OBERBERGISCHER KREIS
Wupperverband: Trockenster Juli seit Aufzeichnungsbeginn
Oberberg – An der Messstation Bevertalsperre wurden im vergangenen Monat lediglich zwölf Liter Regen pro Quadratmeter gemessen – ein neuer Minusrekord.
Einen trockeneren Juli als in diesem Jahr hat der Wupperverband seit Beginn seiner Aufzeichnungen noch nicht gemessen. Laut einer Mitteilung fielen an der Messtation Bevertalsperre in Hückeswagen im Juli lediglich zwölf Liter Regen pro Quadratmeter. Damit liegt der Wert sehr deutlich unter dem Mittel von 79 Litern. An der Messstelle Lindscheid an der Großen Dhünntalsperre wurden 24 Liter gemessen, das Mittel liegt dort bei 82 Litern. An der Messstelle Kläranlage Buchenhofen liegt der Wert mit zehn Litern noch niedriger als an der Bevertalsperre, 78 Liter fallen in Buchenhofen im Schnitt in dem Monat. An der Messstation Kläranlage Solingen Burg wurden 19 Liter Niederschlag gemessen. Im Mittel sind es dort 88 Liter.
Am längsten werden an der Bever Niederschlagsaufzeichnungen vorgenommen, bereits Anfang des 20. Jahrhunderts starteten die Aufzeichnungen. In Lindscheid wird seit 1954 gemessen, in Buchenhofen seit 1961, in Burg seit 1979. An keiner der vier Stationen hat es bislang einen trockeneren Juli gegeben als dieses Jahr. Laut Wupperverband hat nicht nur historisch wenig geregnet, auch gab es viele Sonnenstunden: Der DWD hat in NRW 262 Sonnenstunden gemessen, im Schnitt sind es 187 Stunden.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit hatte der Wupperverband kürzlich die Wasserabgabe aus den Brauchwasser-Talsperren an den Fluss Wupper reduziert (siehe Bericht).