POLITIK

Baustart für Straßenverkehrsamt Ende des Jahres

lw; 14.01.2020, 13:50 Uhr
Foto: Lars Weber --- Das Gelände bei der OVAG wurde im Sommer saniert. Bis hier die Bauarbeiten beginnen, steht es leer.
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Baustart für Straßenverkehrsamt Ende des Jahres

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lw; 14.01.2020, 13:50 Uhr
Gummersbach – Planung für Neubau auf Gelände der OVAG auf der Zielgeraden – Vorstellung im Mai (AKTUALISIERT).

Von Lars Weber

 

Das Straßenverkehrsamt an der Vosselstraße platzt nicht nur aus allen Nähten, es ist auch in einem schlechten Zustand und veraltet. Deshalb hat der Oberbergische Kreis bereits vor mehr als zwei Jahren beschlossen, in Niederseßmar auf dem Gelände der Oberbergischen Verkehrsgesellschaft (OVAG) einen fast neun Millionen Euro teuren Neubau zu errichten. In diesem wird auch die Verwaltung der OVAG neue Büros beziehen. Von den alten M.A.N.-Werkstatthallen ist bereits seit dem Abriss vor rund einem halben Jahr nichts mehr zu sehen. Nun kommt wieder Bewegung in die Sache. Im Mai sollen die Planungen öffentlich vorgestellt werden. Ende des Jahres könnten die ersten Bagger anrollen.

 

Die Sanierung des Geländes ist im Sommer erfolgreich abgeschlossen worden, sagt Kreisdirektor Klaus Grootens auf Nachfrage von Oberberg-Aktuell. Diese habe laut Karl Heinz Schütz, Geschäftsführer der OVAG, drei bis vier Monate in Anspruch genommen und damit etwas länger gedauert als zunächst angenommen. Dies lag zum einen am schlechten Wetter. Zum anderen musste der Kampfmittelräumdienst anrücken, um das Gelände auf Bombenreste aus dem Zweiten Weltkrieg zu untersuchen. Die Befürchtung bewahrheitete sich nicht. Gefunden wurden aber Altlasten. „Sie sind alle in Sonderdeponien entsorgt worden“, sagt Schütz.

 

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Bis das Gelände, das der Kreis von der OVAG gepachtet hat, aber bebaut wird, dauert es noch. „Die Planung des Neubaus hat einige Zeit in Anspruch genommen, befindet sich jetzt aber auf der Zielgeraden“, sagt Grootens. Das Planungsbüro aus Hagen habe alle Hände voll zu tun. „Es handelt sich nicht um ein 08/15-Verwaltungsgebäude“, so der Kreisdirektor weiter, da im Straßenverkehrsamt auch reger Publikumsverkehr herrsche. Zudem müssten die Ansprüche vom Kreis und der OVAG unter einen Hut gebracht werden. Im Moment seien die Planer mit den Themen Fassaden- und Dachbegrünung beschäftigt.  

 

Die abgeschlossenen Planungen sollen im Mai öffentlich präsentiert werden. Der Bauantrag könnte laut Grootens Mitte des Jahres eingereicht werden. Nach der Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten könnte mit dem Bau – wenn alles glatt läuft – Ende des Jahres begonnen werden. Rund neun Millionen Euro sind eingeplant für insgesamt 3700 Quadratmeter Nutzfläche. 1200 davon sind für rund 25 Mitarbeiter der OVAG-Verwaltung reserviert. Das Straßenverkehrsamt hat mehr als 50 Mitarbeiter. Als Bauzeit gibt der Kreis bis zu 1,5 Jahre an. Das alte Gebäude an der Vosselstraße möchte die Kreisverwaltung zu gegebener Zeit "auf den Immobilienmarkt bringen", also verkaufen. "Die Lage ist nicht die schlechteste."

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