POLITIK

Glücksfall: 374.700 Euro gehen nach Lindlar

ks; 24.04.2026, 15:00 Uhr
Foto: Hakan Ekmen --- Der Kunstrasenplatz in Hohkeppel erhält eine Förderung des Bundes.
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Glücksfall: 374.700 Euro gehen nach Lindlar

ks; 24.04.2026, 15:00 Uhr
Lindlar – Die Gemeinde erhält eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ – Weitere Projekte im Oberbergischen werden nicht gefördert.

Im Januar hat sich die Gemeinde Lindlar mit fünf Projekten für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beworben (OA berichtete). Auf dem Zettel hatte die Gemeinde die Lennefetalhalle, die Vossbruchhalle, die Kunstrasenplätze in Frielingsdorf und Hohkeppel sowie den Naturrasenplatz Lindlar. Jetzt ist klar: Zumindest eines der Projekte wird im Rahmen des Bundesprogramms gefördert – und das als einziges in ganz Oberberg. Wie OA in dieser Woche von Sanae Abdi erfahren hat, erhält die Gemeinde für den Kunstrasenplatz in Hohkeppel 374.700 Euro. Abdi ist Kölner SPD-Bundestagsabgeordnete und Betreuungsabgeordnete für den Oberbergischen Kreis.

 

„Es ist schön, dass wir von dem Kuchen etwas abbekommen haben“, sagte Lindlars Bürgermeister Sven Engelmann gestern Abend in einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Schriftlich liege der Verwaltung dazu noch nichts vor, allerdings konnte der Bürgermeister zumindest von einer mündlichen Mitteilung berichten. In der Projektliste ist Lindlar aufgeführt mit dem Projekt „Sanierung des Kunstrasenplatzes in Lindlar“. Gemeint ist damit der Platz in Hohkeppel. Auch wenn die anderen Projekte keine Berücksichtigung gefunden haben, sagte Engelmann: „Wir können uns darüber sehr freuen. Es ist großartig, dass dieser Platz dabei ist.“

 

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Die Mittel stammen aus dem Bundesförderprogramm, das vielerorts auch als Sportmilliarde bekannt ist. Ziel ist, Städte und Gemeinden bei der Sanierung und Modernisierung ihrer Sportstätten zu unterstützen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat diese Woche Mittwoch die Projekte der ersten Tranche des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ausgewählt. Dabei sei versucht worden, alle Regionen und Wahlkreise im Bundesgebiet zu berücksichtigen. Für den Oberbergischen Kreis war es in dieser Runde der Kunstrasen in Hohkeppel.

 

Mit Blick auf den Kunstrasenplatz in Hohkeppel teilte Hakan Ekmen als Vereinsvorsitzender der Eintracht mit, dass dieser Schritt längst notwendig gewesen ist. Umso größer ist in Hohkeppel die Freude darüber. „Wir bedanken uns herzlich für die positive Entscheidung zur Sanierung unseres Kunstrasenplatzes. […] Ein besonderer Dank gilt der Gemeindeverwaltung sowie unserem Bürgermeister Sven Engelmann, deren Engagement und Unterstützung diese Maßnahme erst möglich gemacht haben.“

 

Vergeben werden in der ersten Runde des Bundesprogramms 333 Millionen Euro. Bundesweit wurden über 3.600 Anträge von Städten und Gemeinden eingereicht mit einer Gesamtfördersumme von 7,5 Milliarden Euro. Diese Zahlen zeigen nicht zuletzt, wie hoch der Sanierungsbedarf ist. Aktuell läuft das Verfahren für die zweite Runde, in der 250 Millionen Euro ausgeschrieben sind. Bei dieser Förderrunde geht es um die Sanierung und Modernisierung von Schwimmbädern. Interessenbekundungen können bis zum 19. Juni eingereicht werden.

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