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TOB wird fit gemacht für die Oberstufe – auch beim DBG wird es spannend

lw; 28.11.2025, 13:00 Uhr
Archivfotos: Lars Weber.
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TOB wird fit gemacht für die Oberstufe – auch beim DBG wird es spannend

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lw; 28.11.2025, 13:00 Uhr
Wiehl – Stadt nimmt rund 2,5 Millionen Euro für die künftige Gesamtschule in Bielstein in die Hand – Währenddessen nimmt das Vergabeverfahren an einen Totalunternehmer für den Gymnasium-Umbau Fahrt auf.

Von Lars Weber

 

Viele Viertklässler, Jugendliche und Eltern haben sich in den vergangenen Wochen bei den Tagen der offenen Tür an der TOB-Sekundarschule in Bielstein und am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ein Bild der beiden weiterführenden Schulen in Wiehl gemacht. Mehr denn je waren diese Termine eine Momentaufnahme. Denn klar ist, dass an beiden Schulen in der kommenden Zeit große, teils lange herbeigesehnte Veränderungen anstehen. Aus der Sekundarschule wird ab dem Schuljahr 2026/27 eine Gesamtschule. Um die Gebäude fit zu machen für die Oberstufe, wird die Stadt rund 2,5 Millionen Euro in die Hand nehmen, wie die Verwaltung im Rahmen des Schul- und Sozialausschusses berichtete. Und auch beim fast 60-Millionen-Euro-Projekt, der Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums, erreicht das Vergabeverfahren an einen Totalunternehmer die nächste Stufe.

 

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Andreas Zurek, Fachbereichsleiter Hochbau, machte deutlich, dass einige anstehenden Maßnahmen auch ohne die Umwandlung in eine Gesamtschule am Schulzentrum angestanden hätten, so die Erneuerung der Trinkwasser- und Fernwärmeleitungen oder auch eine neue Schließanlage. Mit dem positiven Bescheid von der Bezirksregierung und dem Urteil des Verfassungsgerichts in der Tasche ergeben sich nun aber noch weitere Notwendigkeiten, um den Anforderungen der gymnasialen Oberstufe gerecht zu werden. Der Plan wurde in Abstimmung mit der Schulleitung gefasst. „So etwas geht nur, wenn alle in einem Boot sitzen“, so Zurek.

 

Wiehler Kinder haben Vorrang

Grünes Licht gegeben hat der Ausschuss für die Einschränkung auswärtiger Schüler an der Gesamtschule. Damit möchte die Stadt von einer Regelung im Schulgesetz NRW Gebrauch machen. Demnach nkann der Schulträger festlegen, dass Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Heimatgemeinde bereits eine Schule der gewählten Schulform besuchen können, bei Überschreitung der Aufnahmekapazität abgewiesen werden können. Durch diese Regelung solle sichergestellt werden, dass bei einem Anmeldeüberhang Wiehler Kinder aufgenommen werden und auswärtige Schüler abgelehnt werden, sofern sie in ihrer Heimatgemeinde die entsprechende Schulform besuchen können. Dieses Vorgehen stärke auch die Nachbarkommunen mit einer Gesamtschule, heißt es in der Beschlussvorlage. 

 

Denn mit einigen Einschränkungen werden Schüler und Lehrer im nächsten Jahr zu leben haben. Ein besonderer Fokus liege auf der zukünftigen Verortung der Oberstufe, die in der oberen Etage des C-Trakts untergebracht werden soll. Die dortigen Räume müssen grundlegend aufgearbeitet und modernisiert werden – „vom Estrich bis zu den Toiletten“. Wenn man aber einmal an dieses Gebäude rangeht, sollen weitere Maßnahmen erledigt werden. Das betrifft besonders die Südseite, wo die Beschattung marode sei. Der Sonnenschutz soll ebenso neu gemacht werden wie die Fenster.  Zusätzlich zu diesen Plänen werde überlegt, wie mit den naturwissenschaftlichen Fachräumen umgegangen wird.

 

Für die baulichen Maßnahmen wurden zwei Millionen Euro vom Fachbereich angemeldet für den Haushalt, für die Ausstattung kommen nochmal rund 400.000 Euro hinzu. Bei der Umsetzung möchte die Stadt den Turbo einlegen, gearbeitet wird daher nicht nur in der unterrichtsfreien Zeit. Ziel sei es, mit den grundlegenden Arbeiten bis zum Start des ersten Gesamtschuljahrgangs nach den Sommerferien fertig zu sein. „Das ist eine sportliche Aufgabe, aber das sind wir ja gewohnt“, so Zurek.  

 

 

Etwas gedulden muss sich noch das Gymnasium. Die stellvertretende Dezernatsleiterin Alexandra Noss berichtete von dem Totalunternehmerverfahren, das aktuell laufe. Inzwischen seien von acht Interessenten fünf namhafte Unternehmen in der Angebotserstellungsphase angekommen. „Es kommen täglich Fragen von den Firmen, es gab auch schon Besichtigungstermine und weitere stehen an“, so Noss, die das alles als positives Zeichen wertet. Mit den Erstangeboten wird bis zum März gerechnet. Nach einer Prüfung und Verhandlungsrunden startet anschließend die zweite Angebotsrunde, bevor es an die Vergabe durch den Rat geht. Noss rechnet damit, dass dies im Oktober 2026 der Fall sein wird. Sie glaubt, dass es mindestens drei Angebote geben wird. „Das wäre ein gutes Ergebnis!“

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