POLITIK

Hagelstein fordert Redenius heraus

pn; 30.08.2020, 13:45 Uhr
Fotos: Rüdiger Hagelstein, Wolfgang Grümer.
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Hagelstein fordert Redenius heraus

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pn; 30.08.2020, 13:45 Uhr
Nümbrecht – OA stellt die Bürgermeisterkandidaten der Gemeinde im Portrait vor und sprach mit ihnen über ihre Ziele sowie die Stärken der Kommune.

Von Peter Notbohm

 

OA stellt die Nümbrechter Bürgermeisterkandidaten in einem Kurzportrait vor und sprach mit ihnen über ihre politischen Ziele der kommenden fünf Jahre, die Stärken der Kommune sowie ihre persönliche Motivation zur Kandidatur.

 

Rüdiger Hagelstein (Wählergemeinschaft Homburger Ländchen)

 

Rüdiger Hagelstein will die Bevölkerung über die Sinnhaftigkeit der Windkraftanlagen in der Homburger Landschaft aufklären. „Ich habe nichts gegen Windkraft, aber sie muss auch Sinn machen“, sagt er und will sich für den Schutz bedrohter Tierarten einsetzen und defizitäre Anlagen abschalten. Auch die Instandsetzung der örtlichen Infrastruktur, die Reparatur des Straßennetzes und der Ausbau der Fahrtenwege zählt aus seiner Sicht zu den Themen der Zukunft. Dazu gehört für ihn auch, sich für die vollständige Abschaffung der Anliegergebühren einzusetzen. Ein weiteres wichtiges Thema sei zudem die intensivere Einbindung der 91 Außenorte. „60 Prozent der Menschen sind hier in den vergangenen Jahren abgehängt worden“, sagt er. Während der Hauptort äußerst attraktiv sei, kämen die Fördermittel in den Außenorten nicht an. „Hier will ich wieder einen Ansprechpartner schaffen.“

 

Die Gemeinde Nümbrecht sieht Hagelstein mit seinen guten Wohngebieten modern aufgestellt. Auch die Bevölkerungszahl bleibe stabil, „obwohl uns das Gegenteil immer wieder vorgerechnet wird.“ Die Kommune sei nicht nur ein attraktiver Wohnort zum Leben, sondern biete durch den Glasfaserausbau auch Gewerbetreibenden enorme Vorteile. „Das ist ein ganz starker Punkt für Nümbrecht. Hier lassen sich das Leben und die Arbeit sehr gut miteinander verbinden“, meint er.

 

Im Unterschied zu Amtsinhaber Hilko Redenius würde der 59-Jährige bei einer erfolgreichen Wahl mehr auf die Menschen zugehen wollen. „Ich bin kein Verwaltungsmensch“, sagt Hagelstein, „natürlich sind Gesetze wichtig, aber die Menschen sind noch wichtiger.“ Zudem bezeichnet er sich als völlig unabhängigen Kandidaten, da er und seine WGHL-Kollegen keiner politischen Leitlinie unterworfen seien. Auch für den Klimaschutz und die Bewahrung der Landschaft und Natur im Homburger Ländchen will er sich mehr einsetzen und war am Runden Tisch zum Klimaschutzkonzept 2.0 beteiligt. „Das ist ein Thema, das man vorantreiben muss, auch wenn man an gemeindliche Grenzen stößt.“

 

Steckbrief

 

Alter: 59

 

Familienstand: Verheiratet seit 25 Jahren, zwei erwachsene Töchter, zwei Enkel.

 

Wohnort: Nümbrecht, seit elf Jahren.

 

Beruf: Toningenieur beim Deutschland Radio Köln

 

Bisheriger politischer Werdegang: seit 2014 Mitglied der WGHL-Fraktion im Gemeinderat Nümbrecht.

 

Vereinszugehörigkeit: keine Vereinszugehörigkeiten durch Schichtdienst.

