POLITIK
Neue Rettungswache kommt direkt an die L 302
Engelskirchen – Kreistag hatte dem Grundstückskauf zugestimmt – Planungen laufen – Lange Suche von Erfolg gekrönt – In Radevormwald fehlt das Grundstück für eine neue Wache weiterhin.
Von Lars Weber
Mittlerweile ist es fünf Jahre her, dass der Kreistag den aktualisierten Rettungsdienstbedarfsplan verabschiedet hat. Ein wichtiger Auftrag an die Verwaltung: Um die vorgegebenen Hilfsfristen einhalten und um neue Fahrzeuge unterbringen zu können, müssen zahlreiche neue Rettungswachen gebaut oder die bestehenden Gebäude erweitert werden. Seitdem läuft die Suche nach geeigneten Standorten auf Hochtouren. Einige Erfolgen konnten seitdem vermeldet werden (OA berichtete hier und hier), in manchen Kommunen schien sich der Kreis aber die Zähne auszubeißen bei der Suche, allen voran in Engelskirchen und Radevormwald. In der vergangenen Kreistagssitzung konnte nun endlich der Grundstückskauf für eine neue Rettungswache in Engelskirchen beschlossen werden. In Radevormwald sucht die Verwaltung indes weiter.
Das lange Warten hat sich für den Kreis und die Rettungswache gelohnt, könnte man angesichts des Standorts sagen. Denn dieser liege „einsatztaktisch“ tatsächlich „ideal“, wie ein Sprecher des Kreishauses auf Anfrage mitteilt. Eingerahmt wird das rund 7.200 Quadratmeter große Areal in direkter Nähe zu Unterkaltenbach auf beiden Seiten von der Landstraße 302. Zum einen fungiert die L 302 dort als Autobahnzubringer und zum anderen als Verbindungsstück zur Olpener Straße. An der Kreuzung der beiden L 302-Straßen stand lange Zeit der mobile Blitzer des Kreises.
Laut Kreis ist die Entwurfsplanung in Arbeit, letztlich soll die Wache ähnlich gestaltet sein wie die Wachen, die zuletzt geplant worden sind. So sollen sich die Rettungskräfte schnell in jeder Wache zurechtfinden. Es wird davon ausgegangen, dass der Bauantrag im Sommer gestellt werden kann.
Da die Wache am Berg und an einer vielbefahrenden Straße liegen wird, ist die verkehrliche Erschließung der Rettungswache spannend. Laut Kreis soll sie in Richtung des Teilstücks der L 302 zwischen Hardt und Autobahnzubringer erfolgen. Die Lage der Einfahrt sei laut Kreisbaudezernent so gewählt, dass sie möglichst weit entfernt vom Kreuzungsbereich liegt, „doch der Topografie des Grundstücks noch gerecht wird“. Die Erschließung wurde im Vorfeld mit dem Landesbetrieb Straßen als zuständigem Straßenbaulastträger abgestimmt.
Der Landesbetrieb teile auf Nachfrage mit, dass bereits im vergangenen Jahr dazu eine Ortsbegehung mit den maßgeblichen Institutionen – sprich unter anderem dem Kreis, Straßen-NRW, dem Straßenverkehrsamt, der Kreispolizei, Vertretern des Rettungsdienstes und der Feuerwehr – gegeben habe. Aktuell liege dem Landesbetrieb eine Vorplanung des Kreises über die Erschließung an die L 302 (Bereich Zufahrtsrampe) vor, die nun final abgestimmt werden solle.
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[Grafik: Landesbetrieb Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Rhein-Berg --- An der L 302 werden nach aktuellen Planungen weitere Ampeln hinzukommen. Geplant sind sie am Knotenpunkt, wo auch die neue Rettungswache entstehen soll (lila Areal) sowie an der Kreuzung von L 302 und L 136.]
„Nach unserer internen Erhaltungsplanung ist eine umfangreiche Sanierung des hier betroffenen Streckenabschnittes einschließlich des Brückenbauwerkes (Oberflächensanierung) im Zuge der L 302 notwendig.“ Diese Sanierung soll mit dem Neubau und dem Anschluss der Rettungswache an die L 302 koordiniert werden. „Denkbar wäre eine Umsetzung mit dem notwendigen planerischen Vorlauf in 2028.“ Dabei könnte nach heutiger Einschätzung dann auch eine „Signalisierung des Knotenpunktes“ erfolgen. Aktuell vorgesehen sei eine Ampel am Knotenpunkt Richtung Autobahn (in der Grafik an der unteren Dreiecksspitze im markierten Bereich), neben einer weiteren Ampel am Knotenpunkt zur L 136 - die Anlagen würden entsprechend aufeinander abgestimmt, so der Landesbetrieb.
Während also nun alle acht Standorte außer Radevormwald gesichert sind, arbeitet der Kreis auch an der Klärung des letzten Fragezeichens. „In Radevormwald konnte noch kein Grundstück erworben werden, es laufen Gespräche mit Eigentümern und der Stadt zu geeigneten Flächen.“
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