OBERBERGISCHER KREIS

Amerikanische Faulbrut breitet sich im Kreisnorden aus

Red; 25.08.2026, 16:45 Uhr
Bild von Dominik Rheinheimer auf Pixabay
OBERBERGISCHER KREIS

Amerikanische Faulbrut breitet sich im Kreisnorden aus

Red; 25.08.2026, 16:45 Uhr
Oberberg - Krankheit befällt die Brut von Bienenvölkern - Kreis richtet weitere Sperrzonen ein (AKTUALISIERT).

+++3. Meldung (Dienstag, 25. August)+++

 

Am vergangenen Donnerstag wurde erneut der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut festgestellt. Aufgrund der starken Ausbreitung im Norden des Oberbergischen Kreises wird der Sperrbezirk in einer neuen Allgemeinverfügung vergrößert, sodass annähernd der gesamte Bereich der Stadt Radevormwald sowie direkt angrenzende Bereiche in Hückeswagen und Wipperfürth mit erfasst werden, teilt der Kreis mit. Um alle in dem Bereich des Seuchengeschehens befindlichen Bienenhaltungen zu berücksichtigen, erfasst der neue größere Sperrbezirk die bisher verfügte Sperrzone. Die neue Allgemeinverfügung zu dem Geschehen, die interaktive Karte und weitere Informationen gibt es unter www.obk.de/faulbrut.

 

+++2. Meldung (Dienstag, 11. August)+++

 

Die Amerikanische Faulbrut bei Bienen breitet sich im Kreisnorden weiter aus. Nach dem erstmaligen Auftreten im Juni stellte das Kreisveterinäramt bei den darauffolgenden Umgebungsuntersuchungen weitere Ausbrüche fest, zuletzt am 6. August in Radevormwald. Daraufhin wurden die schon bestehenden Sperrbezirke erweitert. Sie umfassen nun auch Gebiete von Radevormwald und reichen bis an die Grenzen zum Märkischen Kreis und des Ennepe- Ruhr- Kreises. Eine vierte Allgemeinverfügung zu dem Geschehen ist in Kraft getreten. Diese und eine aktuelle interaktive Karte der Sperrbezirke sind unter www.obk.de/faulbrut zu finden. Ebenfalls ist dort ein Meldebogen für Imker hinterlegt.

 

+++1. Meldung (Freitag, 31. Juli)+++

 

Im Juni wurde in einem Bienenbestand in Hückeswagen der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt. Bei den darauffolgenden Umgebungsuntersuchungen stellte das Veterinäramt des Oberbergischen Kreises weitere Ausbrüche fest. Daraufhin wurde der schon bestehende Sperrbezirk erweitert. Er umfasst nun auch Gebiete von Radevormwald und reicht bis an die Grenze zum Märkischen Kreis und zum Ennepe-Ruhr-Kreis. Eine weitere Allgemeinverfügung zu dem Geschehen ist in Kraft getreten und unter www.obk.de/faulbrut einsehbar. Ebenfalls ist dort ein Meldebogen für Imker hinterlegt. 

 

Interaktive Karte mit den Sperrbezirken

 

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit („Paenibacillus larvae“), die die Brut von Bienenvölkern befällt. Der Erreger wird in Form von infektiösen Sporen durch Flug-Bienen auf die im Bienenstock vorhandene Brut übertragen. Die Brut stirbt größtenteils ab, so dass die Zahl der Bienen in dem betroffenen Volk immer geringer wird und schlussendlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern. Das Bienenvolk überaltert und stirbt schließlich ab. Zur Bekämpfung der Faulbrut müssen befallene Völker saniert oder schlimmstenfalls getötet werden.

 

Für Menschen ist die Bienenkrankheit ungefährlich. Der Honig kann ohne jede Einschränkung weiterhin verzehrt werden.

 

Halter von Bienen im Sperrbezirk müssen fortan verschiedene Regelungen beachten:

 

  • Jeder Imker, der Bienen im Sperrbezirk hält, ist verpflichtet, den aktuellen Bestand und die genauen Standorte umgehend dem Veterinäramt des Oberbergischen Kreises zu melden.

 

  • Bewegliche Bienenstände dürfen nicht von ihrem Standort entfernt werden. Zudem dürfen keine Bienen in den Sperrbezirk eingebracht werden.

 

  • Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte und benutzte Geräte dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.

 

  •  Alle Bienenstände im Sperrbezirk sowie Kontaktbienenstände werden zeitnah durch das Veterinäramt begutachtet.

 

Das Veterinäramt steht unter Tel.: 02261/88-39 03 für Fragen zur Verfügung.

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