POLITIK

Fahrradweg rund um Nümbrecht bald lückenlos

lw; 02.03.2021, 13:22 Uhr
Symbolfoto: Thomas B. auf Pixabay
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Fahrradweg rund um Nümbrecht bald lückenlos

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lw; 02.03.2021, 13:22 Uhr
Nümbrecht – Bund und Land fördern den Ausbau der Strecke zwischen Breunfeld und Homburg-Bröl mit fast 800.000 Euro – Rundweg über 50 Kilometer durch mehrere Kommunen wird so möglich.

Von Lars Weber

 

Das NRW-Verkehrsministerium hat in dieser Woche den ersten Teil des „Förderprogramms Nahmobilität 2021“ veröffentlicht. Mit hohen Summen ist erstmals auch der Bund für Projekte vor Ort mit dabei, wie der CDU-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Bodo Löttgen in einer Mitteilung schreibt. 156 Maßnahmen in ganz Nordrhein-Westfalen werden mit rund 50 Millionen Euro gefördert – auch die Gemeinde Nümbrecht kann hiervon profitieren und bekommt demnach 789.400 Euro. Bestimmt ist das Geld für den Lückenschluss des Radweges auf einem ehemaligen Bahndamm zwischen Nümbrecht-Breunfeld und Homburg-Bröl. Dort fuhr einst die Kleinbahn von Bielstein nach Waldbröl.

 

Bürgermeister Hilko Redenius freut sich über die frohe Kunde aus Düsseldorf. Der Lückenschluss über etwa sechs Kilometer beschäftigt die Verwaltung und den Rat schon rund drei Jahre, in denen schwierige Verhandlungen über Grundstücke und Genehmigungen angestanden hätten. Das Ziel: den alten Bahndamm für diesen Zweck zu reaktivieren. Dass es jetzt weitergeht, sei nicht nur gut für die Gemeinde Nümbrecht, so der Bürgermeister auf Nachfrage, sondern für die ganze Region.

 

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Bislang endet der Radweg abrupt in Breunfeld und geht erst in Homburg-Bröl weiter. „Wenn die Lücke geschlossen ist, steht den Menschen ein 50 Kilometer Weg rund um die Gemeinde durch mehrere Kommunen zur Verfügung.“ Der Rundweg erstreckt sich von Homburg-Bröl über Elsenroth, Marienberghausen, Ruppichteroth und Waldbröl, Grötzenberg und Winterborn zurück nach Homburg-Bröl. „Auf diesem Ring gibt es Anschluss an diverse weitere Radwege“, sagt Redenius. Damit werde nicht nur den Menschen vor Ort ein attraktives Angebot gemacht, sondern der Radweg sei auch touristisch spannend.

 

Wie es konkret weitergeht und wann die Maßnahme umgesetzt, ist noch unklar. Redenius möchte erst den endgültigen Bescheid abwarten. Insgesamt wird der Lückenschluss mehr als 800.000 Euro kosten. Die Gemeinde muss dank der Förderung zehn Prozent selbst tragen.

KOMMENTARE

1

Eigentlich eine echt tolle Sache ... nur wenn er dann endlich fertig ist verwildert er, wie zahlreiche Beispiele an schlecht, bis gar nicht gepflegten Radwegen in der Gmd. Nümbrecht zeigen.
Absolut unzumutbare Negativbeispiele findet man dort z.B. zwischen Göpringhausen u. Heddinghausen, oder zwischen Herfterath u. Marienberghausen.
Nicht nur das dort Dreck, Laub u. Müll nicht, oder nur unzureichend entfernt werden, sondern auch Schlaglöcher, Spurrillen u. durch Unkraut und Wurzeln gehobener Teer, laden dort zum Hinfallen und Stürzen ein.
Wenn man dann genau deswegen die Straße benutzt, wird man noch von ahnungslosen Autofahrern angepöbelt.
Denen biete ich dann immer freundlich an selbst einmal darüber zu fahren u. sich an den vielen Scherben dort die Reifen platt zu fahren.

Mathias Pack, 02.03.2021, 14:00 Uhr
2

kann meinem Vorkommentator da als Radfahrerin nur Recht geben was die Pflege und den Unterhalt der Nümbrechter Radwege angeht. das geht in anderen Gemeinden wesentlich besser und vorbildlicher!

Silke, 03.03.2021, 19:25 Uhr
3

Herr Pack trifft den Nagel auf den Kopf.
Neben dem Ausbau soll bitte auch der Erhalt bestehender und zusätzlicher Infrastruktur im Haushaltsplan ausreichend berücksichtigt werden. Andernfalls sind solche Investitionen nicht nachhaltig!

Außerdem verwundern mich zunehmend Stoppschilder auf Radwegen, um AutofahrerInnen beim Abbiegen die Vorfahrt zu gewähren. Eine bauliche Verkehrsführung, durch die FahrradfahrerInnen Teil des Straßenverkehrs sind und somit auch für alle VerkehrsteilnehmerInnen besser sichtbar, sollte in meinen Augen insbesondere in Ortschaften bevorzugt werden. Dann sind AutofahrerInnen auch nicht überrascht, dass wenn sie abbiegen oder aus der Einfahrt fahren, plötzlich ein E-Bike über die Motorhaube fliegt.

Sören Bingel, 04.03.2021, 11:58 Uhr
4

Die meisten der in den Kommentaren angesprochenen Radwege befinden sich an Landesstraßen. Für die Pflege ist also das Land zuständig und nicht die Gemeinde. Da ist die mangelnde Pflege also eine Folge der verfehlten Schwarz-Gelben Verkehrspolitik...
Das Positive ist, dass für den neuen Radweg die Gemeinde zuständig ist.

Henrik Köstering, 05.03.2021, 09:49 Uhr
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