POLITIK
In Nachbarschaft zum Rathaus: Bundestagsabgeordneter Köstering hat nun ein Wahlkreisbüro
Nümbrecht - Mit Gästen aus der eigenen Partei sowie aus der Kommunalpolitik hat der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan Köstering mitten in Nümbrecht sein Wahlkreisbüro eröffnet.
Von Peter Notbohm
Die Hauptstraße in Nümbrecht wird zur Politik-Meile. Am Freitag hat dort an Hausnummer 17 der oberbergische Bundestagsabgeordnete der Linken Jan Köstering in direkter Nachbarschaft zum Rathaus sein Wahlkreisbüro eröffnet. „Für Die Linke ist das ein großer Schritt, dass wir sehr prominent, sehr präsent in meiner Kommune an die Öffentlichkeit gehen“, begrüßte Köstering nicht nur zahlreiche Parteifreunde, sondern auch Vertreter von CDU und SPD an seinem neuen Büro. Auch ein prominenter Gast war ins Oberbergische gekommen: Der Linken-Fraktionsvorsitzende des Bundestags, Sören Pellmann, der im Rahmen der NRW-Wahlkampftour der Partei im Kreissüden Station machte.
Bei der Eröffnung des Wahlkreisbüros handle sich nicht nur um einen organisatorischen Schritt, sondern es sei vor allem ein sichtbares Zeichen dafür, wie wichtig ihm der direkte und persönliche Austausch und der Kontakt zu Vertretern aus Kommunalpolitik, Verwaltung Hilfsorganisationen und Zivilgesellschaft ist, sagte Köstering. Er sei immer bereit für den Dialog, um oberbergische Angelegenheiten in den Bundestag einzubringen.
„Wir wollen hier Politik machen“, ergänzte der Sprecher für zivilen Bevölkerungs- und Katastrophenschutz im Innenausschuss. In seinen neuen Räumlichkeiten wird künftig auch Sozialberatung angeboten. „Und ab und zu wird auch mal eine Party stattfinden“, so Köstering, der hinsichtlich des anstehenden Kommunalwahlkampfs zudem ergänzte: „Wir als Linke sind nicht mehr wegzudenken. Wir waren lange totgesagt und haben gezeigt, dass wir auch auferstehen können.“ Das Wahlkreisbüro wird geleitet von Marko Wegner.
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[Zur Eröffnung durfte Köstering mit Sören Pellmann (r.) seinen Fraktionsvorsitzenden aus dem Bundestag in Nümbrecht begrüßen.]
Sören Pellmann ging in seinem Grußwort vor allem auf das Erstarken von Rechts ein. Als Leipziger komme er aus einem Bundesland, in dem mittlerweile fast jeder zweite Wähler sein Kreuz bei der AfD mache. Gleichzeitig warb er dafür, dass die CDU ihre Brandmauer nach links aufgibt und im Kampf um Zwei-Drittel-Mehrheiten im Bundestag das Gespräch auch mit seiner Partei sucht. „Wahlkreisbüros sind ein wichtiger Anker, damit wir wissen, was in unseren eigenen Kommunen passiert. Dieses Angebot hier vor Ort ist ein weiterer Mosaikstein, um zu verhindern, dass unsere Gesellschaft nicht noch weiter nach rechts kippt“, so der Linken-Fraktionsvorsitzende.
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