POLITIK
Hellbusch freut sich auf „frische Ideen und neue Perspektiven“
Nümbrecht – Der neue Bürgermeister wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats vereidigt, ebenso wie das neu zusammengesetzte Gremium.
Von Lars Weber
Gemeinsam arbeiten für das Wohl der Gemeinde sowie die Bürgerinnen und Bürger: Diese Maßgabe hat der neue Bürgermeister Nümbrechts Thomas Hellbusch bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend im Rathaus vorgegeben. Es herrschte viel Interesse an der Premiere von Hellbusch als Redenius-Nachfolger und an der Einführung der Gemeinderatsmitglieder. Das Gremium ist von 32 auf 38 Sitze angewachsen. Während die WGHL nicht mehr angetreten war, konnte die AfD auf Anhieb sechs Sitze für sich beanspruchen - und ist direkt zweitstärkste Kraft. Die erste Sitzung verlief maximal harmonisch: Die Bildung und Besetzung der Ausschüsse ging einstimmig für die Bühne, und auch die Bürgermeister-Stellvertreter Gisa Hauschildt (CDU) und Detlev Michalke (GUD) – beide wurden gemeinsam von CDU, SPD, Grüne, GUD, FDP und Linke aufgestellt – bekamen in geheimer Wahl bei 37 Stimmen nur eine Enthaltung. „Zusammen für Nümbrecht!“, bedankte sich Hauschildt nach der Wahl.
Sie bestätigte damit die Stimmung, die Bürgermeister Hellbusch direkt zum Eingang der Sitzung in seiner kurzen Anfangsrede bereits heraufbeschworen hatte. Hellbusch, der zuvor als Gemeinderatsmitglied aktiv war und nun mit seiner Wahl nach vorne gerückt ist, bezeichnete dies als „Freude und Ehre“ gleichermaßen. Er dankte den anwesenden Ratsmitgliedern, dass sie sich ehrenamtlich für Nümbrecht engagierten. In dieser ersten Sitzung – gespickt mit Formalitäten – werde das Fundament gelegt für die kommenden fünf Jahre, so Hellbusch. Er freue sich auf die Visionen, die Nümbrecht lebenswert halten sollen. Gerade in den Ausschüssen und den Diskussionen darin würden die Weichen für die Umsetzung der Ideen gestellt, weshalb er die vielen anwesenden Nümbrechterinnen und Nümbrecher dazu einlud, zu diesen öffentlichen Terminen ebenso zu erscheinen.
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[Thomas Hellbusch wird von Henry Daub verpflichtet und der neue Bürgermeister zusammen mit seinen Stellvertretern Detlev Michalke und Gisa Hauschildt.]
Durch die neue Zusammensetzung des Rats und den Wechsel an der Verwaltungsspitze verspricht sich Hellbusch „frische Ideen und neue Perspektiven. „Ich bin überzeugt, dass wir viel erreichen können. Hier werden die Entscheidungen getroffen, die alle Nümbrechter unmittelbar beeinflussen.“ Immer einer Meinung würden sie nicht sein. Er forderte daher sachliche Diskussionen in konstruktiver Atmosphäre und Respekt im gemeinsamen Umgang. „Das beste Argument soll gewinnen, nicht die lauteste Stimme!“
Nicht ohne ein wenig Aufregung, aber mit einem Lächeln, wurde Hellbusch anschließend vom dienstältesten Ratsmitglied Henry Daub (CDU) verpflichtet. „Ich wünsche dir viel Geschick.“ Am Dienstag, 9. Dezember, geht es weiter mit dem Haupt- und Finanzausschuss und schon am Donnerstag, 11. Dezember, mit der ersten regulären Ratssitzung.
Sitzverteilung im Rat
CDU: 17, AfD: 6, SPD: 5, Grüne: 4, GUD: 3, Linke: 2, FDP: 1
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