirche

Kreuzberg: Kreuzung Im Siepen/In den Lehmkuhlen

Thier: Kirchvorplatz St. Anna

Wipperfeld: Kirchplatz St. Clemens

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zudem soll es im Dezember eine Veranstaltung geben, bei der die politischen Vertreter in das ISEK einbezogen werden sollen.

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