POLITIK

Barrierefreier Anbau auf drei Etagen

ls; 03.02.2021, 13:50 Uhr
Grafiken: Eling Architekten.
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Barrierefreier Anbau auf drei Etagen

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ls; 03.02.2021, 13:50 Uhr
Marienheide - Die Pläne für den Gesamtschulanbau wurden im Ausschuss für Bildung, Sport und Soziales vorgestellt - Der Rat wird final über die Kompromisslösung entscheiden.

Von Leif Schmittgen

 

Der Schulleiter der Gesamtschule Marienheide, Wolfgang Krug, war zufrieden: „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen erhalten wir das Optimum“, erklärte er während der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport und Soziales. Seit vier Jahren war darüber diskutiert worden, wie man in der Bildungseinrichtung einen Erweiterungsbau realisieren kann, um geänderten Schülerzahlen und Lernvoraussetzungen gerecht zu werden. Übrig geblieben waren im vergangenen Jahr vier Entwürfe, von denen die sogenannte Variante D als die mehrheitlich gewünschte Lösung durch die beteiligten Firmen im Detail vorgestellt wurde.

Als Generalunternehmer tritt das Familienunternehmen Goldbeck (gestern vertreten durch Carsten Hense) in Erscheinung, dass auch für die künftige Instandhaltung und Wartung zuständig ist. Für die architektonische Gestaltung zeichnet das Architekturbüro Eling verantwortlich. Christian Eling stellte die Pläne vor, über die finale Auftragsvergabe entscheidet der Rat in seiner Sitzung am 23. Februar. Auf einer Gesamtfläche von 860 Quadratmetern soll auf drei Stockwerken ein Anbau entstehen, der sich an die Flure des bestehenden Baus anschließt. Auch optisch wird das Gebäude unter anderem durch ein Pultdach aus Holz mit Zinkeindeckung an die bestehende Konstruktion aus den 1980er-Jahren angeglichen.

 

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Ursprünglich hatte sich die Schule einen weitaus größeren Anbau gewünscht. Es folgten lange politische Diskussionen um die Erweiterung. Nun gebe es einen Kompromiss, mit dem man laut Krug leben könne. Zusätzlich wird durch die vorgeschlagene Variante die Option eines weiteren Anbaus offen gehalten, je nachdem wie sich die Schülerzahlen künftig entwickeln. Eine nachträgliche Aufstockung ist allerdings nicht möglich.

Seit drei Jahren folgt die Gesamtschule dem Konzept „Ort des gemeinsamen Lernens“, Flächen stehen dafür bislang nicht zur Verfügung. Bei der Raumaufteilung im Inneren war die Schule deswegen involviert. Neben vier neuen Klassenzimmern, Treppenhaus und Sanitärbereichen stehen demnächst zentrale Treffpunkte für Schüler und Lehrer zur Verfügung. Wegen des neuen Lehrerzimmers wird einer der beiden Pädagogentrakte im alten Schulhaus zum Klassenraum umfunktioniert. Barrierefrei wird das Gebäude durch einen ebenerdigen Zugang im Untergeschoss und einen Aufzug. „Ich freue mich, dass im kommenden Jahr endlich Platz für das gemeinsame Lernen zur Verfügung steht“, so der Schulleiter.

 

Stimmt der Rat zu, soll der Anbau im 1. Quartal 2022 bezugsfertig sein. Über die detaillierten Baukosten schwieg man sich im öffentlichen Teil der Sitzung aus. „Da geht es um Vertragsrecht“, sagte Bürgermeister Stefan Meisenberg auf OA-Nachfrage. Die Gemeinde hatte 2012 einen über 25 Jahre gültigen Kontrakt mit der Firma Goldbeck geschlossen. Das finanzielle Gesamtvolumen werde sicherlich in der bevorstehenden Ratssitzung bekannt gegeben.

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