OBERBERGISCHER KREIS

Ein Tag voller Licht und Schatten

mkj; 17.11.2019, 15:55 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung --- Kranzniederlegung am Ehrenmahl auf dem Bergneustädter Zentralfriedhof.
OBERBERGISCHER KREIS

Ein Tag voller Licht und Schatten

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mkj; 17.11.2019, 15:55 Uhr
Oberberg – 100 Jahre Volksbund und 70 Jahre Grundgesetz - Gemeinsame Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag des Kreisverbandes in Bergneustadt Gedenkveranstaltung auch in Waldbröl (MIT VIDEO).

Heute jährt sich zum 100. Mal der Gründungstag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Ein Jahr war nach dem Ende des Ersten Weltkrieges vergangen und es gab so viel zu tun. Europa war auch nach Ende dieses Krieges kein Kontinent des Friedens und ein weiterer Krieg würde 20 Jahre später noch mehr Elend und Tod über Europa und die ganze Welt bringen.

 

Die Gedenkveranstaltung auf dem Zentralfriedhof zum Volkstrauertag nahm Wilfried Holberg (Foto) als Bürgermeister und Vorsitzender des Ortsverbandes Bergneustadt des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zudem zum Anlass, an die Grundgesetzgebung vor 70 Jahren zu erinnern. „Von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen. Dieser Teil der Präambel beeindruckt mich derartig, weil zum Zeitpunkt der Formulierung knapp nach dem bis dahin größten Krieg der Menschheitsgeschichte Deutsche in der Lage waren, die beabsichtigte Zukunft eines Volkes, was sich kurz zuvor schuldig gemacht hat, in solch klare, unmissverständliche, eindeutige und ehrlich gemeinte Worte zu kleiden“, so Holberg.

 

 

Jochen Hagt, Landrat und Vorsitzender des Kreisverbandes Oberberg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Foto oben) brachte seine Gedanken zum Volkstrauertag zum Ausdruck. „Wer heute durch Europa, Deutschland oder den Oberbergischen Kreis fährt, der wird es schwer haben, Plätze von Krieg und Diktatur das vergangenen Jahrhunderts zu finden“, so Hagt. „Dennoch gibt es kaum einen Ort, der im 20. Jahrhundert nicht Schauplatz von Krieg und Gewalt war.“ Der Volkstrauertag sei ein Tag des Innehaltens und man würde bewusst an die Toten der beiden großen Weltkriege gedenken.

 

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Diakon Manfred Hoffstadt vom Katholischen Pfarrverband Oberberg-Mitte sprach in seiner Andacht von einem Tag voller Licht und dunklen Schatten, von Krieg und Zerstörung aber auch von Hoffnung. Die Reservistenkameradschaft Bergneustadt-Gummersbach gaben sowohl der Gedenkfeier als auch bei der anschließenden Kranzniederlegung am Ehrenmahl den notwendigen die Rahmen. Musikalisch wurde die Gedenkfeier durch Carola und Eberhard Rink und dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bergneustadt unter der Leitung von Heinz Rehring begleitet.

 

[Die Schüler der Jahrgangstufe zehn der Realschule Bergneustadt schickten eine Videobotschaft zum Volkstrauertag unter dem Titel „Zeitzeugen“, der in Zusammenarbeit mit Bewohnern des Evangelischen Altenheims Bergneustadt entstanden ist.]

 

Anlässlich des  Volkstrauertages fand unter anderem auch auf dem Friedhof in Waldbröl-Seifen eine Gedenkveranstaltung anlässlich der Verstorbenen der beiden Weltkriege statt. Die Mitglieder des Männergesangsvereins und des Sportvereins Schönenbach, gedachten aller Personen, die in den Kriegen ihr Leben lassen mussten.

 

 

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