 

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Hilko Redenius (CDU)

 

Zu den wichtigsten Themen der kommenden fünf Jahre gehört für Hilko Redenius die Umsetzung der beantragten bzw. bereits bewilligten Fördervorhaben. Dazu zählen neben dem Schul-Campus, die Entwicklung von Freizeit und Tourismus (Integriertes Handlungskonzept II), die Sanierung der Sportanlagen in Elsenroth und Nümbrecht sowie die Feuerwehrhäuser in Nümbrecht und Marienberghausen. „Außerdem wollen wir die erfolgreiche Konsolidierung des Haushaltes fortsetzen“, sagt der aktuelle Amtsinhaber. In den vergangenen drei Jahren legte die Gemeinde stets ein positives Jahresergebnis vor. In einer dritten Amtszeit würde er sich außerdem dafür einsetzen, das Leben in Nümbrecht und seinen 91 Außenorten noch attraktiver zu gestalten, unter anderem den öffentlichen Nahverkehr auszubauen, insbesondere die Anbindung Nümbrechts durch Schnellbuslinien an den überregionalen Verkehr. „Ich will Nümbrecht als attraktiven Lebens- und Arbeitsort erhalten, dabei gleichzeitig auch an das Klima denken. Denn regionales Arbeiten bringt auch etwas für den Umweltschutz.“

 

Die vergangenen elf Jahre bezeichnet Redenius als erfolgreiche Zeit, in der Bevölkerung, politische Vertretung und Verwaltung das finanzielle Ruder im Dreiklang herumgerissen hätten. „Das war schwer, aber wir haben erfolgreich die Gemeinde weiterentwickelt.“ Besonders die engagierte Mitarbeit der Bürger ist für ihn eine der großen Stärken Nümbrechts und treibt ihn an: „Wir haben bei vielen Maßnahmen unheimlich viele Hinweise aus der Bevölkerung bekommen und diese auch umgesetzt. Das sorgt für enorme Akzeptanz.“

 

Die Lust an der Arbeit hat Redenius auch nach einem Jahrzehnt noch längst nicht verloren. „Es macht mir nach wie vor wahnsinnig viel Spaß, den Auftrag der Nümbrechter Bürger zu erfüllen und ich würde ihn auch gerne weiter erfüllen“, sagt er und hofft, dass sich die Bevölkerung auch in den kommenden Jahren weiter aktiv in die Gemeindeentwicklung einbringen wird. Mit dem Handlungskonzept I und dem Breitbandausbau sei bereits viel initiiert worden, es gebe aber noch genügend umsetzen, was bereits bewilligt ist oder demnächst bewilligt werde. „Über meine Arbeit der vergangenen elf Jahre lege ich am 13. September Zeugnis beim Bürger ab und hoffe, dass wir auch anschließend gemeinsam die Gemeinde voranbringen.“

 

Steckbrief

 

Alter: 59

 

Familienstand: Verheiratet, vier Kinder.

 

Wohnort: Troisdorf-Altenrath

 

Beruf: Diplom-Verwaltungswirt FH, Bürgermeister

 

Bisheriger politischer Werdegang: Mitglied der CDU, ohne Posten, wird von CDU, FDP und GUD unterstützt.

 

Vereinszugehörigkeiten: Verein für inklusive Bildung, Büchereiverein Nümbrecht, Heimatverein Nümbrecht, Kunstverein Nümbrecht, Förderkreis Kultur Nümbrecht, Bürgerbusverein Nümbrecht, Mitglied Förderverein Neunkirchen Basketball, Kirchbauverein Harscheid, Förderverein Dorfverein Nieder-Breitenbach, Förderverein Jugendzentrum Nümbrecht, SSV Homburg-Nümbrecht, Förderverein Freiwillige Feuerwehr Harscheid, Förderverein Musikschulen der Homburgischen Gemeinden, Partnerschaftsverein Mateh-Yehuda, Partnerschaftsverein Gouvieux, Handwerkerverein Nümbrecht.

 

Der Nümbrechter Rat nach der Wahl vom 25. Mai 2014 (Wahlbeteiligung 49,23 Prozent):

Der Rat der Gemeinde Nümbrecht hat 32 Mitglieder und folgende Sitzverteilung (Stand 2014):

  • CDU: 13 Sitze
  • SPD: 10 Sitze (aktuell 1 Sitz - GUD 7 Sitze)
  • Bündnis 90/Die Grünen: 4 Sitze
  • WGHL: 3 Sitze
  • FDP: 2 Sitze

 

Zur Wahl am 13. September treten folgende Parteien an:

  • Bündnis 90/Die Grünen
  • CDU
  • Die Linke
  • FDP
  • GUD
  • SPD
  • WGHL

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