POLITIK
Merkurareal: Neuer Investor, neues Projekt
Waldbröl - Rat stimmte in nicht-öffentlicher Sitzung den neuen Plänen für die noch freie Fläche an der Kaiserstraße zu - 54 neue Wohnungen sollen entstehen.
Nachdem die Stadt nach dem Rückzug des letzten Investors lange Zeit auf der Suche nach neuen Interessenten war, die auf der noch freien Fläche auf dem Merkurareal Richtung Kaiserstraße ernst machen möchten, hat diese Suche nun ein Ende gefunden. Im Stadtentwicklungsausschuss wurde diese Woche das Konzept für das zentrale Grundstück vorgestellt, das im anschließenden Rat am Mittwochabend auf breite Zustimmung stieß. Das Projekt wurde einstimmig beschlossen, wie die Stadtverwaltung heute mitgeteilt hat.
"Das Merkurareal birgt aufgrund seiner zentralen Lage zwischen der neu gestalteten Kaiserstraße und dem Grünzug am Waldbrölbach ein enormes städtebauliches Potenzial. Ziel ist es, hier ein lebendiges Innenstadtquartier zu schaffen, das Wohnen, Versorgung, Dienstleistungen und Aufenthaltsqualität miteinander verbindet", schreibt die Verwaltung.
Mit dem nun vorgestellten Konzept des Architekturbüros MX-Architektur „Vom Park zur Stadt“ für den Investor „Roci Group“ solle ein modernes, nachhaltiges Quartier entstehen. Vorgesehen ist eine viergeschossige Bebauung mit begrünten Fassaden und "durchdachten Grundrissen". Ein besonderes Merkmal stelle das Erschließungssystem mit Laubengängen dar, die nicht nur funktional seien, sondern auch als Orte der Begegnung und Kommunikation dienen sollen.
Insgesamt sollen auf dem Areal 54 neue Wohnungen entstehen, die überwiegend barrierefrei beziehungsweise rollstuhlgerecht gestaltet sind. Im Erdgeschoss ist ein Nutzungsmix aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Gesundheitsangeboten vorgesehen. "Ein besonderes Highlight wird zudem ein Restaurant im Staffelgeschoss sein, das den neuen Stadtbaustein zusätzlich aufwertet", so die Verwaltung weiter. Unterhalb der Gebäude ist eine Tiefgarage geplant.
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[Blick von der Kaiserstraße auf die geplanten Gebäude.]
Bürgermeisterin Larissa Weber zeigt sich laut Mitteilung begeistert über die Entwicklung: „Ich freue mich sehr, dass auf diesem zentralen und bedeutenden Grundstück im Herzen unserer Stadt nun endlich ein architektonisch hochwertiges und zukunftsweisendes Projekt realisiert werden soll." Ihr Dank gelte auch den politischen Gremien, die dieses Vorhaben einstimmig unterstützen und damit "ein starkes Signal für die positive Entwicklung Waldbröls" setzten.
Auch die Investoren unterstreichen die Bedeutung des Projekts: „Mit dem Konzept ‚Vom Park zur Stadt‘ möchten wir ein modernes, lebendiges Quartier schaffen, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt und zugleich neue Impulse für die Innenstadt setzt. Besonders wichtig sind uns dabei hochwertige Architektur und eine hohe Aufenthaltsqualität für die Menschen vor Ort.“
Bis gebaut werden kann, müssen sich die Waldbrölerinnen und Waldbröler aber noch etwas gedulden. Zunächst muss der Bebauungsplan angepasst werden. Wenn alles glatt läuft, so hofft Bürgermeisterin Weber, dass in der zweiten Jahreshälfte 2027 mit dem Bau begonnen werden kann. Verwirklicht wird dann auch der Stadtplatz. Das städtische Projekt war noch zurückgestellt worden, nachdem der vorherige Investor abspringen musste, weil die Tiefgarage unter der Fläche liegen soll. Nun kann auch dieser Plan weiter verfolgt werden. Die Fördergelder dafür müssen bis zum 30. September beantragt werden, so Weber auf OA-Nachfrage.
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