POLITIK

Container sollen bald verschwinden

ls; 24.02.2026, 14:05 Uhr
Fotos: Leif Schmittgen --- Tauschten sich vor Ort in Dieringhausen aus: Joachim Tump (re.), Raoul Halding-Hoppenheit sowie weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung.
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Container sollen bald verschwinden

ls; 24.02.2026, 14:05 Uhr
Gummersbach – In Dieringhausen schauten sich gestern Bürgermeister und Stadtverordnete einige „Hotsports“ in Dieringhausen an und versuchen, die Situation für Anwohner zu verbessern.

Von Leif Schmittgen

 

Die Menschen in Gummersbach-Dieringhausen sind geplagt von wild abgelagertem Müll. Insbesondere im Bereich der Altkleidercontainer an der Aggerhalle häufen sich regelmäßig illegale Müllberge – die – obwohl nicht in deren Zuständigkeit – mehrmals wöchentlich von Bauhofmitarbeitern beseitigt werden. Gestern hatte Stadtoberhaupt Raoul Halding-Hoppenheit die Menschen in und um den Stadtteil im Rahmen des Formats „Bürgermeister vor Ort“ zum Gespräch geladen.

 

 

Zuvor hatte es mit Verwaltungsspitze, Stadtverordneten und weiteren Interessierten einen Rundgang durch den Ort gegeben. Hinter ebenjenen Containern hatte die Stadt vor einiger Zeit einen Metallzaun errichten lassen. „Nur um zu verhindern, dass der Müll in der Agger landet“, so Halding-Hoppenheit. Als weiteren „Hotspot“ machten sie den Bereich hinter der Sparkasse aus, wo regelmäßig Fixer ihre Utensilien hinterlassen, ebenso wie auf dem angrenzenden Kauflandparkplatz. „Im Winter ist hier weniger los, im Sommer aber kommen die Menschen sogar aus Köln hierher“, berichtete der Dieringhausener Stadtverordnete Joachim Tump. Ob die bevorstehende Sperrung der Bahnstrecke die Situation entschärft, bleibe abzuwarten. Seit etwa zwei Jahren habe sich die Lage dort verschärft.

 

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Auf dem Grundstück der katholischen Kirchen standen ebenfalls diverse Container, die zu Drogenexzessen einluden. Diese wurden inzwischen entfernt. „Die Mitarbeiter sind angehalten, nur mit dicken Handschuhen in der Hecke hinter dem ehemaligen Containerstandort zu reinigen“, berichtete Tump. Der Grund: In der dichten Vegetation werden etliche Spritzen vermutet.

 

 

So wie die Müllbehälter am Gotteshaus sollen nun auch die Container an der Aggerhalle verschwinden. So kündigte es der Bürgermeister bei der gestrigen Veranstaltung an. „Spätestens Ende März sollen die Container verschwunden sein“, so der Bürgermeister. Das Vorhaben wurde von den meisten Anwesenden ausdrücklich begrüßt, auch wenn es – zumindest vorerst – keinen Ersatzstandort gibt und die „ehrlichen“ Altkleiderspender durch weitere Anfahrten das Nachsehen haben. Ob die Container andernorts wieder aufgestellt werden oder es möglicherweise regelmäßige Haustürsammlungen gibt, soll nun von der Verwaltung geprüft werden.

 

Um diverse Drogen- und Alkoholexzesse künftig möglichst zu unterbinden, kündigte Halding-Hoppenheit Schwerpunktkontrollen an den Hotspots in Dieringhausen an. Das Personal werde nicht verstärkt, auch eine „Stadtwache 2.0“, wie auf dem Steinmüllergelände schloss er aus. Er hofft stattdessen auf Hinweise aus der Bürgerschaft. Dafür gibt es eine Hotline. Unter Tel.: 02261/87 25 72 können Ordnungsamtsmitarbeiter informiert und dann ggfs. aktiv werden.

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