OBERBERGISCHER KREIS
Oberbergische Sparkassen fördern Schuldnerberatungen
Oberberg - Knapp 45.000 Euro wurden an drei Organisationen übergeben.
Laut den Berechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ist die Zahl der überschuldeten Menschen ab 18 Jahren in Nordrhein-Westfalen (NRW) auf rund 1,46 Millionen gestiegen (+44.000 Fälle). Die Überschuldungsquote in NRW erhöhte sich damit auf 9,79 Prozent. Das ist der zweithöchste Anstieg im Bundesländervergleich. Vor allem junge Erwachsene unter 30 Jahren waren von Überschuldung betroffen. Sie gerieten beispielsweise durch „Buy now, pay later“-Angebote schnell in eine finanzielle Schieflage.
Die Schuldnerberatungsstellen im Oberbergischen bieten Menschen mit finanziellen Problemen eine wichtige Hilfe. Die Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt diese Institutionen als einzige Finanzgruppe regelmäßig mit Fördermitteln. Trotz ihres großen Marktanteils spielen die Sparkassen nach vorliegenden Auswertungen nur eine geringe Rolle bei der Entstehung von Schuldenkrisen. Allein in Nordrhein-Westfalen stellen die Sparkassen jährlich 3 Millionen Euro aus einem eigenen Fonds für die Schuldnerberatung bereit. Seit 1998 summiert sich die Gesamtförderung auf 81 Millionen Euro.
In diesem Jahr werden Fördermittel in Höhe von insgesamt 45.584 Euro an drei oberbergische Einrichtungen vergeben. Die Spenden gehen an den Caritasverband für den Oberbergischen Kreis , die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle des Kirchenkreises an der Agger sowie die Arbeiterwohlfahrt Rhein-Oberberg. Die Übergabe durch Gunter Derksen, Vorstandsmitglied der Sparkasse Gummersbach, und Manuel Peters, Regionalvorstand der Direktion Oberberg der Kreissparkasse Köln, fand gestern in Wipperfürth statt.